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Zeugnis wie ich zum Glauben finden durfte. (Teil 1)

Vorgestern war der 6.6.06, ein Datum wie jedes andere auch. Ich denke viele von euch haben mitbekommen, dass an diesem Tag ein Kinofilm startete, nämlich die Neuverfilmung von „Das Omen. Ich denke auch der Eine oder Andere von euch kennt die alte Verfilmung die ursprünglich einmal als Dreiteiler gedreht wurde. Später kam dann noch ein vierter Teil hinzu, der allerdings noch weniger mit der Bibel zu tun hatte als die ersten drei. In diesem Film wird in einer reißerischen Hollywood - Horror Manier das Thema des Antichristen aufgebauscht, das der Offenbarung des Johannes, dem Letzten Buch der Bibel, entliehen ist. Obwohl diese Filme bei genauerem Hinsehen recht wenig mit der Bibel zu tun haben und ich keinem Menschen empfehlen würde sich so etwas anzusehen, gibt es uns doch unter Umständen die Möglichkeit, mit Menschen die den Film gesehen haben oder darüber Reden ins Gespräch zu kommen und Zeugnis zu geben.

An dieser Stelle möchte ich heute einmal ein Zeugnis über mein Leben geben und euch teilhaben lassen an den Wegen die sich in meinem Leben so ereignet haben.

Als Kind lebte ich ganz normal wie viele anderen auch. Man wird getauft, kommt zur Kommunion, zur Firmung, geht hin und wieder mal zur Kirche, was mir damals sehr lästig war, denn ich fand wohl alles Interessanter als in den Gottesdienst zu gehen. Mit der Zeit reduzierte sich dann der Kirchenbesuch auf Ostern und Weihnachten, was aber über die Jahre dann auch noch wegfiel. Ich lebte so eigentlich ein ganz normales Leben. Religion oder so spielte eigentlich überhaupt keine Rolle mehr in meinem Leben. Ein „Gotteslob" jenes Katholische Gebets und Gesangsbuch hatte jeder von uns zu Hause, jedoch gab es im ganzen Haus keine einzige Bibel. Das einzige was mich damals in Richtung Bibel faszinierte waren zwei Dinge.

Beides hing mit dem Thema „Antichrist" und der Ominösen Zahl des Tieres „666" zusammen.

Als ich im Teenager Alter war hörte ich viel Rockmusik. Accept, AC/DC, Skorpions usw. und unter anderem auch „Iron Maiden" die eine, aus meiner damaligen Sicht, „coole" Bühnen Show und eine „coolen" Sound hatten. Ein Album von „Iron Maiden" trägt den Titel „The Number of the Beast" zu Deutsch „Die Zahl des Tieres". Bei dem gleichnamigen Song wird am Anfang mit einer sehr tiefen, eindringlichen Stimme ein Text aus der Bibel zitiert, der auch auf dem Innencover der LP mit einer Versangabe abgedruckt ist. War es nur der Sound, die „Botschaft", dieses Geheimnisvolle das dahinter stand usw. ich weiß es nicht, aber irgend etwas faszinierte mich an der ganzen Sache.

Im Alter von 15 oder 16 Jahren begab es sich dann, dass ich mir eine LP gekauft hatte, die relativ schnell vergriffen war und eine Zeitlang schwer aufzutreiben war. Es handelte sich um den Soundtrack zu dem Film „Dune – Der Wüstenplanet". Allerdings war ich doch relativ enttäuscht, denn Soundtrack ohne Film „muss" nicht unbedingt toll sein. Ein Schulfreund von mir, hatte sich die LP von mir ausgeliehen und meinte eines Tages, da sie ihm sehr gefiel, ob ich sie ihm nicht verkaufen würde. Nun begab es sich aber, dass er „Evangelisch" war (auch nur auf dem Papier, so wie ich halt Katholisch) und eine Bibel zu Hause stehen hatte. Ich fragte ihn, ob er denn die Biel lesen würde, was er verneinte, und ob er sie denn noch brauchen würde, was er auch verneinte. So begab es sich, dass ich die LP gegen die Bibel tauschte und somit die erste Bibel den Weg zu uns nach Hause fand.

Ich begann damals eigentlich nur damit nachzulesen was mein Interesse gefangen hielt, nämlich ob dieses Zitat von „Iron Maiden" wirklich in der Bibel stand und tatsächlich es stand in der Bibel.

Das zweite waren dann die Filme „Das Omen 1-3" welche ich ebenfalls anhand der Bibel nachprüfen wollte, wie viel denn wirklich in der Bibel steht und ob das was da so gezeigt wird auch in der Bibel zu finden ist.

Das Ergebnis war ernüchternd, es war typisch „Hollywood"!!!

Danach verstaubte meine Bibel über die Jahre irgendwo in meinem Zimmer. Ich wusste oft gar nicht wo sie zu suchen gewesen wäre, das sie einfach unter vielem anderem Krempel und Zeugs lag.

Die Zeit verging und die einzigen Sachen die ich zwischenzeitlich mit Kirche noch zu tun hatte, waren meine Hochzeit und die Taufe von meinem Sohn. Aber diese Dinge hatten nichts mit Glauben zu tun sondern waren rein traditioneller Natur, man machte es halt, weil es einfach dazugehört.

Vor 13 Jahren schlitterte ich dann in den Bereich der Esoterik hinein. Begonnen hatte es damals mit einer Heftchenreihe, die zu jeder Ausgabe ein paar Wahrsagekarten dabei hatten, mit denn man Kartenlegen konnte um seine Zukunft zu erforschen. Es ging dann über die Jahre durch alle „faszinierende" Bereiche der Esoterik und des Okkulten. Bis auf „schwarze Magie" lies ich glaube ich nicht viel aus, Pendeln; Wünschelruten gehen, Bestrebungen im Bereich Telepathie, Telechinese, Weiße Magie, Hexerei usw. Alles was irgendwie „übernatürlich" war zog mich an. Auch mein Vater rutschte in eine ähnliche Schiene hinein, als einmal bei uns zu Hause ein Wünschelrutengänger unser Haus untersuchte.

Auf jeden fall fand ich damals durch die Esoterik das was ich mein Leben lang begehrt hatte, nämlich die Anerkennung bei meinem Vater. Das dies im Endeffekt der „wahre" Antrieb war mich in diese Dinge hineinzusteigern wurde mir erst Bewusst, als ich eine tiefe Enttäuschung erlebte. Er meldet sich und meinen großen Bruder, auf den ich immer eifersüchtig war ohne es zu genau zu wissen, zu einem Kurs an, an dessen Ende man dann Geobiologischer Berater war.

Diese Enttäuschung, dass wieder „er" (mein großer Bruder) den Vorzug hatte machte mir auf einen Schlag klar, dass ich niemals, egal wir sehr ich mich auch bemühen würde, seinen Platz einnehmen können würde. So erkannte ich schließlich die Sinnlosigkeit dieses ganzen Treibens und es kam zu einem radikalen Bruch mit der ganzen Esoterik.

Zu dieser Zeit war ein Lehrling bei uns im Betrieb, der Christ war bzw. ist, über den ich mich zur damaligen Zeit recht amüsierte, denn er hatte voll die Angst vor mir, da er wusste was ich tat und wo meine Interessen lagen. Es begab sich dann, dass damals eine neue Gruppe auf dem Musikmarkt erschien, die den Namen „E' nomine" trug (gibt's heute noch) was übersetzt „Im Namen" bedeutet. Es war eine Mischung aus Techno, Bibeltexten die von bekannten Synchronsprechern der Filmindustrie gesprochen wurden und irgendwelchen Lateinischen Texten. Das ganze gefiel mir in erster Linie wegen dem „Sound" und auch weil ich die ganze Aufmachung irgendwie cool fand. Die CD lief bei mir jeden Tag etliche male während der Arbeit, im Auto usw.

Sie leierte Tag für Tag.

Mit der Zeit kam dann ein Interesse wie damals bei „Iron Maiden" auf. Ich wollte wissen, was denn von dem was die da Singen wirklich mit der Bibel zu tun hatte. Das „Vater unser" kannte ich ja schon, aber Psalm 23 Der Herr ist mein Hirte, die Posaunen von Jericho usw. waren mir fremd. Es gab dann zwei Lieder die auf besondere Weiße mein Interesse weckten.

Das erste hieß „Bibelworte des Allmächtigen" und das zweite hieß „Himmel oder Hölle". Während ich im ersten Lied mit Anforderungen und Aussprüchen Gottes konfrontiert wurde sprach mich bei dem zweiten Lied etwas an, was mir lange nicht bewusst war.

In dem Text wurde eine Frage gestellt, die ich aus der Katholischen Lehre heraus zunächst nicht verstand. Ich war ja als Kind Getauft worden und somit konnte ich nach Katholischer Lehre ja nicht mehr verloren gehen, sondern ich würde halt im „Fegefeuer" meine Restschuld abbüßen und dann in den Himmel kommen. Der Text wie gesagt aber sprach mich merkwürdig an. Ich möchte hier kurz abschnittweiße den Text zitieren.

... Das Leben ist Entscheidung, der Tod ist entschieden.

Was wollt ihr, Himmel oder die Hölle?...

Wollt ihr dem Pfad Gottes folgen, wollt ihr barmherzig sein, wollt ihr Buße tun und Reue zeigen, in guten als auch in schlechten Zeiten, oder wollt ihr freveln, sündigen und dem Teufel eure Seele verkaufen?

Ich frage euch!

Was wollt ihr, entscheidet solange ihr noch weilt hier auf Erden, entscheidet Himmel oder Hölle, Hölle oder Himmel, oder die Hölle, oder die Hölle?

Doch denkt daran:

Der Allmächtige richtet über jeden von euch, ob gut oder böse, nur der Herr allein ist das Oberste Gericht.

Noch könnt ihr euch entscheiden, doch entscheidet euch im Leben, denn wenn ihr tot seid gibt es nur noch Himmel ODER Hölle.

Erwartet euch das Paradies, oder werdet ihr brennen, schmoren, schmachten bis in alle Ewigkeit?

Also was wollt ihr, Himmel oder Hölle? Was wollt ihr, den Himmel oder die Hölle?

Himmel Hölle Hölle Himmel

Wollt ihr wie die Engel über den Wolken schweben, oder wollt ihr wie die Dämonen abgrundtief ins Leere stürzen?

Also entscheidet euch!

Soweit der Text des Liedes.

Was mir zwar neu war, aber auch klar wurde, ich muss mich entscheiden welchen Weg ich wähle, welchen Weg ich gehen soll. Ich fand das dann auch in der Bibel mit dem breiten und dem schmalen Weg, die weite und die enge Pforte. So kam es, dass ich zur Buße geleitet wurde.

Mein Leben sollte sich verändern.

Ich hielt Aussprachen mit allen möglichen Menschen wo mich mein Gewissen anklagte und ich wusste da muss einiges bereinigt werden. Ich ging einem nach dem anderen durch, bekannte meine Schuld und bat um Verzeihung und fügte auch noch hinzu, dass künftig nichts mehr zwischen uns kommen sollte. Die Menschen um mich rum konnten mein Verhalten überhaupt nicht mehr verstehen oder nachvollziehen und dachten schon ich wolle mir das Leben nehmen. Als ich so ziemlich alles zwischenmenschliche aufgearbeitet hatte, blieb noch ein Gespräch aus, nämlich das mit Gott.

Die Zeit verging und ich begann mehr und mehr in der Bibel zu lesen.

Was mir als nächstes auffiel war das Zeugnis, das der Vater bei Jesus Taufe gab.

„Die ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe!"

Wohlgefallen...., das wollte ich doch auch, ein Gott wohlgefälliges Leben führen.

Wenn also Gott über Jesus sagt, dass er an ihm Wohlgefallen hat, dann musste ich werden wie Jesus, denken wie er, handeln wie er usw. So begann ich, die Evangelien speziell in Hinsicht auf die Eigenschaften Jesus zu lesen. Ich wollte wissen wie er war.

Mich sprachen dann auch immer mehr die Verse an wo es um Nachfolge geht.

Es begab sich dann, dass ich zu dieser Zeit damals am Abnehmen war. Mein Problem war, wie bringe ich die Osterfeiertage über die Runde, ohne durch üppiges Festessen wieder zuzunehmen. Da las ich die Stelle wo Jesus sagt, dass seine Jünger nicht fasten, solange er bei ihnen ist, aber das die Zeit kommen wird, wo er von ihnen genommen wird uns sie dann fasten werden. Also war es eine einfache Lösung, während der Osterfeiertage nichts essen sondern fasten.

Nun war es so, dass ich eine Woche vor Ostersonntag ein seltsames Erlebnis hatte. Ich musste Nachts um drei raus für „Kleine Jungs". Ich saß also auf „Stillem Örtchen" und mit einem mal kamen mir 4 Zeilen in den Sinn, einfach so, ich wusste nicht woher.

Herr mein Gott ich danke dir,
dass du gemacht hast Mensch und Tier,
das du mir gebest Speis und Trank,
dafür Herr schuld ich dir Dank!

Ich überlegte so, ob ich nun einfach wieder in mein Bett gehen sollte, oder ob ich diese 4 Zeilen aufschreiben sollte. In dem Bewusstsein, dass ich sie bis zum nächsten Morgen sicherlich vergessen würde entschloss ich mich, sie aufzuschreiben. Ich ging in die Küche, nahm ein Blatt Papier und schrieb sie auf.

Als ich so schrieb, waren auf einmal die nächsten „Gedanken" da, die nächsten 4 Zeilen. So ging es eine Zeitlang weiter, bis ein Gedicht fertig da stand. Danach ging ich dann in mein Bett.

Am nächsten Morgen dann nahm ich den Zettel zur Hand und das was ich da las, war mir schon sehr befremdlich. Ich wusste zwar, dass ich es geschrieben hatte, aber ich wusste auch, dass das nicht meine Gedanken  waren auch nicht aus mir selbst kommen konnte. Obwohl in diesem Gedicht bzw. auch Gebet ein Bitte formuliert wurde, dass ich dem Herrn dienen möchte, konnte ich nicht so recht was damit anfangen.

Die Woche verging, ich war am fasten und es sollte seit Jahren zum ersten mal wieder ein besinnliches Osterfest werden, bei dem man sich zu mindestens einmal kurz auf den Ursprung des ganzen besann.

Am Freitag wurde dann der erste Teil eins neuen Jesus Films ausgestrahlt. Samstag kam dann der „Uraltklassiker" „Die Zehn Gebote" den mein Frau unbedingt ansehen wollte, so nahm ich den zweiten Teil des Jesus Films auf, um ihn danach ansehen zu können. Nun war es schon mitten in der Nacht und ich sah nur noch die Hälfte an bevor ich total übermüdet ins Bett ging. Am nächsten Morgen stand ich relativ früh auf und sah mir dann den Rest des Filmes an. Mein Kleiner wachte dann auch auf und kam ins Wohnzimmer und sah den Film mit an. Bei einer Szene wo die Geißelung von Jesus dargestellt wurde, fing mein Sohn an zu weinen und meint zu mir:

„Papa, das tut doch weh!"

„Ja" sagte ich zu ihm „und wie danken wir es ihm?"

Später kam dann noch ein Szene die den inneren Kampf und die Anfechtungen Jesus vor seiner Gefangennahme darstellen sollten. In dieser Szene versuchte Satan ihm einzureden, dass er umsonst sterben werde, da die Menschen nicht so leben würden, wie Jesus es wolle. Die Antwort darauf war, dass sie in ihm (Jesus) die Kraft dazufinden würden.

Die Ganze Sache lies mich nicht mehr los. Zum ersten mal wurden mir die Leiden Jesus, die Kreuzigung usw. riesengroß. Er hatte alles erlitten wegen unserer Sünden, und das aus Liebe zu uns! Mir wurde auch auf einmal deutlich, wie gottlos doch unsere Welt war, wie sinnlos alles war und wie wenig ich die Liebe und das Opfer Jesus zu schätzen wusste. Es stieg in mir das Bewusstsein auf, dass die Sache mit Jesus das Einzige auf der Welt ist, wozu es sich zu Leben lohnt und dass es nichts wichtigeres auf der Welt gibt, als den Menschen diese Botschaft zu bringen.

So kam es, dass ich am Nachmittag jenes Sonntags  unter Tränen zum ersten mal in meinem Leben bewusst und ernsthaft gebetet und dem Herrn mein Leben übergeben habe.

Wie es dann weiterging erfahrt ihr nächste Woche in Teil 2.

Gott segne euch,

euer Wolfgang.