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Römer 8,29 Denn welche er zuvor ersehen hat, die hat er auch vorherbestimmt, dem Ebenbilde seines Sohnes gleichgestaltet zu werden, damit er der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern.

Liebe Geschwister, nachdem wir letztes mal Röm 8,28 ein wenig angeschaut haben, wollen wir heute noch einmal kurz darauf eingehen und auch den Vers 29 mit anschauen.

Röm 8,28 Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alles zum Besten mitwirkt, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind.

Wir erinnern uns daran „ALLES" heißt „ALLES", auch wenn wir es nicht immer verstehen können, dürfen wir es doch glauben. Wir müssen aber immer im Auge behalten, dass es hier nicht immer um unsere Ziele und Pläne geht, sondern um die Ziele und Pläne Gottes.

Jes 55,8-9 Denn also spricht der HERR: Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege; sondern so hoch der Himmel über der Erde ist, so viel höher sind meine Wege als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.

In Röm 8,29 finden wir hier nun die Begründung für die Verheißung von Vers 28.

Röm 8,29 Denn welche er zuvor ersehen hat, die hat er auch vorherbestimmt, dem Ebenbilde seines Sohnes gleichgestaltet zu werden, damit er der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern.

In Röm 8,28 heißt es „Wir wissen aber..." und in Röm 8,29 geht es weiter „DENN..."

Röm 8,29 Denn welche er zuvor ersehen hat...

Gott ist von Ewigkeit zu Ewigkeit. Er kennt die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft. Ihm ist nichts verborgen. Deshalb konnte er auch zuvor ersehen, wer zu seinen Kindern gehören wird, wer sich einmal bekehren und zum Glauben kommen wird, wessen Namen im Buch des Lebens sein werden. Die ganze Sache mit Jesus, mit der Erlösung durch sein Opfer am Kreuz, war vor Grundlegung der Welt schon der Plan Gottes.

Dieser Plan, war aber verborgen, bis eben die Zeit dafür gekommen war.

Gal 4,4-5 Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott Seinen Sohn, von einem Weibe geboren und unter das Gesetz getan, damit er die, welche unter dem Gesetz waren, loskaufte, auf dass wir das Sohnesrecht empfingen.

1Petr 1,17-21 Und wenn ihr den als Vater anrufet, der ohne Ansehen der Person richtet nach eines jeglichen Werk, so führet euren Wandel, solange ihr hier wallet, mit Furcht, da ihr ja wisset, dass ihr nicht mit vergänglichen Dingen, mit Silber oder Gold, losgekauft worden seid von eurem eitlen, von den Vätern überlieferten Wandel, sondern mit dem kostbaren Blute Christi, als eines unschuldigen und unbefleckten Lammes, der zwar zuvor ersehen war vor Grundlegung der Welt, aber geoffenbart wurde am Ende der Zeiten um euretwillen, die ihr durch ihn gläubig seid an Gott, der ihn von den Toten auferweckt und ihm Herrlichkeit gegeben hat, so dass euer Glaube auch Hoffnung ist auf Gott.

Gott wusste es also bereits vor Grundlegung der Welt.

Wenn wir nun in unserem text weiterschauen heißt es dann

Röm 8,29 ...die hat er auch vorher bestimmt...

Also Gott hatte seine Kinder „ersehen" und sie auch vorher bestimmt. Gott hat also eine Bestimmung für seine Kinder. Diese Bestimmung ist letztlich das Ziel und der Plan Gottes für seine Kinder. Unter diesem Gesichtspunkt gilt es zu verstehen, dass uns alles zum Besten dient! Nämlich dahingehend, dass Gott mit und an uns arbeitet, um an uns, die von IHM vor Grundlegung der Welt gefasste Bestimmung zu erfüllen.

Welche Bestimmung ist die nun?

Röm 8,29 ...dem Ebenbild seines Sohnes gleichgestaltet zu werden...

Was heißt das nun?

Jesus gilt uns als vollkommenes Vorbild. Gott selbst bezeugt es zweimal in den Evangelien, dass er an IHM Wohlgefallen hat.

Zum einen bei der Taufe Jesus.

Mt 3,17 Und siehe, eine Stimme kam vom Himmel, die sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe!

Zum anderen bei der Verklärung Jesu.

Mt 17,5 Als er noch redete, siehe, da überschattete sie eine lichte Wolke, und siehe, eine Stimme aus der Wolke sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an welchem ich Wohlgefallen habe; auf den sollt ihr hören!

Ihm, bzw. seinem Ebenbilde gleichgestaltet zu werden, werden wir solange wir in dieser Welt leben niemals ganz erreichen. Dennoch werden wir Stück für Stück wachsen, lernen und verändert werden. Ich möchte hier einen Vergleich aufgreifen, den Pastor Wolfgang Wegert einmal gebrauchte und der die Sache doch recht gut beschreibt.

Wenn Kinder in die erste Klassen kommen lernen sie schreiben. Ich denke jeder von uns kann sich noch an sogenannte „Schönschreibübungen" erinnern. Es waren perfekte, gedruckte Vorlagen. Sie dienten uns als Vorbild, wie es auszusehen hat. Selbst wenn wir noch so sehr geübt hätten und uns wirklich Mühe gegeben hätten, wäre unsere Schrift nie so gleichmäßig und schön geworden wie die Vorlage. Wenn es dann mal überhaupt nicht hinhauen wollte, führte seine Mutter seine Hand um mit ihm zu üben und mit der Zeit wurde seine Schrift immer besser. Obwohl sie nie die Vollkommenheit der Vorlage erreichte, konnte seine Mutter eines Tages doch sagen, das hast du schön geschrieben.

So verhält es sich auch mit Gott. Jesus ist die Vorlage, wie wir sein sollen. Wir werden es nie ganz erreichen, aber Gott möchte mit uns üben und je mehr Übung wir haben, desto ähnlicher werden wir ihm werden. Gott selbst gibt uns diese Fortschritte in der Heiligung. Er befreit uns hier von einer Gebundenheit, schenkt uns woanders Gnade, dass wir uns im richtigen Moment richtig verhalten usw. Ja hin und wieder kann Gott dann auch zu uns sagen „das hast du aber schön geschrieben" und er schenkt uns Freude darüber, das wir richtig gehandelt haben. All zu oft aber gleicht unsere „Schrift" eher einem Gekrakel als der Vorlage. Gott jedoch möchte das wir unter seiner Führung nicht aufgeben, sondern weiterüben. Er hilft uns dabei. Schritt für Schritt, und wenn wir einen „Buchstaben" beherrschen übt er mit uns den Nächsten. Manchmal aber kann es passieren, dass man einen bereits gelernten „Buchstaben" wieder anfängt unsauber zu schreiben.

Kennt doch jeder von uns, oder?

Aber Geschwister, der Herr hat Geduld. Wenn dies passiert, wird er mit uns wieder üben. Wir müssen nur wollen und uns seiner Führung überlassen, oder besser gesagt hingeben.

Lasst uns nie vergessen, dass sogar das Wollen von ihm allein kommt.

Phil 2,13 denn Gott ist es, der in euch sowohl das Wollen als auch das Vollbringen wirkt, nach Seinem Wohlgefallen.

Der Grund für diese Handeln Gottes liegt in der Liebe zu Jesus, mit dem wir einsgemacht sind vor Gott. Dies zeigt uns der letzte Abschnitt aus Röm 8,29.

Röm 8,29 ...damit er der erstgeborene sei unter vielen Brüdern.

Dass wir das Ziel unserer Bestimmung erreichen, liegt nicht an uns, sondern am ewigen Ratschluss Gottes. Dies geht eindeutig aus den nächsten Versen des Römerbriefs hervor, welche wir uns nächste Woche anschauen wollen.

In diesem Sinne euch allen Gottes reichen Segen,

euer Wolfgang