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Was hindert uns zu glauben?

Heute wollen wir uns einmal ein paar Gedanken darüber machen was uns am Glauben hindert. Beginnen möchte ich mit Mt 14,22-34.

Mt 14,22-34 Und alsbald nötigte er seine Jünger, in das Schiff zu steigen und vor ihm ans jenseitige Ufer zu fahren, bis er die Volksmenge entlassen hätte. Und nachdem er die Menge entlassen, stieg er auf den Berg, um abseits zu beten; und als es Abend geworden, war er allein daselbst. Das Schiff aber war schon mitten auf dem Meer und litt Not von den Wellen; denn der Wind war entgegen. Aber um die vierte Nachtwache kam Jesus zu ihnen und wandelte auf dem Meer. Als ihn aber die Jünger auf dem Meere wandeln sahen, erschraken sie und sprachen: Es ist ein Gespenst, und schrieen vor Furcht. Jesus aber redete alsbald mit ihnen und sprach: Seid getrost! Ich bin's; fürchtet euch nicht! Petrus aber antwortete ihm und sprach: Herr, bist du es, so heiße mich zu dir auf das Wasser kommen! Da sprach er: Komm! Und Petrus stieg aus dem Schiff und wandelte auf dem Wasser und kam auf Jesus zu. Als er aber den starken Wind sah, fürchtete er sich, und da er zu sinken anfing, schrie er und sprach: Herr, rette mich! Jesus aber streckte alsbald die Hand aus, ergriff ihn und sprach zu ihm: Du Kleingläubiger, warum zweifeltest du? Und als sie in das Schiff stiegen, legte sich der Wind. Da kamen, die in dem Schiffe waren, fielen vor ihm nieder und sprachen: Wahrhaftig, du bist Gottes Sohn! Und sie fuhren hinüber und kamen in das Land Genezareth.

Liebe Geschwister, ich weiß nicht wie oft ich diese Stelle der Schrift schon gelesen habe und ich stellte mir oft die Frage, ob ich den Mut und das Vertrauen gehabt hätte, diesen Schritt über die Bordkante zu wagen. Petrus tat es. Wir lesen, das er auf dem Wasser wandelte und auf Jesus zu ging. Weiter lesen wir, „Aber als er den starken Wind sah, fürchtete er sich, und da er zu sinken anfing...“

Um es also zusammenzufassen. Petrus sah den Herrn übers Wasser laufen, er sah ihn etwas tun, was eigentlich unmöglich ist. Auf sein Bitten hin versetzt der Herr in auch in die Lage es ihm gleich zu tun. Im Blick auf den Herrn, beginnt Petrus diese Wagnis und tut etwas, was gegen jede Logik ist. Als er aber seinen Blick vom Herrn abwendet, ist es vorbei. Er bekommt es mit der Angst zu tun als er den starken Wind sah.

Geht es uns nicht auch oft so? Wir erkennen das der Herr etwas vor hat, aber schon bald nach dem ersten Schritt verlieren wir den Blick auf ihn und sehen nur noch die widrigen Umstände und meinen, das sich anscheinend alles gegen uns verschworen hat. Wir bekommen es mit der Angst zu tun wenn wir vor unmöglichen Aufgaben stehen. Aber konnte Petrus von sich aus auf dem Wasser gehen? Nein! Er wäre ohne dem Herrn schon beim klettern über die Bordwand versunken. Jesus sagt auch zu uns ganz klar, das wir ohne ihn  nichts tun können.

Joh 15,5 ...getrennt von mir könnt ihr nichts tun.

Nur zwei Verse weiter haben wir eine wunderbare Zusage des Herrn.

Joh 15,7 Wenn ihr in mir bleibet und meine Worte in euch bleiben, möget ihr bitten, was ihr wollt, so wird es euch widerfahren.

Sehen wir hier nicht deutlich eine Parallele zu der Begebenheit mit Petrus?

...möget ihr bitten, was ihr wollt, so wird es euch widerfahren!

Petrus bat den Herrn, dass wenn er es sei, er ihn auf dem Wasser zu sich kommen lassen sollte und wir wissen auch, dass es ihm widerfahren war solange er den Blick auf den Herrn gerichtet hatte. Petrus wagte den Schritt im Vertrauen und dem Glauben daran, das dem Herrn nichts unmöglich ist. Es war ein klarer Beweis seines Glaubens. Trotzdem versagte er. Er wurde von der Furcht überwunden. Aber selbst in dieser Situation dürfen wir sehen, das der Herr ihm zur Seite steht. Als Petrus sein Versagen erkannte, blieb ihm nichts anderes übrig, als zu rufen: Herr rette mich! Und Jesus sagte nun nicht: „Was will ich mit dir, du Versager? Sauf doch einfach ab und fertig! So was wie dich kann ich nun wirklich nicht brauchen!“

Nein, so ist unser Herr nicht unterwegs.

Jesus packte ihn beim Arm und zog ihn  hoch und sie beide stiegen ins sichere Schiff. Einen Tadel bekam er trotzdem. Nicht nur weil er ja Jesus übers Wasser laufen sah, sondern auch weil die Speisung der 5000 noch keine 24 Stunden her war. Es waren also innerhalb weniger Stunden zwei für Menschen absolut unmögliche Begebenheiten. Und immerhin waren sie bei der Speisung nicht nur Zuschauer gewesen, sondern wurden unmittelbar mit in das Geschehen einbezogen.

Mt 14,16 Jesus aber sprach zu ihnen: Sie haben nicht nötig hinzugehen; gebt ihr ihnen zu essen!

Er erteilte ihnen einen Auftrag, der aus menschlicher Sicht unmöglich war. Aber seine Jünger durften daran teilhaben. Jesus ermöglichte es ihnen unmögliches zu tun. Nun zurück zu unserem Text. Jesus ergreift also Petrus und stellt ihm folgende Frage:

Mt 14,31 Du Kleingläubiger, warum zweifeltest du?

Hatte er es schon wieder vergessen, was er bei der Speisung erlebt hatte?

Wie schnell vergessen auch wir, was wir schon erlebt haben?

Wie viel schneller aber noch die Verheißungen in der Schrift die der Herr uns gegeben hat?

Was wenn wir in einem Werk für den Herrn versagen und er UNS die Frage stellt: „Du Kleingläubiger, warum zweifeltest du?“

Wir würden wahrscheinlich eine Unzahl von Argumenten hervorbringen! Aber liebe Geschwister, wir sehen nichts davon, das Petrus auch nur irgend wie eine Ausrede suchte. Er konnte nichts darauf Antworten. Er musste beschämt erkennen, wie klein sein Glaube war.
Wenn der Herr dich heute in ein Werk stellt möchte ich dir Mut machen von ganzem Herze dem Herrn zu vertrauen. Auch mit Dingen zu rechnen, die für uns aus menschlicher Sicht unmöglich erscheinen. Aber wir dürfen auch nie vergessen: „Ohne IHN können wir NICHTS tun!“

Zwei der für mich faszinierendsten Stellen der Schrift möchte ich euch noch mit in die Woche geben. Zum einen die Antwort des Herrn an Martha als er Lazarus auferweckte:

Joh 11,40 Jesus spricht zu ihr: Habe ich dir nicht gesagt, wenn du glaubst, werdest du die Herrlichkeit Gottes sehen?

Und zum anderen:

Spr 3,5-6 Vertraue auf den HERRN von ganzem Herzen und verlass dich nicht auf deinen Verstand; erkenne ihn auf ALLEN deinen Wegen, so wird er deine Pfade ebnen.

Jesus sagt:

Mt 17,20 ...Wenn ihr Glauben hättet wie ein Senfkorn, so würdet ihr zu diesem Berge sprechen: Hebe dich von hier weg dorthin! Und er würde sich hinwegheben, und nichts würde euch unmöglich sein.

Joh 14,12 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wer an mich glaubt, der wird die Werke auch tun, die ich tue, und wird größere als diese tun, weil ich zu meinem Vater gehe;

Lassen wir uns doch von Gott gebrauchen. Lassen wir uns doch in den Werken einsetzen die Gott selbst vorbereitet hat. Gott möchte dies, denn dazu sind wir von ihm berufen. Das einzige was dazu notwendig ist, ist unsere Bereitschaft es zu zulassen. Alles zu seiner Ehre.

In diesem Sinne wollen wir nun zum offenen Teil übergehen. Als Thema läge mir am Herzen, das wir uns jetzt einmal speziell Gedanken dazu machen nach dem „Warum“. Was hindert uns zu Glauben?

Ich wünsche euch allen Gottes reichen Segen und das ihr und ich im Glauben wachsen dürfen. In der Liebe des Herrn mit euch verbunden

euer Wolfgang