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Spr 3,5-6 Vertraue auf den HERRN von ganzem Herzen und verlass dich nicht auf deinen Verstand; erkenne ihn auf allen deinen Wegen, so wird er deine Pfade ebnen.

Wir hatten ja letzte Woche anhand von Martha und Maria gesehen, dass Gott oft Wege mit uns geht, die wir oftmals nicht verstehen können. Manchmal dürfen wir rückblickend erkennen warum alles so kommen musste wie es gekommen war, manchmal aber auch nicht.

Hier gilt das, was wir in Sprüche 3,5-6 lesen umzusetzen.

Spr 3,5-6 Vertraue auf den HERRN von ganzem Herzen und verlass dich nicht auf deinen Verstand; erkenne ihn auf allen deinen Wegen, so wird er deine Pfade ebnen.

Dem Herrn zu vertrauen heißt nicht, dass ich ihn oder sein Handeln verstehen muss. Wir sahen ja bereits letzte Woche, dass wir Menschen oft dazu geneigt sind menschlich zu denken, was ja in unsere Natur liegt.

Dennoch sagt Gott:

Jes 55,8-9 ...Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege; sondern so hoch der Himmel über der Erde ist, so viel höher sind meine Wege als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.

Gott, dem letztlich alles gleichermaßen bekannt ist, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft hat eindeutig den besseren Überblick als wir es haben. Er führt und lenkt die Geschicke seiner Schöpfung und verfolgt dabei seinen Plan, den er bereits gefasst hat und den er auch zur Ausführung bringen wird. Diesen Plan Gottes kennt kein Mensch bis ins Detail, ganz im Gegenteil, oftmals stehen wir da und verstehen nicht wieso Gott etwas tut oder auch nicht tut.

Hier heißt es Gott zu vertrauen!

Wenn wir in Sprüche 3,6 lesen:

Spr 3,6 erkenne ihn auf allen deinen Wegen...

so bezieht sich hier das Erkennen nicht ausschließlich darauf ihn zu verstehen sondern es heißt auch zu vertrauen und ihn AN zu ERKENNEN. Wir können ihn nicht immer erkennen, aber wenn wir ihm unsere Wege anbefehlen und ihm vertrauen das er uns auf den Wegen führt die ER für uns bestimmt und vorgesehen hat, so anerkennen wir die Wege des Herrn und sagen JA zu dem was er mit uns vorhat. Wir finden sehr eindrückliche Beispiel in der Bibel zu dieser Thematik, sowohl im positiven, als auch im negativen Sinn.

Je eines möchte ich heute kurz mit euch anschauen.

Zunächst einmal ein positives Beispiel das uns als „Vorbild“ dienen sollte.

Es geht um Joseph und seine Brüder.

Ausführlich nachlesen könnt ihr die Begebenheiten im 1. Buch Mose die Kapitel 37 sowie die Kapitel 39-47 und darüber hinaus.

Joseph war das Lieblingskind seines Vaters Jakob. Seine Brüder aber, die neidisch auf ihn waren, beschlossen eines Tages Joseph zu töten. Es begab sich aber, dass sie ihn nach dem sie ihn in eine Zisterne geworfen hatten um ihn dort sterben zu lassen, wieder herauszogen und ihn an eine Karawane verkauften. So kam Joseph als Sklave nach Ägypten.

Zunächst diente er Potiphar, der ein Kämmerer des Pharaos war. Dort wurden ihm Stück für Stück immer mehr Aufgaben anvertraut, weil Gott ihm alles gelingen lies was er anpackte. So kam es, dass er zuletzt über das ganze Haus Photiphars gesetzt war.

Als dann die Frau Photiphars sich in Joseph verschaut hatte und Sex von ihm wollte, weigerte sich Joseph und flüchtete vor ihr. Sie hingegen erzählte Lügen und behauptete, dass er sie Vergewaltigen wollte. So kam es, dass Joseph ins Gefängnis geworfen wurde.

Aber auch dort segnete ihn der Herr und ihm wurde viel Verantwortung übertragen. Eines Tages wurden der Mundschenk und der Bäcker des Pharaos ins Gefängnis geworfen und Joseph sollte sich um die beiden kümmern. Es begab sich, dass der Mundschank und der Bäcker beide einen Traum hatten, mit dem sie aber nichts anfangen konnten bis Joseph sie ihnen gedeutet hatte. Der Mundschenk wurde wieder in den Dienst gestellt, wo gegen der Bäcker hingerichtet wurde.

Obwohl der Mundschenk Joseph versprochen hatte, für ihn beim Pharao ein gutes Wort einzulegen, vergaß er es und Joseph musste weiter zwei Jahre im Gefängnis ausharren. Eines Tages hatte der Pharao dann zwei Träume, die niemand deuten konnte. So begab es sich, dass der Mundschenk sich an seinen Traum und an die korrekte Deutung durch Joseph erinnerte und erzählte dem Pharao von Joseph.

Joseph legte die Träum des Pharaos aus und sagte sieben fette Jahre gefolgt von sieben Jahren Dürre voraus. Durch seine Weißheit wurde er vom Pharao in den zweithöchsten Rang erhoben um für die vorhergesagte Dürre Vorsorge zu treffen.

Als die dürren Jahre kamen und das Korn im überall knapp wurde, zogen auch die Brüder von Joseph nach Ägypten um Korn zu kaufen.

Er erkannte sie, aber sie ihn nicht. Das Ganze endete nach ein Paar „Erziehungsmaßnahmen“, dass Jospeh sich seine Brüdern zu erkennen gab. Anstatt nun richtig wütend auf sie zu sein gab er ihnen zu verstehen, warum alles so kommen musste wie es gekommen war.

Es war nämlich Gott selbst, der von Ewigkeit her wusste was alles geschehen wird, der Joseph auf  diesen doch manches mal eigenartigen Wegen führte. Ich denke Joseph war nicht nur einmal der Verzweiflung nahe und Verstand nicht was Gott vorhatte, dennoch war Gott die ganze Zeit über bei ihm.

Erst nach vielem auf und ab erkannte er rückblickend den Sinn des ganzen so dass er sagen konnte:

1Mo 45,4-8 Da sprach Joseph zu seinen Brüdern: Tretet doch her zu mir! Als sie nun näher kamen, sprach er zu ihnen: Ich bin Joseph, euer Bruder, den ihr nach Ägypten verkauft habt! Und nun bekümmert euch nicht und ärgert euch nicht darüber, dass ihr mich hierher verkauft habt; denn zur Lebensrettung hat mich Gott vor euch her gesandt! Denn dies ist das zweite Jahr, dass die Hungersnot im Lande herrscht, und es werden noch fünf Jahre ohne Pflügen und Ernten sein. Aber Gott hat mich vor euch hergesandt, damit ihr auf Erden überbleibt, und um euch am Leben zu erhalten zu einer großen Errettung. Und nun, nicht ihr habt mich hierher gesandt, sondern Gott: er hat mich dem Pharao zum Vater gesetzt und zum Herrn über sein ganzes Haus und zum Herrscher über ganz Ägyptenland.

Aus dieser Begebenheit sollte wir lernen Gott zu vertrauen, wie unerklärlich und komisch unsere Umstände auch aussehen mögen, wir dürfen uns sicher sein, dass wenn wir Gott unsere Wege anbefehlen und ihn um Führung bitten, dass er bei uns ist und das richtige tut.

Ein negativ Beispiel wie es laufen kann und das uns eben NICHT zu „Vorbild“ dienen soll sondern als „Warnung“ finden wir in Jeremia Kapitel 42 ab Vers 1 bis  Kapitel 43 Vers 7. Wer möchte kann gern noch weiter lesen.

Es war folgendes.

Die Juden hatten Angst vor dem König von Babel und auch vor Hungersnot und da sie selbst nicht wussten was das richtige ist, gingen sie zu Jeremia und baten ihn Gott zu befragen, welchen weg sie gehen sollten und was sie zu tun hätten.

Sie versprachen gewisslich alles zu erfüllen und zu tun, womit Gott Jeremia zu ihnen senden würde. Jeremia bekam Antwort von Gott und teilte es dem Volk mit, nämlich das die nicht nach Ägypten ziehen sondern in ihrem Land bleiben sollten. Gott gab ihnen die Zusage, dass er bei ihnen sein wird und sie beschützen wird und ihnen nichts geschehen sollte.

Die Juden aber, vertrauten nicht dem Herrn sondern ihrem Verstand und behaupteten Jeremia sein ein Lügner. Obwohl sie gewarnt wurden, beschlossen sie Gott ungehorsam zu sein und zogen nach Ägypten, was zu ihrem eigenen Schaden wurde.

Sie handelten nach ihrem Verstand und vertrauten nicht auf Gott.

Wenn wir nun nach Gottes Willen für uns fragen und ihn bitten uns auf dem Weg zu führen den er für uns vorgesehen hat, kann es durchaus vorkommen das uns diese Wege aus unserer Sicht komisch vorkommen. Es mag auch sein das Situationen in die uns der Herr führt uns Angst machen und das WIR meinen das kann unmöglich so von Gott gewollt sein. Doch wir sollten dabei immer zwei Dinge im Auge behalten wenn es mal nicht so läuft wie WIR uns es vorstellen.

Jes 55,8-9 Denn also spricht der HERR: Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege; sondern so hoch der Himmel über der Erde ist, so viel höher sind meine Wege als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.

Spr 3,5-6 Vertraue auf den HERRN von ganzem Herzen und verlass dich nicht auf deinen Verstand; erkenne ihn auf allen deinen Wegen, so wird er deine Pfade ebnen.

Himmlischer Vater, ich möchte dir für dein Wort danken, das du uns als Wegweißung gegeben hast. Bitte schenke uns die Gnade auf allen Wegen dich zu erkennen und auch anzuerkennen, dass du es bist der uns führt. Schenke uns das Vertrauen zu dir, wenn unser Verstand etwas anderes sagten möchte. Lass uns allezeit in dir geborgen sein und den Weg gehen, den du für uns bereitet hast. Dir allein sei Lob, Preis, Dank und Ehre in Jesus Namen, amen.

Gotte segne euch,

euer Wolfgang