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Versagt!? Und nun?

Wer von uns kennt nicht das Gefühl des Versagens?

Ich denke ein jeder von uns!

Und auch die Jünger Jesu waren nicht gefeit davor zu versagen.

Wie man sich danach fühlt? Ich denke es bedarf hier keiner Worte!

Aber schauen wir mal in die Bibel!

Mt 26,31-35 Da spricht Jesus zu ihnen: Ihr werdet euch in dieser Nacht alle an mir ärgern; denn es steht geschrieben: «Ich werde den Hirten schlagen, und die Schafe der Herde werden sich zerstreuen.» Wenn ich aber auferstanden sein werde, will ich euch nach Galiläa vorangehen. Da antwortete Petrus und sprach zu ihm: Wenn sich auch alle an dir ärgern, so werde doch ich mich niemals ärgern! Jesus spricht zu ihm: Wahrlich, ich sage dir, in dieser Nacht, ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen! Petrus spricht zu ihm: Und wenn ich auch mit dir sterben müsste, werde ich dich nicht verleugnen! Gleicherweise sprachen auch alle Jünger.

Mt 26,58 Petrus aber folgte ihnen von ferne, bis zum Hof des Hohenpriesters. Und er ging hinein und setzte sich zu den Dienern, um den Ausgang der Sache zu sehen.

Mt 26,69-75 Petrus aber saß draußen im Hof. Und eine Magd trat zu ihm und sprach: Auch du warst mit Jesus, dem Galiläer! Er aber leugnete vor allen und sprach: Ich weiß nicht, was du sagst! Als er dann in den Vorhof hinausging, sah ihn eine andere und sprach zu denen, die dort waren: Dieser war mit Jesus, dem Nazarener! Und er leugnete abermals mit einem Schwur: Ich kenne den Menschen nicht! Bald darauf aber traten die Umstehenden herzu und sagten zu Petrus: Wahrhaftig, du bist auch einer von ihnen; denn auch deine Sprache verrät dich. Da fing er an zu fluchen und zu schwören: Ich kenne den Menschen nicht! Und alsbald krähte der Hahn. Und Petrus ward eingedenk des Wortes Jesu, der zu ihm gesagt hatte: Ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. Und er ging hinaus und weinte bitterlich.

Petrus hatte versagt, wie auch wir alle immer wieder ein mal versagen werden. Er war sich so sicher, als er beteuerte Jesus nicht zu verleugnen und sich nicht an ihm zu ärgern.

Als der Hahn krähte, wurden ihm die Augen geöffnet und er erkannte sein wahres ich.

Er sah sich auf einmal nicht mehr als den kühnen Superhelden, sondern als einen Feigling.

Liebe Geschwister, ich denke jeder von uns, ohne Ausnahme, kennt diese Gefühl.

Man war sich so sicher, mir passiert so etwas nie, und gerade dann passiert es.

Man fühlt sich elend.

Man fühlt sich als Versager.

Man könnte sich selbst im Spiegel anspucken wenn man hineinschaut.

Und letztlich stellt sich der Gedanke ein: Was will Gott überhaupt mit mir noch anfangen?

Ich tauge zu nichts!

Ich habe versagt!

Ich bin nicht brauchbar für Gott!

Es macht sich eine Traurigkeit in uns breit, weil wir meinen Gott enttäuscht zu haben.

Liebe Geschwister, die Frage die sich mir stellt ist:

Können wir Gott wirklich enttäuschen?

Ich denke nicht!

Ist es nicht viel mehr so, dass Gott schon alles im voraus weiß?

War es nicht auch bei Petrus so, dass Jesus es bereits im voraus wusste?

Geschwister, Gott können wir nicht enttäuschen, auch nicht durch unser Versagen.

Wohl aber sind wir von uns selbst enttäuscht!

Wir hielten uns für mehr als wir in Wahrheit sind!

Gott weiß alles, Gott kennt alle unsere Gedanken, all unser Tun.

Wir können ihn nicht überraschen und ihn auch nicht enttäuschen.

Aber wir dürfen Frieden finden in ihm.

Weil er eben alles weiß.

1Jo 3,19-20 Daran erkennen wir, dass wir aus der Wahrheit sind, und damit werden wir unsre Herzen vor Ihm stillen, dass, wenn unser Herz uns verdammt, Gott größer ist als unser Herz und alles weiß.

Geschwister Gott liebt uns, trotz unseres Versagens!

Und er möchte uns helfen damit fertig zu werden.

Wenn wir Fehler gemacht haben und versagt haben, werden wir sehr traurig und betrübt sein, wie Petrus der bitterlich weinte.

Den noch Geschwister wir dürfen wieder aufstehen. Wir dürfen wieder neu Anfangen mit dem Herrn und den Weg weitergehen an seiner Seite.

Er hat es versprochen, dass er uns nicht verlassen wird.

Er hatte uns als seine Kinder bereits auserwählt noch bevor er die Erde gemacht hat.

Eph 1,3-5 Gepriesen sei der Gott und Vater unsres Herrn Jesus Christus, der uns mit jedem geistlichen Segen gesegnet hat in den himmlischen Regionen durch Christus; wie er uns in ihm auserwählt hat vor Grundlegung der Welt, damit wir heilig und tadellos wären vor ihm; und aus Liebe hat er uns vorherbestimmt zur Kindschaft gegen ihn selbst, durch Jesus Christus, nach dem Wohlgefallen seines Willens,

Röm 8,28-39 Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alles zum Besten mitwirkt, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind. Denn welche er zuvor ersehen hat, die hat er auch vorherbestimmt, dem Ebenbilde seines Sohnes gleichgestaltet zu werden, damit er der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern. Welche er aber vorherbestimmt hat, die hat er auch berufen, welche er aber berufen hat, die hat er auch gerechtfertigt, welche er aber gerechtfertigt hat, die hat er auch verherrlicht. Was wollen wir nun hierzu sagen? Ist Gott für uns, wer mag wider uns sein? Welcher sogar seines eigenen Sohnes nicht verschont, sondern ihn für uns alle dahingegeben hat, wie sollte er uns mit ihm nicht auch alles schenken? Wer will gegen die Auserwählten Gottes Anklage erheben? Gott, der sie rechtfertigt? Wer will verdammen? Christus, der gestorben ist, ja vielmehr, der auch auferweckt ist, der auch zur Rechten Gottes ist, der uns auch vertritt? Wer will uns scheiden von der Liebe Christi? Trübsal oder Angst oder Verfolgung oder Hunger oder Blöße oder Gefahr oder Schwert? Wie geschrieben steht: «Um deinetwillen werden wir getötet den ganzen Tag, wir sind geachtet wie Schlachtschafe!» Aber in dem allen überwinden wir weit durch den, der uns geliebt hat! Denn ich bin überzeugt, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Fürstentümer noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes, noch irgend ein anderes Geschöpf uns zu scheiden vermag von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unsrem Herrn!

Liebe Geschwister, jedem von euch der in irgend einer Weiße versagt hat und nun über sich selbst traurig ist, möchte ich zum Abschluss mit zwei Versen Mut zu sprechen.

2Kor 7,10 Denn das Gott gemäße Trauern bewirkt eine Buße zum Heil, die man nie zu bereuen hat...

Mt 5,4 Selig sind die Trauernden; denn sie sollen getröstet werden!

Gott liebt uns! Haltet euch dies vor Augen! Auf die Trauer über unser Versagen folgt sein Trost!

Möge der Herr uns dies schenken.

In diesem Sinne wollen wir nun zum offenen Teil übergehen. Es wäre sehr schön wenn der eine oder andere den Mut finden würde, über Situationen aus seinem Leben zu berichten, wo er versagt hat, über sich selbst Traurigkeit empfing, die ihn letztlich zu einem Neustart geführt hatte und wie der Herr ihm dabei begegnet ist.

In diesem Sinne euch allen Gottes reichen Segen

euer Wolfgang