Zurück zur Startseite

 

Impressum

Ursache und Wirkung

Eine der wichtigsten Grundlagen in der Forschung ist, das jeder Wirkung ein Ursache vorausgeht. Keine Wirkung OHNE Ursache. Man beobachtet einen Vorgang und macht sich anhand des Beobachteten seine Gedanken warum etwas so ist wie es ist bzw. warum etwas passiert. Man begibt sich auf die Suche nach der Ursache. Nehmen wir zum Beispiel einen Apfelbaum. Ein Apfelbaum trägt Äpfel. Dies ist glaube ich kein großes Geheimnis. Warum trägt er Äpfel? Na weil er eben ein Apfelbaum ist.

Wenn wir uns dies unter dem Aspekt unseres Themas anschauen, können wir uns nun die Frage stellen was ist Ursache und was ist Wirkung?

Trägt er Äpfel, weil er ein Apfelbaum ist?

Ist er ein Apfelbaum weil er Äpfel trägt?

Hier ist die Frage noch einfach zu beantworten. Weil er ein Apfelbaum ist, trägt er Äpfel. An den Äpfeln wiederum können wir erkennen, dass es sich um einen Apfelbaum handelt. Die Ursache ist also das es ein Apfelbaum ist, die erkennbare Wirkung dieser Ursache ist das er Äpfel trägt.

Es liegt in seiner Natur.

Nun ist es ja so, das wir hier in einem Online Hauskreis sind und nicht in einem Fachseminar für Obstbauern und deswegen möchte ich nun mit euch einmal diese Dinge im Bereiche des Geistigen bzw. des Glaubens anschauen.

Dazu lesen wir einmal Jak 2,14-20

Jak 2,14-20 Was hilft es, meine Brüder, wenn jemand sagt, er habe Glauben, dabei aber keine Werke hat? Kann ihn denn der Glaube retten? Wenn es einem Bruder oder einer Schwester an Kleidung und täglicher Nahrung gebricht und jemand von euch zu ihnen sagen würde: Gehet hin in Frieden, wärmet und sättiget euch, ihr gäbet ihnen aber nicht, was zur Befriedigung ihrer leiblichen Bedürfnisse erforderlich ist, was hülfe ihnen das? So ist es auch mit dem Glauben: Wenn er keine Werke hat, so ist er an und für sich tot. Da wird aber jemand sagen: Du hast Glauben, ich habe Werke. - Zeige mir deinen Glauben ohne die Werke; ich aber will dir aus meinen Werken den Glauben zeigen! Du glaubst, dass ein einziger Gott ist? Du tust wohl daran! Auch die Dämonen glauben es - und zittern. Willst du aber erkennen, du eitler Mensch, dass der Glaube ohne Werke fruchtlos ist?

Der Glaube ohne Werke ist fruchtlos!

Glaube und Werke gehören zusammen wie Apfel und Apfelbaum. Die Werke liegen in der Natur des Gläubigen. Wenn wir uns nun die Frage nach Ursache und Wirkung stellen, stoßen wir auf zwei mögliche Aussagen.

Entweder ich tue Werke weil ich gläubig bin, oder weil ich Werke tue bin ich gläubig.

Wenn wir nun die Bibel anschauen geht klar hervor, dass der Glaube die Ursache ist und die Werke die (erkennbare) Wirkung des Glaubens sind.

Werke welcher Art auch immer, können jemanden nicht retten, genauso wenig ein Glaube der ohne Werke bzw. ohne Frucht bleibt. Retten tut lebendiger Glaube der dann als Ursache eben auch Frucht als Wirkung hervorbringt.

Weiter lesen wir in Jakobus 2,21-26

Jak 2,21-26 Wurde nicht Abraham, unser Vater, durch Werke gerechtfertigt, als er seinen Sohn Isaak auf dem Altar darbrachte? Da siehst du doch, dass der Glaube zusammen mit seinen Werken wirksam war und dass der Glaube durch die Werke vollkommen wurde; und so erfüllte sich die Schrift, die da spricht: «Abraham hat Gott geglaubt, und das wurde ihm zur Gerechtigkeit gerechnet», und er ist «Freund Gottes» genannt worden. Da seht ihr, dass der Mensch durch Werke gerechtfertigt wird und nicht durch den Glauben allein. Ist nicht ebenso auch die Dirne Rahab durch Werke gerechtfertigt worden, da sie die Boten aufnahm und auf einem anderen Weg entließ? Denn gleichwie der Leib ohne Geist tot ist, also ist auch der Glaube ohne Werke tot.

Waren es nun die Werke die diese Menschen gerecht gemacht haben?

Nein es war der Glaube.

Der Glaube an Gott war die Ursache. Die Werke waren Folgen ihres Glaubens, sie waren Wirkung oder eben Früchte des Glaubens. Die Rechtfertigung liegt also nicht in den Werken und nicht in einem toten Glauben, sondern in einem lebendigen Glauben der seiner Natur gemäß Werke als Frucht hervorbringt.

Es reicht nicht aus, wenn Menschen gute Werke tun.

Pred 7,20 Weil kein Mensch auf Erden so gerecht ist, dass er Gutes tut, ohne zu sündigen...

Es reicht auch nicht aus einfach irgendwie an Jesus zu glauben!

Es reicht nicht aus zu glauben Jesus hat gelebt...

auch nicht dass Jesus ein guter Mensch war... usw.

An Jesus zu glauben heißt, zu glauben dass Jesus Gottes Sohn ist der vom Vater in die Welt kam, sündlos lebte und für uns stellvertretend am Kreuz gestorben und danach auch wieder von den toten Auferstanden und Zum Vater zurück gegangen ist.

Es gehört auch dazu die Herrschaft Jesu an zuerkennen.

Wir lesen in Apg 16,31

Apg 16,31 Sie aber sprachen: Glaube an den HERRN Jesus, so wirst du gerettet werden...

Ein Glaube, der die Herrschaft Jesu über uns ablehnt ist schon mehr als fragwürdig! Dennoch gibt es viele Menschen, die sich Christen nennen und diese Herrschaft nicht wollen. Solche Menschen müssten eigentlich, wenn sie das Vater unser aufrichtig beten wollten sagen:

Dein Wille geschehe, wie im Himmel also auch auf Erden, solange es mich nicht betrifft!

Oder etwa so:

Dein Wille geschehe im Himmel, aber hier unten meiner.

Das Unterordnen unter die Herrschaft Gottes, unter seinen Willen ist Bestandteil des lebendigen Glaubens. Es liegt in der Natur eines Gläubigen.

Um noch einmal kurz auf unser anfängliches Beispiel einzugehen.

Wenn ich vor einem Baum stehe der Birnen trägt, bringt es wahrscheinlich sehr wenig ihm einreden zu wollen er sei ein Apfelbaum und müsste Äpfel tragen  statt Birnen. Vielmehr werde ich an den Früchten erkennen das es ein Birnbaum ist.

Genauso wenig hilft es jemanden ihn bei seinen Werken zu sagen er müsse dies oder jenes tun. Hilfreich ist es nur, wenn ich merke es stimmt etwas nicht, dass ich ihm helfe, seine Natur zu prüfen, bzw. meine eigene Natur zu prüfen.

Wie sieht mein Glaube aus? Wie steht es mit der Beziehung zwischen Gott und mir? Kann er in mir wirken? Lehne ich mich gegen Gott auf, weil ich nicht gewillt bin mich unter zu ordnen?

Bei all diesen Fragen dürfen wir eines nicht übersehen.

Ein Baum ist in den ersten Jahren seines Wachstums fruchtlos, später setzt er zum ersten mal Blüten und Knospen an und bringt seine ersten Früchte. Je mehr er wächst, desto mehr Früchte wird er tragen. Ab er auch dann trägt er nicht das ganze Jahr hindurch Frucht, sondern ist im Herbst voll und im Winter kahl.

So ist es auch im Leben der Kinder Gottes. Am Anfang ist die Frucht noch nicht da, aber sie wird sich entwickeln. Bei dem einen schneller bei dem anderen etwas langsamer. Es wird auch nicht immer gleich viel davon zu sehen sein. In Zeiten unserer Schwachheiten sehen wir manchmal aus wie ein fruchtloser Baum im Winter, und in besonderen Situationen wo Gott uns gebrauchen möchte wie ein reifer Baum im Herbst voll mit Früchten.

Zum Schluss möchte ich euch noch zwei Stellen mit in die Woche geben die mir immer wieder helfen wenn ich mal schwache Zeiten habe, wo ich nicht so eine enge Beziehung zu Gott habe, wo Sorgen, Streitigkeiten oder sonst was belastend auf mir liegen.

Jes 42,3 Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen...

Joh 6,37 ...wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.

Wenn ihr zu Zeit Schwach seid und euch fruchtlos fühlt wie ein Baum im Winter, wenn ihr in Zweifeln steckt über euch und eure Beziehung zum Herrn usw.

Kommt damit zu Jesus und redet mit ihm darüber, er ist es der euch den Frieden im Herzen wieder schenken kann.

Phil 4,6-7 Sorget um nichts; sondern in allem lasset durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden. Und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und Sinne bewahren in Christus Jesus!

Dies wünsche ich euch von ganzem Herzen

euer Wolfgang