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Um Gottes Willen! (Teil 2)

Letzte Woche hatten wir uns darüber Gedanken gemacht warum es für uns wichtig ist, Gottes Willen zu kennen und ihn dann auch zu tun und was der Wille Gottes so alles beinhaltet. Für die, die letzte Woche nicht da sein konnten hier nun noch einmal eine kurze Zusammenfassung des Themas.

Warum ist es wichtig Gottes Willen zu kennen und zu tun? Damit wir nicht auf Irrwege geraten; weil nur Gott unsere Zukunft kennt; weil Gott einen konkreten Plan für unser Leben hat und weil es sich lohnt, den Willen Gottes zu tun.

Worin besteht der Wille Gottes? In Errettung; Trennung von bewusster Sünde; Freude; Gebet; Danksagung; gute Taten und letztlich auch in leiden um Jesus Willen.

Heute nun wollen wir der Frage nachgehen, wie man den Willen Gottes in schwierigen Entscheidungen erkennen kann und wie man beständig in Gottes Willen leben kann.

Wie erkenne ich den Willen Gottes in schwierigen Entscheidungen? Um den Willen Gottes zu erkennen müssen vier Voraussetzungen erfüllt sein.

1. Wir müssen bereit sein Gottes Willen zu tun! Ein Zeichen echter Bereitschaft ist es, das wir damit beginnen, das, was wir bereits in seinem Wort erkannt haben auch um zu setzen.

Ps 40,9 deinen Willen zu tun, mein Gott, begehre ich, und dein Gesetz ist in meinem Herzen.

Was gibt es nun für eine Motivation um dies zu tun?

Ps 37,4-6 und habe deine Lust an dem HERRN, so wird er dir geben, was dein Herz begehrt! Befiehl dem HERRN deinen Weg und vertraue auf ihn, so wird er handeln und wird deine Gerechtigkeit an den Tag bringen wie das Licht und dein Recht wie den Mittag.

Was dein Herz begehrt! In unserem Falle das erkenne seines Willen, seiner Führung. Es gibt selbst für ungläubige Menschen eine sehr große Verheißung die mit der Bereitschaft den Willen Gottes zu tun und dem Erkennen der Göttlichkeit der Lehre zu tun hat.

Joh 7,16-17 Da antwortete ihnen Jesus und sprach: Meine Lehre ist nicht mein, sondern dessen, der mich gesandt hat. Will jemand seinen Willen tun, der wird innewerden, ob diese Lehre von Gott sei, oder ob ich aus mir selbst rede.

Habt ihr schon einmal darüber nachgedacht was Speise ist? Sie ist nicht nur dazu da um unseren Hunger zu stillen, sondern sie ist LEBENSNOTWENDIG! Für einen jeden von uns ist es LEBENSNOTWENDIG Gottes Willen zu tun!

Joh 4,34 Jesus spricht zu ihnen: Meine Speise ist die, dass ich den Willen dessen tue, der mich gesandt hat, und sein Werk vollbringe.

Joh 5,30 Ich kann nichts von mir selbst tun... ...denn ich suche nicht meinen Willen, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat.

Joh 6,38 Denn ich bin vom Himmel herabgekommen, nicht damit ich meinen Willen tue, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat.

Mt 7,21 Nicht jeder, der zu mir sagt: «Herr, Herr», wird in das Himmelreich eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut.

Mt 12,50 Denn wer den Willen tut meines Vaters im Himmel, der ist mir Bruder, Schwester und Mutter!

Ich denke jeder von uns sollte spätestens jetzt erkannt haben wie viel davon abhängt, dass wir bereit sind seinen Willen zu tun!

2. Wir  müssen sein Wort lesen! Gottes Wort ist die allein gültige Richtschnur für unser Leben. Wenn wir regelmäßig darin lesen, werden sich bereits viele Fragen und Entscheidungen klären lassen, denn Gott redet zu uns durch sein Wort.

Ps 119,105 Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht für meinen Pfad.

In welcher inneren Haltung sollten wir nun sein Wort lesen?

Ps 86,11 HERR, zeige mir deinen Weg, dass ich wandle in deiner Wahrheit; richte mein Herz auf das Eine, dass ich deinen Namen fürchte!

Das ist ein aufrichtiges Suchen, zu bitten, den Weg erkennen zu dürfen, auf dass wir in seiner Wahrheit wandeln.

Jes 50,10 Wer unter euch fürchtet den HERRN, ist gehorsam der Stimme seines Knechtes? Wenn er im Finstern wandelt und ihm kein Licht scheint, so vertraue er auf den Namen des HERRN und halte sich an seinen Gott.

Ps 43,3 Sende dein Licht und deine Wahrheit, dass sie mich leiten...

3. Wir müssen beten! Gott möchte, dass wir, wenn wir vor einer Entscheidung stehen, ihn im Gebet um die rechte Leitung bitten und er hat versprochen unsere Gebete zu erhören.

Neh 1,11 Ach, HERR, lass doch deine Ohren aufmerken auf das Gebet deines Knechtes und auf das Gebet deiner Knechte, welche begehren, deinen Namen zu fürchten, und lass es doch deinem Knechte heute gelingen und gib ihm Barmherzigkeit vor diesem Mann! - Ich war nämlich des Königs Mundschenk.

Neh 2,4-5 Da sprach der König zu mir: Was forderst du denn? Da flehte ich zu dem Gott des Himmels und sagte...

Er flehte zu Gott und sprach...! Er betete als es galt einen Entscheidung zu treffen und verlies sich dabei auf Gottes Führung! Wenn wir vor Entscheidungen stehen, und nicht wissen welcher Weg der richtige ist, dürfen wir Gott auch um Weisheit bitten.

Jak 1,5 Wenn aber jemandem unter euch Weisheit mangelt, so erbitte er sie von Gott, der allen gern und ohne Vorwurf gibt, so wird sie ihm gegeben werden.

Gott wird uns Weisheit geben, denn er selbst hat es versprochen!

Nur gilt auch eines zu beachten:

Jak 1,6-7 Er bitte aber im Glauben und zweifle nicht; denn wer zweifelt, gleicht der Meereswoge, die vom Winde hin und her getrieben wird. Ein solcher Mensch denke nicht, dass er etwas von dem Herrn empfangen werde.

Geschwister, glauben das Gott uns Weisheit schenkt ist Bedingung um Weisheit zu empfangen!

4. Wir müssen zu einer Gemeinde gehören! Gott selbst hat besondere Verheißungen auf die Gemeinschaft der Christen gelegt.

Mt 18,19-20 Weiter sage ich euch, wenn zwei von euch übereinkommen werden auf Erden über irgend eine Sache, für die sie bitten wollen, so soll sie ihnen zuteil werden von meinem Vater im Himmel. Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.

Gott möchte zu uns reden durch die Verkündigung in der Gemeinde und durch die Gespräche mit den Geschwistern.

Kol 3,16 Das Wort Christi wohne reichlich unter euch; lehret und ermahnet euch selbst mit Psalmen, Lobgesängen und geistlichen Liedern; singet Gott lieblich in euren Herzen.

Oft geschieht es, dass gerade Geschwister von Gott gebraucht werden, um einem etwas mitzuteilen. Derjenige der von Gott gebraucht wird merkt es oftmals gar nicht selbst, aber der, für den es bestimmt ist, erkennt es, weil der Heilige Geist es ihm auf einmal lebendig macht. Dieses reden Gottes durch Geschwister habe ich selbst schon einige male erleben dürfen. Sowohl als Empfangender, als auch als Werkzeug für den Herrn.

Wir wollen also noch einmal diese vier Bedingungen zusammen fassen:

1. Die Bereitschaft seinen Willen zu tun!

2. Sein Wort lesen!

3. Beten!

4. Zu einer Gemeinde gehören!

Wenn nun diese vier Punkte erfüllt sind, sollten wir vier Prinzipien beachten, die uns bei einer Entscheidung helfen! Die Führung Gottes geschieht meistens nicht in einer spektakulären, sondern eher in einer stillen Weise. Die vier folgenden Prinzipien haben sich in der Praxis bewährt. Wenn diese Punkte zusammen treffen, können wir ziemlich sicher sein, dass unsere Entscheidung dem Willen Gottes entspricht.

1. Das Wort Gottes!

Ist die Entscheidung, die ich treffen möchte, mit Gottes Wort vereinbar?

Es gibt viele Dinge, die wir als Christen niemals tun könnten, weil sie mit dem geoffenbarten Willen Gottes in seinem Wort nicht übereinstimmen. Es gibt aber auch viel Dinge, von denen wir ausdrücklich wissen, dass sie Gottes Willen entsprechen.

Ps 119,105 Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht für meinen Pfad.

2. Die äußeren Umstände!

Ist die Entscheidung, die ich treffen möchte, sinnvoll und wird sie durch die äußeren Umstände ermöglicht?

Gott kann uns auf den richtigen Weg führen, indem er eine „Tür”, durch die wir hindurchgehen möchten verschließt. Auf der anderen Seite kann Gott uns aber eine „Tür” öffnen, durch die wir hindurchgehen sollen.

Röm 8,28 Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alles zum Besten mitwirkt, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind.

2Kor 2,12-13 Als ich aber nach Troas kam für das Evangelium Christi und mir eine Tür offen stand im Herrn, hatte ich gleichwohl keine Ruhe in meinem Geist, weil ich meinen Bruder Titus nicht fand; sondern ich nahm Abschied von ihnen und reiste nach Mazedonien.

Auch dies durfte ich bereits mehrfach erleben. Man kommt an einen Punkt wo man sich für einen von mehreren Wegen entscheiden muss. Wenn man selbst keinerlei Durchblick mehr hat, welcher denn nun der richtige ist, kann Gott einem so viele Wege versperren, bis nur noch einer übrig bleibt. Diesen dürfen wir dann dankbar weiter gehen.

3. Der Rat anderer Christen!

Können andere gereifte Christen, zu denen ich vertrauen habe, meine Entscheidung auch für richtig halten?

Spr 15,22 Durch Mangel an Besprechung werden Pläne vereitelt; wo aber viele Ratgeber sind, da kommen sie zustande.

Weil eben Gott Geschwister gebrauchen kann um uns seinen Willen mitzuteilen, ist es gut auf den Rat von Geschwistern zu achten. Gerade hier zeigt sich wieder der Wert einer verbindlichen Gemeindezugehörigkeit.

Apg 13,2 Als sie nun dem Herrn dienten und fasteten, sprach der heilige Geist: Sondert mir Barnabas und Saulus aus zu dem Werk, zu welchem ich sie berufen habe!

Ich selbst wollte mich am Anfang keiner Gemeinde anschließen, da die erste Gemeinde in der ich war, so eng war, dass ich befürchtete, hier Gott nicht so dienen zu können, wie ich es vor hatte. Als ich dann einen Auftrag in einer anderen Gemeinde sah, nahm mich ein lieber Bruder zur Hand und erklärte es mir, anhand seines eigene Lebens, wie wichtig Gemeinde ist. Sie dient nicht nur der Korrektur, sondern sie ist auch ein starker Verband, eine Quelle der Kraft und Sicherheit.

Mt 16,18 Und ich sage dir auch: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen, und die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwältigen.

Pred 4,9-10 Es ist besser, man sei zu zweien, als allein; denn der Arbeitslohn fällt um so besser aus. Denn wenn sie fallen, so hilft der eine dem andern auf; wehe aber dem, der allein ist, wenn er fällt und kein zweiter da ist, um ihn aufzurichten!

Pred 4,12 Einer mag überwältigt werden, aber zwei mögen widerstehen; und eine dreifältige Schnur reißt nicht leicht entzwei.

Wilhelm Pahls vom Missionswerk die Bruderhand gebrauchte einmal ein sehr anschauliches Bild. Er nahm einen Kugelschreiber und bat einen Mann aus der Versammlung, er möge versuchen, ob er ihn zerbrechen könne. Dies gelang ihm auch ohne Schwierigkeiten. Da nahm Wilhelm Pahls noch einen Kugelschreiber und fragte den Bruder ob er denn diesen auch schaffen würde. Als dieser dies bejahte, nahm er noch einen Kugelschreiber und stellte ihm die selbe Frage. Als er diese wieder mit ja beantwortete, nahm er eine ganze Hand voll Kugelschreiber. Er drückte sie dem Bruder alle auf einmal in die Hand. Er gab sich wirklich alle Mühe, aber er konnte sie nicht auf einmal zerbrechen, da einer dem anderen Stütze gab. Dies war ein sehr schönes Bild für Gemeinde und was mit Christen passiert, die glauben ohne Gemeinde sein zu können! Sie werden kurz über lang aussehen wie der zerbrochene Kugelschreiber!

4. Der innere Frieden!

Habe ich inneren Frieden über die Entscheidung, die ich treffen möchte?

Phil 4,7 Und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und Sinne bewahren in Christus Jesus!

Ein innerer Unfriede kann ein Mahnen Gottes sein, dass an unserer Entscheidung etwas nicht stimmt. Ein tiefer Friede dagegen kann eine Bestätigung sein, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben.

Fassen wir diese Punkte noch einmal zusammen:

1. Das Wort Gottes!

2. Die äußeren Umstände!

3. Der Rat anderer Christen!

4. Der innere Friede!

Nun wollen wir uns noch kurz Gedanken dazu machen, wie wir beständig im Willen Gottes leben können! Jeden Tag gibt es viele Entscheidungen zu treffen. Damit wir beständig im Willen Gottes bleiben können, müssen wir die am Anfang genannten Voraussetzungen erfüllen. Die Bereitschaft seinen Willen zu tun! Sein Wort lesen! Beten! Zu einer Gemeinde gehören!

In Sprüche 3,5-6 werden drei weitere Voraussetzungen genannt, die wir erfüllen müssen.

Spr 3,5-6 Vertraue auf den HERRN von ganzem Herzen und verlass dich nicht auf deinen Verstand; erkenne ihn auf allen deinen Wegen, so wird er deine Pfade ebnen.

1. Von ganzem Herzen auf den Herrn vertrauen bzw. sich auf den Herrn verlassen!

2. Sich nicht auf den eigenen Verstand verlassen!

3. Ständig den Herrn erkennen!

Geschwister, beachtet bitte das es sich bei Sprüche 3,6 um eine Verheißung handelt!

SO WIRD ER DEINE PFADE EBNEN!

Geschwister wir können dies Bedingungen erfüllen, denn Gott ist daran interessiert, dass wir den richtigen Weg gehen. Auch wenn wir keine besonders auffällige Führung erlebt haben, dürfen wir Gewissheit haben, dass wir uns im Willen Gottes befinden.

Jes 48,17 So spricht der HERR, dein Erlöser, der Heilige Israels: Ich bin der HERR, dein Gott, der dich lehrt, was nützlich ist, und dich den Weg leitet, den du wandeln sollst.

Was sollten wir tun, damit unser Vorhaben gelingen wird?

Spr 16,3 Befiehl dem HERRN deine Werke, so kommen deine Pläne zustande.

Das Finden des rechten Weges ist keine komplizierte Angelegenheit. Wenn wir am Morgen darum beten, dass Gott uns an diesem Tag recht führen soll, und wir bereit sind, seinen Willen zu erfüllen, dann dürfen wir damit rechnen, dass wir uns im Willen Gottes befinden bei dem, was wir tun. Somit ist das Leben als Christ - angefangen mit der Bekehrung - ein Leben im Glauben! Nachdem uns Jesus Christus in allen Dingen das größte Vorbild ist, biete sich auch eine weitere Möglichkeit an, die jedoch nur in Verbindung mit den vorgenannten Dingen zu praktizieren ist!

W.W.J.D.? What would Jesus do? Es hilft einem bei Entscheidungen, sich diese Frage zu stellen. Was würde Jesus an meiner Stelle machen? Würde er etwas bestimmtes tun? Würde er das tun, was ich gedenke zu tun? Wenn ja, dann sollte ich es auch tun! Wenn er aber das, was ich tun möchte nicht tun würde, dann sollte ich es auch nicht tun.

In diesem Sinne euch allen Gottes reichen Segen, möge der Herr euch leiten und sein Frieden eure Herzen erfüllen

euer Wolfgang