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Stille Zeit Teil 2 und ...

Wir hatten ja letzte Woche mit dem Thema „Stille Zeit“ begonnen und wollen uns heute hierzu noch ein paar Punkte etwas näher anschauen. Wir sahen, dass es vorteilhaft ist, dass wenn man nur einmal am Tag Zeit für die „bewusste“ Gemeinschaft mit Gott findet, dies am besten am Morgen machen sollte. Der Tag liegt dann vor einem und man kann Gott um Führung, Bewahrung usw. bitten und startet mit dem Bewusstsein: „Ich bin nicht alleine, Gott ist mit mir!“; in den Tag.

Wie Jesus es auch versprochen hat:

Mt 28,20 ...Und siehe, ich bin bei euch ALLE TAGE bis ans Ende der Weltzeit!

Wir hatten gesehen, das Beten und Bibellesen dazu gehören, wie es eben bei einer Gemeinschaft sein sollte DIALOG nicht MONOLOG; Reden UND Hören. Um zu hören sollten wir bemüht sein ruhig zu werden und auch wirklich in der Erwartung sein, dass Gott zu uns spricht.

1Kö 19,11-12 Er aber sprach: Komm heraus und tritt auf den Berg vor den HERRN! Und siehe, der HERR ging vorüber; und ein großer, starker Wind, der die Berge zerriss und die Felsen zerbrach, ging vor dem HERRN her; der HERR aber war nicht im Winde. Nach dem Winde aber kam ein Erdbeben; aber der Herr war nicht im Erdbeben. Und nach dem Erdbeben kam ein Feuer; aber der HERR war nicht im Feuer. Und nach dem Feuer kam die Stimme eines sanften Säuselns.

Ps 4,5  ...Redet in eurem Herzen auf eurem Lager und seid stille!

Keine Frage, der Herr kann so laut und deutlich reden, dass es jeder mitbekommt, aber er kann auch so leise reden, mit der „Stimme eines sanften Säuselns“ und da heißt es dann gut zuhören und stille sein.

Mt 10,27 Was ich euch im Finstern sage, das redet am Licht, und was ihr ins Ohr höret, das prediget auf den Dächern.

Gott verstehen zu dürfen, ihn erkennen zu dürfen, ist nur möglich, weil Gott es so möchte. Wir lesen ja immer wieder in der Bibel Aussprüche wie: „Wer Ohren hat zu hören, der höre!“ Durch den heiligen Geist sind wir in der Lage Gottes Reden zu hören, bzw. wahrzunehmen. Dies muss nicht unbedingt mit den Ohren geschehen.

Joh 10,27-28 Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir nach. Und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie werden in Ewigkeit nicht umkommen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen.

Wie gesagt es ist ein Vorrecht der Kinder Gottes, sein Reden wahrnehmen zu können. Ganz anders sieht das bei nichterlösten Menschen aus.

1Kor 2,14 Der natürliche Mensch aber vernimmt nichts vom Geist Gottes...

Nutzen wir doch die Möglichkeiten, die Gott uns durch seinen Geist bei der Wiedergeburt geschenkt hat, aus. Eines ist jedoch wichtig, wenn wir Gottes Reden wahrnehmen, nämlich das es auch zur Umsetzung in unserem Leben kommt.

Jak 1,22-25 Seid aber Täter des Wortes und nicht Hörer allein, womit ihr euch selbst betrügen würdet. Denn wer nur Hörer des Wortes ist und nicht Täter, der gleicht einem Manne, der sein natürliches Angesicht im Spiegel beschaut; er betrachtet sich und läuft davon und hat bald vergessen, wie er gestaltet war. Wer aber hineinschaut in das vollkommene Gesetz der Freiheit und dabei bleibt, nicht als vergesslicher Hörer, sondern als wirklicher Täter, der wird selig sein in seinem Tun.

Dies umzusetzen, was Gott uns gezeigt hat, muss nicht unbedingt mit irgendwelchen großartigen Aktivitäten verbunden sein. Öfters lesen wir auch in der Bibel genau das Gegenteil, nämlich seid ruhig, seid still und schaut einfach mal zu, was ICH (Gott) machen werde. Somit kann also die „Aktivität“ die Gott von uns möchte einmal auch sein, das wir einfach mal „nichts“ tun. So zum Beispiel als das Volk Israel aus Ägypten geführt wurde und sie vor dem Meer standen und die Ägypter hinter ihnen her waren.

2Mo 14,13-14 Mose sprach zum Volk: Fürchtet euch nicht, tretet hin und sehet, was für ein Heil der HERR heute an euch tun wird; denn diese Ägypter, die ihr heute sehet, sollt ihr nimmermehr sehen ewiglich! Der HERR wird für euch streiten, und ihr sollt stille sein!

Dies nur als ein Beispiel, wie es auch laufen kann.

Auch Jesaja hatte einmal eine „ähnliche Botschaft“ für das Volk Gottes.

Jes 30,15 Denn also spricht Gott, der HERR, der Heilige Israels: Durch Umkehr und Ruhe könnt ihr gerettet werden, im Stillesein und im Vertrauen liegt eure Stärke.

Wir sehen also auch hier, im Stillesein und im Vertrauen liegt Stärke, ebenso auch in der Freude am Herrn, wie wir es in der Bibel lesen.

Neh 8,10 ...die Freude am HERRN ist eure Stärke!

Ruhig sein, Stille sein, Vertrauen...; gerade in schwierigen Situationen ist das oft nicht einfach. Das liegt meist daran, dass uns die Probleme die vor uns liegen so groß erscheinen, dass der Blick auf den Herrn  von ihnen versperrt wird. Aber gerade hier ist es wichtig diese Ruhe, diese Stille vor Gott wieder zu finden. Wenn uns dies gelingt, werden wir auch den Frieden Gottes wieder finden der alle Verstand übersteigt.

Phil 4,7 Und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und Sinne bewahren in Christus Jesus!

Er wird vielleicht nicht die Situation ändern in der wir uns gerade befinden, aber wir dürfen in der Gewissheit leben „Er ist bei uns, wir sind nicht allein!“.

Eine Begebenheit in der Bibel die uns das ganz deutlich vor Augen führt möchte ich nun mit euch zusammen ansehen.

Mk 6,45-51 Und alsbald nötigte er seine Jünger, in das Schiff zu steigen und vor ihm ans jenseitige Ufer, nach Bethsaida, voraus zu fahren, bis er das Volk entlassen hätte. Und nachdem er sie verabschiedet hatte, ging er auf einen Berg, um zu beten. Und als es Abend geworden, war das Schiff mitten auf dem Meere und er allein auf dem Lande. Und er sah, dass sie beim Rudern Not litten; denn der Wind war ihnen entgegen. Und um die vierte Nachtwache kommt er zu ihnen, auf dem Meere wandelnd; und er wollte bei ihnen vorübergehen. Als sie ihn aber auf dem Meere wandeln sahen, meinten sie, es sei ein Gespenst, und schrieen. Denn sie sahen ihn alle und erschraken. Er aber redete alsbald mit ihnen und sprach: Seid getrost! Ich bin's; fürchtet euch nicht! Und er stieg zu ihnen in das Schiff, und der Wind legte sich. Und sie erstaunten bei sich selbst über die Maßen und verwunderten sich.

Was dürfen wir daraus lernen?

Auch wir können in „Not“ geraten und die „Stürme des Lebens“ können sich gegen uns richten, wie auch immer diese Stürme auch aussehen mögen. Dies kann Arbeitslosigkeit sein, Finanzielle Probleme, Schwierigkeiten am Arbeitsplatz, Schwierigkeiten in der Ehe usw.! Ich denke es kommt immer wieder vor, dass wenn wir in solchen Situationen stehen, den Blick auf den Herrn verlieren. Ich denke auch, dass die Jünger in dem Sturm vor lauter Rudern und Wasserschöpfen und so nicht einmal die Zeit zum Nachdenken hatten, geschweige denn Ruhe und Stille.

Dennoch lesen wir:

Mk 6,48 Und er sah, dass sie beim Rudern Not litten...

Obwohl Jesus also an Land, seine Jünger aber mitten auf dem Meere waren, sah er ihre Not. Die Jünger wussten nicht, dass er ihre Not sah, sie sahen sich auf sich allein gestellt. Auch wenn wir in solchen schwierigen Situationen sind, dürfen wir gewiss sein, dass Jesus es nicht verborgen ist und er um unsere Not weiß.

Wir sind nicht allein!

Nur müssen wir uns dies je nach dem erst „wieder“ bewusst machen. Ich denke die meisten die schon mal solche Situationen erlebt haben kennen den Gedanken:

„Herr wo bist du, wenn man dich braucht!“

Diesem Gedanken gilt es zu wiederstehen. Es ist durchaus verständlich, dass in einem solche Gedanken aufsteigen können. Aber unsere Gedanken, unsere Gefühle oder auch unsere Ängste können  sehr trügerisch sein und müssen keineswegs begründet sein. Nicht unsere Gedanken oder Gefühle sind unfehlbare Wahrheit, sondern allein Gottes Wort ist DIE Wahrheit. Wenn solche Gefühle, Gedanken und Ängste aber nun mal da sind und uns gefangen nehmen, ist es wichtig zu wissen, wie wir damit umgehen können. Es gilt den Blick wieder zu korrigieren bzw. korrigieren zu lassen. Wenn wir uns dann die Zeit nehmen und unsere Angelegenheiten einmal in RUHE mit Gott besprechen, kann er uns wieder die richtige Sicht schenken. Daraus können neuer Mut, neue Kraft, Ruhe und Frieden erwachsen.

Ich wünsche uns allen, dass Gott es uns schenken möge, im Vertrauen auf ihn und in der Gewissheit und dem Bewusstsein seiner beständigen Gegenwart und Liebe, zur Ruhe zu kommen und seine tiefen Frieden zu erfahren.

2Petr 1,2 Gnade und Friede widerfahre euch mehr und mehr in der Erkenntnis Gottes und unsres Herrn Jesus!

Jud 1,2 Barmherzigkeit, Friede und Liebe widerfahre euch mehr und mehr!

Möge der Herr uns dies schenken!

Gott segne euch,

euer Wolfgang