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Selbstverleugnung! Was heißt das für mich in meinem Leben?

Beginnen möchte ich mit ein paar Stellen aus den Evangelien.

Mt 16,24 Dann sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn jemand mir nachkommen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf und folge mir nach.

Mk 8,34 Und als er die Volksmenge samt seinen Jüngern herzugerufen hatte, sprach er zu ihnen: Wer irgend mir nachkommen will, verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf und folge mir nach.

Lk 9,23 Er sprach aber zu allen: Wenn jemand mir nachkommen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf täglich und folge mir nach.

Wie sieht es im Angesicht dieser Aussage bei euch aus? Wollt ihr Jesus nachfolgen?

*****Fragerunde*****

Ich frage deswegen „wollt" weil Jesus niemanden zwingt ihm nach nachzufolgen. Er überlässt jedem selbst die Entscheidung. Die Aussagen die Jesus hier trifft, können in vier Abschnitte unterteilt werden.

1. Die Frage nach der Entscheidung.

2. Die Aufforderung sich selbst zu verleugnen.

3. Die Aufforderung sein Kreuz auf sich zu nehmen.

4. Die Aufforderung ihm nachzufolgen.

Ich denke den ersten Punkt haben die meisten von uns schon hinter sich, nämlich die Entscheidung will ich oder nicht? Und ich denke die meisten von uns gaben an einem Punkt in ihrem Leben dem Herrn ein klares und deutliches „Ja ich will!" zu Antwort.

Wie sieht es aber nun mit den restlichen Punkten aus, die sich ja nach dieser Entscheidung in unserem Leben verwirklichen sollen, bzw. es auch tun?

Was heißt das nun für dich persönlich in deinem Leben, wenn Jesus zu dir sagt: „Verleugne dich selbst!"?

*****Fragerunde*****

2Kor 5,14+15 Denn die Liebe Christi hält uns zusammen, die wir dafür halten, dass, wenn einer für alle gestorben ist, so sind sie alle gestorben; und er ist darum für alle gestorben, damit die, welche leben, nicht mehr sich selbst leben, sondern dem, der für sie gestorben und auferstanden ist.

Röm 8,10 Wenn aber Christus in euch ist, so ist der Leib zwar tot um der Sünde willen, der Geist aber ist Leben um der Gerechtigkeit willen.

2Kor 5,17 Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden!

Gal 2,20 Und nicht mehr lebe ich, sondern Christus lebt in mir; was ich aber jetzt im Fleische lebe, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat.

2Kor 13,5 Prüfet euch selbst, ob ihr im Glauben seid; stellet euch selbst auf die Probe! Oder erkennet ihr euch selbst nicht, dass Jesus Christus in euch ist? Es müsste denn sein, dass ihr nicht echt wäret!

Gal 4,19 Meine Kindlein, um die ich abermals Geburtswehen leide, bis dass Christus in euch Gestalt gewinnt -

Kol 1,27 denen Gott kundtun wollte, welches der Reichtum der Herrlichkeit dieses Geheimnisses unter den Völkern sei, nämlich: Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit.

Was heißt das „Christus in uns!"?

 *****Fragerunde*****

Wir haben gelesen, dass Christus starb, auf das wir nicht mehr uns selbst leben sondern Christus. Wir haben auch gelesen, dass wir, die wir an Jesus glauben mit ihm gestorben sind und auch mit ihm auferstanden sind. Das heißt nichts anderes, als von neuem, oder eben aus Gott geboren worden zu sein. Es soll also so sein, das wir quasi eine dienstbare Hülle für Jesus sein sollen, geführt durch den Heiligen Geist.

Röm 8,14 Denn alle, die sich vom Geiste Gottes leiten lassen, sind Gottes Kinder.

Gott möchte uns also leiten. Er möchte uns aber nicht nur leiten, sondern auch durch uns wirken. Wir sind dazu berufen, ihm zu dienen. Dies setzt als erstes die Bereitschaft voraus, seinen Willen höher zu achten als unseren eigenen. Jesus lehrte dies seinen Jüngern bereits im „Vater unser".

Mt 6,10 ...Dein Wille geschehe wie im Himmel, also auch auf Erden.

Er selbst handelte ebenso, denn er war gekommen um den Willen des Vaters zu erfüllen.

Hebr 10,7 Da sprach ich: Siehe, ich komme - in der Buchrolle steht von mir geschrieben -, dass ich tue, o Gott, deinen Willen.»

Es war seine Berufung, so wir es auch unsere Berufung ist.

Wie sieht das nun bei Jesus aus? Hatte er überhaupt einen eigenen Willen?

 *****Fragerunde*****

Ja den hatte er. Und sein Wille war nicht immer unbedingt in Übereinstimmung mit dem des Vaters. Aber, obwohl es nicht Jesus Wille war ans Kreuz zu gehen, war es doch sein Wille, den Willen des Vaters zu erfüllen. Er ordnete sich dem Vater unter und „VERLEUGNETE SICH SELBST"!

Lk 22,42 ...Vater, wenn du willst, so nimm diesen Kelch von mir! Doch nicht mein, sondern dein Wille geschehe!

Auch wir haben noch einen eigenen Willen. Aber es ist unsere Berufung und letztlich auch Gottes Ziel mit uns, unseren Willen zurückzunehmen und seinen Willen zu akzeptieren. Auch in diesem Punkt sehen wir, das es nichts aufgezwungenes von Gott ist, denn er selbst bewirkt in uns das Wollen, wie auch das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen. Es gehört eben zum Wesen dieser neuen Kreatur Gottes Willen zu erfüllen. Der unerlöste Mensch frägt nicht nach Gottes Willen, sondern er geht seinen eigenen Weg!

Jes 53,6 Wir gingen alle in der Irre wie Schafe, ein jeder wandte sich auf seinen Weg...

1Petr 2,25 Denn ihr waret «wie irrende Schafe», nun aber seid ihr bekehrt zu dem Hirten und Hüter eurer Seelen.

Nun möchte ich noch auf den dritten Punkt eingehen.

3. Die Aufforderung sein Kreuz auf sich zu nehmen.

Was heißt es für dich persönlich in deinem Leben wenn Jesus zu dir sagt: „Nehme dein Kreuz auf dich!"

 *****Fragerunde*****

Ein Verurteilter kann es sich nicht aussuchen ob er den Weg gehen will der ihm bevor steht; Jesus hingegen überlässt uns die Entscheidung ob wir ihm nachfolgen wollen. Ein Verurteilter kann es sich nicht aussuchen ob er sein Kreuz auf sich nimmt, er wird einfach dazu gezwungen; Jesus zwingt uns nicht, er überlässt es uns, ob wir das wollen oder nicht.

Ein Verurteilter kann es sich nicht aussuchen ob er Leiden und Schmerz erfahren wird, Jesus zwingt uns nicht, die Dinge auf uns zu nehmen, aber er fragt uns sehr wohl „Seid ihr bereit das alles auf euch zu nehmen?".

Ein Verurteilter kann es sich nicht aussuchen und umkehren von dem Weg den er gehen muss; Jesus überlässt es uns, ob wir bereit sind den Weg mit ihm bis zum Ende zu gehen.

Jesus wurde verurteilt und konnte diesen Dingen vermeintlich nicht ausweichen. Aber er hätte können, wenn er gewollt hätte. Er tat es nicht! Warum? Weil es Gottes Wille war! Jesus ging den Weg ans Kreuz aus freien Stücken, aus Liebe zum Vater und aus Liebe zu uns.

Sind wir bereit, diese Liebe die er uns erwies, auch ihm zu erweisen?

Sind wir bereit, den Weg mit ihm zu gehen?

Sind wir bereit, ihm nach zu folgen?

Sind wir bereit, uns selbst zu verleugnen?

Sind wir bereit, täglich unser Kreuz auf uns zu nehmen?

Sind wir bereit, diesen Weg zu gehen ohne dabei nach hinten auf unser altes Leben zu sehen?

Sind wir bereit, auch wenn es für uns ein harter Weg wird voller Entbehrungen, Schmähungen, Schmerzen, Leiden usw. ist?

Oder beginnen wir bereits bei jeder Kleinigkeit zu jammern und zu bereuen, dass wir jemals diesen Schritt in die Nachfolge Jesus getan haben?

Fangen wir auch wie das Volk Israel in der Wüste an zu rufen: „Wären wir dich bloß in Ägypten geblieben!"?

Liebe Geschwister ich möchte euch zu Abschluss noch ein paar Stellen mit in die Woche geben!

Mt 5,11 Selig seid ihr, wenn sie euch schmähen und verfolgen und lügnerisch allerlei Arges wider euch reden um meinetwillen!

Lk 6,21 Selig seid ihr, die ihr jetzt hungert; denn ihr sollt gesättigt werden! Selig seid ihr, die ihr jetzt weinet; denn ihr werdet lachen!

Lk 6,22 Selig seid ihr, wenn euch die Menschen hassen, und wenn sie euch ausschließen und schmähen und euren Namen als einen lasterhaften verwerfen um des Menschensohnes willen.

1Petr 4,14 Selig seid ihr, wenn ihr um des Namens Christi willen geschmäht werdet! Denn der Geist der Herrlichkeit und Gottes ruht auf euch; bei ihnen ist er verlästert, bei euch aber gepriesen.

Apg 5,40-42 Und sie fügten sich ihm und riefen die Apostel herbei und gaben ihnen Streiche und verboten ihnen, von dem Namen Jesus zu reden, und entließen sie. Sie aber gingen fröhlich vom Hohen Rat hinweg, weil sie gewürdigt worden waren, um Seines Namens willen Schmach zu leiden; und sie hörten nicht auf, alle Tage im Tempel und in den Häusern zu lehren und das Evangelium von Jesus als dem Christus zu verkündigen.

Hebr 11,24-26 Durch Glauben weigerte sich Mose, als er groß geworden war, ein Sohn der Tochter des Pharao zu heißen. Er wollte lieber mit dem Volke Gottes Ungemach leiden, als zeitliche Ergötzung der Sünde haben, da er die Schmach Christi für größeren Reichtum hielt als die Schätze Ägyptens; denn er sah die Belohnung an.

Hebr 13,12-16 Darum hat auch Jesus, um das Volk durch sein eigenes Blut zu heiligen, außerhalb des Tores gelitten. So lasset uns nun zu ihm hinausgehen, außerhalb des Lagers, und seine Schmach tragen! Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern suchen die zukünftige. Durch ihn lasset uns nun Gott allezeit ein Opfer des Lobes darbringen, das ist die «Frucht der Lippen», die seinen Namen bekennen! Wohlzutun und mitzuteilen vergesset nicht; denn solche Opfer gefallen Gott wohl!

In diesem Sinne wünsche ich euch allen eine gesegnete Woche, möge der Herr euch auf allen wegen begleiten und euch behüten

euer Wolfgang