Zurück zur Startseite

 

Impressum

Obrigkeit

Heute möchte ich ein wenig über einen Punkt mit euch nachdenken, der mir in der letzten Zeit immer wieder durch den Kopf geht und zwar das Thema „Regierung“ bzw. wie es in der Bibel heißt "Obrigkeit". Meistens ertappe ich mich dabei, mehr über unsere Regierung zu jammern und mich aufzuregen, als für sie zu beten.
Wenn man sich die Nachrichten so ansieht die immer und immer wieder durch die Medien geistern, dann stellt man sich schon manchmal die Frage: „Wohin soll das alles noch führen?“.
Man legalisiert Abtreibung und sagt somit JA zu Mord. Das selbe gilt für die Aktive Sterbehilfe die immer wieder einmal Thema in den Medien ist und mit der sich die Politiker auseinandersetzen müssen.
Homosexualität darf man nicht mehr als Sünde bezeichnen, denn man soll ja tolerant sein. Dies zeigte sich ja ganz deutlich bei der Diskussion um die neue EU Kommission. Da hatte doch der italienische Kandidat Roco Buttiglione in Bezug auf seine moralischen Überzeugungen gesagt: „Homosexualität ist Sünde.“ Und ganz Europa betreibt eine Inquisition in hochgradiger Intoleranz, obwohl wir ja alle so Tolerant sein wollen, was zur Folge hatte, das Buttiglione von seine Kandidatur zurücktreten musste.
Über etliche andere Skandale brauch ich wohl nicht groß auszuführen, denn ich denke jeder von euch bekommt ja doch das meiste mit wenn mal wieder ein Schmiergeldskandal oder ähnliches ans Licht kommt. Nun soll aber das nicht unser Hauptthema sein, sondern ich möchte mit euch einmal ein wenig darüber nachdenken in wie weit wir als Christen hier Verantwortung tragen.

Eine der wichtigsten Stellen zu diesem Thema finden wir in 1Timotheus 2,1-4.

1Tim 2,1-4 So ermahne ich nun, dass man vor allen Dingen Bitten, Gebete, Fürbitten und Danksagungen für alle Menschen darbringe, für Könige und alle, die in hervorragender Stellung sind, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen können in aller Gottseligkeit und Ehrbarkeit; denn solches ist gut und angenehm vor Gott unsrem Retter, welcher will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.

Wir sehen hier die klare Aufforderung nicht nur für ale Menschen zu bitten, sondern ins besondere auch für die Könige und alle in hervorragenden Stellungen, so zu sagen für die Regierungen. Diesen Dienst der Fürbitte sollten wir nicht unterschätzen. Es ist hier die einzige Stelle der Schrift, wo es heißt: „VOR ALLEM!“ Hieran können wir schon sehen  wie wichtig diese Aufgabe ist.

Zwei Dinge dürfen wir dabei nicht vergessen.

Das erste ist die Allmacht Gottes. Gott hat von Anfang an einen Plan, und den wird er auch erfüllen. Nichts, aber auch gar nichts geschieht aus Zufall, auch keine Regierung, sondern im letzten Endeffekt dient alles dazu, das Gott seinen Plan für die Welt und die Menschheit, ja genaugenommen für die ganze Schöpfung erfüllt.

Das zweite was wir immer berücksichtigen müssen ist, das alles uns zum Besten dienen muss.

Röm 8,28 Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alles zum Besten mitwirkt, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind.

Lasst uns dies ganz klar vor Augen haben. Der Herr allein hat den Überblick über alles was WAR, was IST und was noch kommen WIRD. Er selbst ist es der die Regierungen in der Hand hat.

2Kö 19,15 ...O HERR, Gott Israels, der du über den Cherubim thronst, du bist allein der Gott über alle Königreiche auf Erden! Du hast den Himmel und die Erde gemacht.

2Chr 20,6 ...O HERR, Gott unsrer Väter, bist du nicht Gott im Himmel und Herrscher über alle Königreiche der Heiden? In deiner Hand ist Kraft und Macht, und niemand vermag vor dir zu bestehen!

Dan 2,21 Er führt andere Zeiten und Stunden herbei; er setzt Könige ab und setzt Könige ein; er gibt den Weisen ihre Weisheit und den Verständigen ihren Verstand.

Eine weitere Stelle die mir in diesem Zusammenhang immer wieder in de Sinn kommt ist die Aufforderung „Der Stadt bestes zu suchen!“.

Jer 29,7 Suchet der Stadt Bestes, dahin ich euch habe lassen wegführen, und betet für sie zum HERRN; denn wenn's ihr wohl geht, so geht's auch euch wohl.

Jesus sagte:

Mt 5,13 Ihr seid das Salz der Erde...

Salz hat eine konservierende Wirkung. So sind auch wir im gewissen Maße ein Konservierungsmittel für die Erde. Eines Tages, wird die Gemeinde von der Erde genommen. Dann ist auch das Konservierungsmittel weg. So wird es mit der Welt immer schlimmer werden und der Antichrist seine Macht aufbauen können.

Wollen wir noch einmal kurz zusammen fassen, Gott setzt Regierungen ein und auch wieder ab. Es ist sein Wille das wir für unsere Obrigkeit Fürbitte leisten sollen. Es liegt in diesem Punkt eine große Verantwortung auf uns. Halten wir uns noch einmal klar vor Augen, dass Gebet ein VORRECHT ist, das nur die Kinder Gottes besitzen, da der natürliche, nicht erlöste Mensch von Gott getrennt ist, und keine Gemeinschaft mit ihm haben kann. Somit nimmt uns diese Vorrecht aber auch in die Verantwortung für die anderen Menschen.

In dem nun folgendem Vers, muss ich gestehen, habe ich bis vor kurzem einiges nicht umfangreich genug gesehen was der Herr uns hier sagen möchte.

Tit 3,1-3 Erinnere sie, dass sie den Regierungen und Gewalten untertan seien, gehorsam, zu jedem guten Werk bereit; niemand lästern, nicht hadern, gelinde seien, alle Sanftmut beweisen gegen alle Menschen. Denn auch wir waren einst unverständig, ungehorsam, gingen irre, dienten den Lüsten und mancherlei Begierden, lebten in Bosheit und Neid, verhasst und einander hassend.

Untertan seien? OK!

Gehorsam? Na ja!

Zu jedem guten Werk bereit? Nicht immer!

Niemanden lästern? Gerade was Politiker angeht oft versagt!

Nicht hadern? Auch oft versagt!

Gelinde sein und Sanftmut beweisen gegen alle Menschen? Oft versagt!

Ja ich kann dem ganzen nur zustimmen, auch wir waren unverständig, ungehorsam, gingen in die Irre...!!!

Lasst uns nie vergessen wenn wir unsere Regierung anschauen, das auch wir so sein könnten, wenn der Herr nicht seine Gnade an uns erwiesen hätte und wir zum Lebendigen Glauben kommen hätten dürfen.

Lasst es uns im Herzen klar erkennen, unsere Regierung brauchst uns und unsere Fürbitte dringend und niemand anderes als die Kinder Gottes und die Gemeinde Christi können sie darbringen.

Dies geht einher mit dem Missionsbefehl, der auch ganz klar zu unseren Aufgaben zählt. Je mehr Christen in einem Land wohnen, desto besser geht es diesem Land. Nicht nur weil viele Menschen dann für diese Land beten, sondern weil überall dort wo das Licht Gottes aufleuchtet, die Finsternis zurück gedrängt wird.

Möge der Herr uns schenken, das jeder von uns kraftvolles Salz für unser Land sein darf.

Bevor wir nun zum Schluss kommen möchte ich euch noch auf einen Abschnitt hinweisen, der das Ganze noch einmal zusammenfassend darstellt.

Röm 13,1-8 Jedermann sei den obrigkeitlichen Gewalten untertan; denn es gibt keine Obrigkeit, die nicht von Gott wäre; die vorhandenen aber sind von Gott verordnet. Wer sich also der Obrigkeit widersetzt, der widerstrebt der Ordnung Gottes; die aber widerstreben, ziehen sich selbst die Verurteilung zu. Denn die Herrscher sind nicht wegen guten Werken zu fürchten, sondern wegen bösen! Willst du also die Obrigkeit nicht fürchten, so tue das Gute, dann wirst du Lob von ihr empfangen! Denn sie ist Gottes Dienerin, zu deinem Besten. Tust du aber Böses, so fürchte dich! Denn sie trägt das Schwert nicht umsonst; Gottes Dienerin ist sie, eine Rächerin zur Strafe an dem, der das Böse tut. Darum ist es notwendig, untertan zu sein, nicht allein um der Strafe, sondern auch um des Gewissens willen. Deshalb zahlet ihr ja auch Steuern; denn sie sind Gottes Diener, die eben dazu bestellt sind. So gebet nun jedermann, was ihr schuldig seid: Steuer, dem die Steuer, Zoll, dem der Zoll, Furcht, dem die Furcht, Ehre, dem die Ehre gebührt. Seid niemand etwas schuldig, als dass ihr einander liebet; denn wer den andern liebt, hat das Gesetz erfüllt.

In diesem Sinne wünsche ich euch allen Gottes reichen Segen für diese Woche. In Jesus und seiner Liebe mit euch verbunde

euer Wolfgang