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Knecht oder Kind?

Heute wollen wir uns einmal ein paar Gedanken dazu machen, was es eigentlich für einen Unterschied ausmacht ob wir Knechte Gottes oder Kinder Gottes sind.

Die Knechtschaft Gottes begegnet uns vorwiegend im Alten Testament und in dem alten Bund mit all den Gesetzen und Bestimmungen des Mosaischen Gesetzes. Die Kindschaft hingegen begegnet uns vorwiegend im Neuen Testament und dem Neuen Bund, den Jesus durch sein Opfer ermöglicht hat. Wenn wir uns das Verhältnis einmal ansehen, stellen wir fest, dass ein Knecht durch Berufung in ein Dienstverhältnis tritt. Er empfängt von seinem Herrn Lohn für seinen Dienst. Ein Kind dagegen wird man, indem man in eine Familie hineingeboren wird. Man wird dann nicht Lohn für seinen Dienst empfangen, sondern aus der Fürsorge und Liebe seiner Eltern heraus versorgt werden. Das Dienstverhältnis eines Knechtes besteht solange, wie der Knecht seinen Dienst verrichtet und sein Herr mit ihm zufrieden ist. Wenn er nicht gehorcht und tut was ihm befohlen wird, fliegt er wegen Arbeitsverweigerung raus. Das Dienstverhältnis ist dann beendet. Anders dagegen bei einem Kind. Selbst wenn Kinder einmal ungehorsam sind, verlieren sie doch niemals den Stand eines Kindes. Sie sind Kraft der Geburt in einem unauflöslichem Verhältnis zu ihren Eltern.

Was heißt dies nun in der Beziehung zu Gott?

Ein Knecht Gottes wie wir ihn im Alten Testament vorfinden musste damit rechnen, dass Gott ihn verwirft, wenn er nicht gehorsam war und das tat was Gott ihm befohlen hatte. Dies sehen wir zum Beispiel an Saul, dem ersten König den Gott über sein Volk einsetzte. Er bekam klare Anweisungen was er zu tun hatte, aber er hielt sich nicht daran. Deswegen nahm der Herr ihm das Königreich weg und setzte David an seine Stelle. Aber auch David war „nur" ein Knecht Gottes. Auch er musste noch damit rechnen, dass Gott ihm den Heiligen Geist wieder entzieht und ihn verwirft. Dies sehen wir ganz deutlich in Psalm 51.

Ps 51,12-14 Schaffe mir, o Gott, ein reines Herz und gib mir von neuem einen gewissen Geist! Verwirf mich nicht von deinem Angesicht und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir. Gib mir wieder die Freude an deinem Heil, und ein williger Geist unterstütze mich!

Wie sieht es aber nun bei den Kindern Gottes aus?

Die Antwort finden wir im Römerbrief.

Röm 8,15 Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, dass ihr euch abermals fürchten müsstet, sondern ihr habt einen Geist der Kindschaft empfangen, in welchem wir rufen: Abba, Vater!

Also der Geist der Knechtschaft hält einen in Angst, da man mit Entzug desselben und der Verwerfung von Gott rechnen muss, da Gott „nur" der Herr ist. Der Geist der Kindschaft hingegen schenkt vertrauen und das Wissen, dass Gott nicht nur Herr, sonder eben auch Vater ist. Weil aber nicht ein Dienstverhältnis besteht, sondern eine Vater - Kind Beziehung, dürfen wir auch wissen, das dieses Verhältnis unauflöslich ist. Das heißt wir dürfen als Kinder Gottes in dem Vertrauen Leben, das wir niemals von Gott verworfen werden. Diese Unauflöslichkeit und Beständigkeit dieser Vater – Kind Beziehung sehen wir auch in dem Gleichnis vom verlorenem Sohn. Der Sohn selbst sah sich als nicht mehr würdig an ein Kind seines Vaters zu sein und dessen Vorzüge zu genießen. Er wollte nur noch als Knecht bei ihm eingestellt werden. Der Vater hingegen wusste um sein Verhältnis zu seinem Kind und empfing ihn mit der Liebe eines Vaters zu seinem Kind. Für ihn war und blieb er für immer SEIN KIND, auch in der Zeit wo er in der Fremde war.

So ist es auch zwischen Gott und seinen Kindern!

1Jo 4,18 Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die völlige Liebe treibt die Furcht aus, denn die Furcht macht Pein; wer sich aber fürchtet, ist nicht vollkommen geworden in der Liebe.

Die Liebe Gottes ist es, die uns die Furcht nimmt.

Die Liebe Gottes ist es die uns die Gewissheit verschafft, dass Gott nur beste Absichten mit uns verfolgt.

Die Liebe Gottes ist es die uns in eine vertrautes liebevolles Verhältnis zu Gott als unseren uns liebenden Vater bringt und die uns die Gewissheit gibt, dass nichts und niemand diese Beziehung jemals wieder zerstören könnte. Sie gibt uns auch die Gewissheit, dass wir Gott nicht mehr als den „Schrecklichen Richter" fürchten müssen, weil Jesus Christus uns mit Gott VERSÖHNT hat.

Von den Kindern Gottes lesen wir

Joh 16,26+27 An jenem Tage werdet ihr in meinem Namen bitten, und ich sage euch nicht, dass ich den Vater für euch bitten wolle; denn der Vater selbst hat euch lieb, weil ihr mich liebet und glaubet, dass ich von Gott ausgegangen bin.

Von den unerlösten Menschen hingegen lesen wir

Joh 3,36 ...wer aber dem Sohne nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm.

Diese Liebe Gottes zu seinen Kinder die er uns in Jesus Christus erwiesen hat müssen wir uns immer und immer wieder bewusst machen. Sie wurde uns bei der Wiedergeburt durch den Heiligen Geist geschenkt, so dass wir ihrer teilhaftig wurden.

Röm 5,1-5 Da wir nun durch den Glauben gerechtfertigt sind, so haben wir Frieden mit Gott durch unsren Herrn Jesus Christus, durch welchen wir auch im Glauben Zutritt erlangt haben zu der Gnade, in der wir stehen, und rühmen uns der Hoffnung auf die Herrlichkeit Gottes. Aber nicht nur das, sondern wir rühmen uns auch in den Trübsalen, weil wir wissen, dass die Trübsal Standhaftigkeit wirkt; die Standhaftigkeit aber Bewährung, die Bewährung aber Hoffnung; die Hoffnung aber lässt nicht zuschanden werden; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsre Herzen durch den heiligen Geist, welcher uns gegeben worden ist.

Ich möchte euch dazu einladen euch einmal aufs neue dieser Liebe ganz bewusst zu werden wie sie in 1Kor 13,4-8 beschrieben ist.

Die Liebe ist langmütig und gütig!

Danke Vater für deine Geduld und Langmut mit uns!

Die Liebe beneidet nicht!

Danke Vater, dass du  uns von Herzen Gutes gönnst!

Die Liebe sucht nicht das Ihre!

Danke Vater, dass du nicht das Deine suchst, sondern das was uns zu Besten dient!

Die Liebe lässt sich nicht erbittern!

Danke Vater, das du an deiner Liebe zu uns festhältst!

Die Liebe rechnet das Böse nicht zu!

Danke Vater, dass du uns auch dann noch liebst, wenn wir ungehorsam waren und Böses getan haben.

Die Liebe freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber der Wahrheit!

Hilf uns Vater, vor dir und den Menschen wahrhaftig zu sein und niemanden ungerecht zu behandeln.

Die Liebe erträgt alles!

Danke Vater, dass nichts die Liebe die du zu uns hast jemals zerstören kann!

Röm 8,35-39 Wer will uns scheiden von der Liebe Christi? Trübsal oder Angst oder Verfolgung oder Hunger oder Blöße oder Gefahr oder Schwert? Wie geschrieben steht: «Um deinetwillen werden wir getötet den ganzen Tag, wir sind geachtet wie Schlachtschafe!» Aber in dem allen überwinden wir weit durch den, der uns geliebt hat! Denn ich bin überzeugt, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Fürstentümer noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes, noch irgend ein anderes Geschöpf uns zu scheiden vermag von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unsrem Herrn!

Die Liebe glaubt alles und die Liebe hofft alles!

Danke Vater, das du die Hoffnung nicht aufgegeben hast das Menschen den Weg zu dir finden und umkehren, auch wenn du sie noch so oft rufen musst, bis sie einmal auf dein Rufen reagieren.

Die Liebe duldet alles!

Danke Vater, das du so eine große Geduld beweist und deine Liebe nicht wegen der Übertretungen deiner Geschöpfe und auch nicht wegen der Übertretungen deiner Kinder von uns nimmst, sondern immer noch Gnade schenkst und Menschen die Umkehr und Annahme der Erlösung in Jesus Christus ermöglichst. Danke das wir wissen dürfen, das du keine Gefallen am Tod des Sünders hast, sondern auch ihnen deine Liebe schenken möchtest.

Hes 18,23 Oder habe ich etwa Gefallen am Tode des Gottlosen, spricht Gott, der HERR, und nicht vielmehr daran, dass er sich von seinen Wegen bekehre und lebe?

Die Liebe hört nimmer auf!

Danke Vater, dass wir wissen dürfen, dass deine Liebe zu uns niemals enden wird.

Ich möchte noch beten.

Himmlischer Vater, ich danke dir für deine Liebe die du uns in Jesus geschenkt und offenbart hast. Ich danke dir, dass du uns in deinem Wort zeigst, dass diese Liebe so ganz anders ist, als wie wir oft über Liebe denken. Ich danke dir, das du uns dieser Liebe teilhaftig werden hast lassen und sie in unsere Herzen ausgegossen hast. Hilf uns aus deiner Liebe heraus zu leben und zu handeln, dass auch andere Menschen an uns deine Liebe erkennen dürfen. Ich bitte dich segne du jetzt noch die Gespräche und die Gemeinschaft. Dir allein Vater, sei aller Ruhm, aller Dank und alle Ehre, in Jesus Namen, AMEN.

Gott segne euch,

euer Wolfgang