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Keine Vergebung ohne Vergebung

Das klingt zunächst schon einmal sehr logisch. Wenn jemanden etwas nicht vergeben wurde, dann wurde es ihm nicht vergeben, wenn aber jemanden etwas vergeben wurde, dann ist es vergeben.

Zunächst wollen wir noch einmal festhalten, dass alle Menschen vor Gott schuldig sind.

Ps 14,2+3 Der HERR schaut vom Himmel auf die Menschenkinder, daß er sehe, ob jemand so verständig sei und nach Gott frage; aber sie sind alle abgewichen und allesamt verdorben; keiner ist, der Gutes tut, auch nicht einer!

Röm 3,23 Denn es ist kein Unterschied: Alle haben gesündigt und ermangeln der Herrlichkeit Gottes

Alle Menschen sind schuldig vor Gott und alle Menschen brauchen Vergebung von Gott. Vergebung kann man sich nicht verdienen, auch wenn manche Religionen dies behaupten. Immer wieder hört man Aussagen wie „Tue Gutes!". Klar sollen wir Gutes tun, aber Vergebung erlangen wir dadurch nicht. In Prediger 7,20 lesen wir, dass kein Mensch auf Erden so gerecht sein kann, dass er Gutes täte ohne zu sündigen!

Wie kann nun ein Mensch von Gott vergebung erlangen?

Durch Buße!

Buße im biblischen Sinne hat nichts mit Bußgeld oder Bußübungen zu tun, sondern mit Sinnesänderung!

Als ich früher noch in der Römisch Katholischen Kirche war, mussten  wir als Kinder immer zum Beichten gehen. Meistens sogar von der Schule aus im Zuge des Religionsunterrichts. Mann sollte sich besinnen, was man alles falsch gemacht hatte, und es dann dem Pfarrer bekennen, der einem dann eine Bußstrafe auferlegte. Meistens waren es zwei „Vater unser" und ein bis zwei „Gegrüßet seist du Maria".
War das Buße? Nein, es war, zumindest was es mich angeht, eigentlich Heuchelei. Mir taten meine bekannten „Sünden" nicht leid, und ich wusste es wird danach genauso weitergehen wie es vorher war.

Sündenerkenntnis, Reue und Buße erlebte ich zum ersten mal im Alter von 32 Jahren als ich zum lebendigen Glauben an Jesus Christus kommen durfte.

Dies war etwas ganz anderes, als alles was ich bis dahin erlebt hatte. Der Hauptunterschied lag wohl darin, dass das Beichten eine rein menschliche, religiöse Übung war, die aber im Endeffekt mit Gott oder Buße nichts zu tun hatte. Wahre, echte Buße, wird von Gott gewirkt durch seinen heiligen Geist, der einen von Sünden überführt.

Joh 16,7-11 Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, daß ich hingehe; denn wenn ich nicht hingehe, so kommt der Beistand nicht zu euch. Wenn ich aber hingegangen bin, will ich ihn zu euch senden. Und wenn jener kommt, wird er die Welt überzeugen von Sünde und von Gerechtigkeit und von Gericht; von Sünde, weil sie nicht an mich glauben; von Gerechtigkeit aber, weil ich zum Vater gehe und ihr mich hinfort nicht mehr sehet; von Gericht, weil der Fürst dieser Welt gerichtet ist.

Wenn Menschen von Gott Ihrer Sünden überführt werden und sie zur Buße gelangen, dann geht das auch immer mit Traurigkeit einher. Wir sehen dies wunderbar im 2 Korinther brief beschrieben.

2Kor 7,8-11 Denn wenn ich euch auch durch den Brief traurig gemacht habe, so bereue ich es nicht; und wenn ich es bereut habe - denn ich sehe, daß euch jener Brief, wenn auch nur für eine Stunde, traurig gemacht hat -, so freue ich mich jetzt nicht darüber, daß ihr betrübt, wohl aber, daß ihr zur Buße betrübt worden seid; denn Gott gemäß seid ihr betrübt worden, so daß ihr in keiner Weise von uns Schaden genommen habt. Denn das Gott gemäße Trauern bewirkt eine Buße zum Heil, die man nie zu bereuen hat, das Trauern der Welt aber bewirkt den Tod. Denn siehe, eben jenes Gott gemäße Trauern, welchen Fleiß hat es bei euch bewirkt, dazu Verantwortung, Entrüstung, Furcht, Verlangen, Eifer, Bestrafung! Ihr habt in jeder Hinsicht bewiesen, daß ihr rein seid in der Sache.

Diese Traurigkeit über die eigenen Sünden, führt zur Buße zum Heil wie wir eben gelesen haben. Nach dieser Buße zum Heil, haben wir auch die Verheißung von Gott getröstet zu werden, wie es Jesus selbst in den Seligpreisungen sagt.

Mt 5,4  Selig sind die Trauernden; denn sie sollen getröstet werden!

Dieser Trost, der auf die Buße folgt, ist die Gewissheit der Vergebung durch das Opfer, das Jesus für uns dargebracht hat, indem er sein Blut für uns vergossen hat.

Mt 26,28 Denn das ist mein Blut des Bundes, welches für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden!

Jesus vergossenes Blut, sein Opfer am Kreuz, ist und bleibt die einzige Grundlage, auf der Gott uns vergeben kann, da Jesus selbst, der ja ohne Sünde war, die Strafe die uns zusteht auf sich genommen hat. Buße und der Glaube an Jesus Christus und sein stellvertretendes Opfer, ist für einen Menschen die einzige Möglichkeit die Vergebung zu erlangen. Es gibt keine Vergebung ohne vorherige Buße. Es gibt ja Menschen, die sich für so gut, für so gerecht halten, dass sie meinen Buße nicht nötig zu haben. Dies ist ein fataler Irrtum. Jeder Mensch hat Buße nötig. Die Bibel wie gesagt, spricht hier von Sinnesänderung, von Umkehr zu Gott oder eben auch von Bekehrung. Jesus sagte seinen Jüngern sehr klar, was es mit Buße auf sich hat.

Lk 13,2-5 Und er antwortete und sprach zu ihnen: Meinet ihr, daß diese Galiläer mehr als alle andern Galiläer Sünder gewesen seien, weil sie solches erlitten haben? Nein, sage ich euch; sondern wenn ihr nicht Buße tut, werdet ihr alle auch so umkommen. Oder jene achtzehn, auf welche der Turm in Siloa fiel und sie erschlug, meinet ihr, daß sie schuldiger gewesen seien als alle andern Leute, die zu Jerusalem wohnen? Nein, sage ich euch; sondern wenn ihr nicht Buße tut, so werdet ihr alle auch so umkommen!

Es gab eine Zeit, da Gott sich nur seinem auserwählten Volk zugewand hatte und sie verantwortlich waren für ihr tun gemäß dem Gesetz das er ihnen gegeben hatte. Nun ist es aber so, dass Gott in seinem Sohn Jesus Christus allen Menschen Vergebung anbietet. So gebietet er nun auch allen Menschen Buße zu tun, denn es werden auch einmal alle Menschen, ja die Ganze Erde, gerichtet werden.

Apg 17,30+31 Nun hat zwar Gott die Zeiten der Unwissenheit übersehen, jetzt aber gebietet er allen Menschen allenthalben, Buße zu tun, weil er einen Tag festgesetzt hat, an welchem er den Erdkreis mit Gerechtigkeit richten wird durch einen Mann, den er dazu bestimmt hat und den er für jedermann dadurch beglaubigte, daß er ihn von den Toten auferweckt hat.

Gott hat diesen Tag des Gerichts bereits festgesetzt und wie alle anderen Prophezeiungen der Bibel sich erfüllt haben, bzw. erfüllen, wird auch dieses in Erfüllung gehen, auch wenn viele Menschen meinen es gäbe keinen Gott und auch kein Gericht. Wenn sie eines Tages ihre Augen aufmachen und sich vor Gott verantworten müssen, wird es für sie zu spät sein. Sie werden dann erkennen müssen, dass wir, die wir die Frohe Botschaft verkünden, doch nicht irgendwelche verrückten Spinner waren, sie werden erkennen müssen, dass das Angebot der Vergebung, die Liebe Gottes auch ihnen gegolten hat und sie werden erkennen müssen, dass sie es sich selbst zu zuschreiben haben was auf sie zukommen wird.

Joh 3,18 Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, weil er nicht geglaubt hat an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes.

Liebe Geschwister, wenn ihr mit Ungläubigen ins Gespräch kommt, achtet darauf, keine billige Gnade zu predigen. Buße gehört zum Evangelium dazu. Leider ist immer öfters zu beobachten, dass gesagt wird: "Glaube einfach an Jesus!" Dies ist nicht der Weg, den uns die Bibel zeigt. Wir hatten ja das Thema schon öfters, dass Glaube nicht gleich Glaube ist. Wahrer Glaube kommt von Gott und der Weg dorthin beinhaltet immer folgende Punkte:

Sündenerkenntnis

Buße bzw. Bekehrung (Sinnesänderung)

Bekennen der Schuld und Sünde

Bitte um Vergebung

Unterordnung unter Gott, bzw. Jesus in sein Leben aufnehmen, Ihm die Führung überlassen

Empfang der Vergebung

Wiedergeburt

Neues Leben von Gott.

Es ist und bleibt der einzige Weg, wie er uns in der Bibel beschrieben ist, Buße zur Vergebung der Sünden auf der Grundlage des Opfers Jesu

Apg 2,38 Petrus aber sprach zu ihnen: Tut Buße, und ein jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden; so werdet ihr die Gabe des heiligen Geistes empfangen.

Lk 24,46+27 und sprach zu ihnen: So steht es geschrieben, daß Christus leiden und am dritten Tage von den Toten auferstehen werde, und daß in seinem Namen Buße zur Vergebung der Sünden gepredigt werden soll unter allen Völkern.

Apg 26,16-18 Aber steh auf und tritt auf deine Füße! Denn dazu bin ich dir erschienen, dich zu verordnen zum Diener und Zeugen dessen, was du von mir gesehen hast und was ich dir noch offenbaren werde, und ich will dich erretten von dem Volk und von den Heiden, unter welche ich dich sende, um ihnen die Augen zu öffnen, damit sie sich bekehren von der Finsternis zum Licht und von der Gewalt des Satans zu Gott, auf daß sie Vergebung der Sünden und ein Erbteil unter den Geheiligten empfangen durch den Glauben an mich!

In diesem Sinne wünsche ich euch allen Gottes reichen Segen in der Liebe Jesu und in seinem Geist mit euch allen verbunden

euer Wolfgang