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Josaphat, ein König der besonderen Art!

Als ich diese Woche so in meiner Bibel las, stieß ich auf eine Begebenheit die in 2 Chronik beschrieben ist. Als ich so darüber nachdachte, viel mir auf, dass dies eigentlich genau das schildert, was wir in den letzten Wochen so betrachtet hatten. Wir werden die Verse abschnittsweise durchgehen und einmal schauen, was dies für uns bedeuten könnte. Wer es danach nochmals als Ganzes im Zusammenhang lesen möchte, es ist 2 Chronik 20,1-30.

Die Person, die wir uns heute anschauen möchten ist Josaphat.

Josaphat war damals König von Juda.

In den Kapiteln vorher wird berichtet, das Josaphat ein König war, der tat, was Gott wohlgefiel und das er mächtig war gegen Israel, so dass niemand sich traute gegen ihn Krieg zu führen.

2Chr 17,3-6 Und der HERR war mit Josaphat; denn er wandelte in den früheren Wegen seines Vaters David und suchte nicht die Baale auf, sondern den Gott seines Vaters suchte er und wandelte in seinen Geboten und tat nicht wie Israel. Darum bestätigte ihm der HERR das Königtum. Und ganz Juda gab Josaphat Geschenke, so dass er viel Reichtum und Ehre hatte. Und da sein Herz in den Wegen des HERRN mutig ward, tat er die übrigen Höhen und die Ascheren aus Juda hinweg.

Er reinigte also sein Volk vom Götzendienst und führte es zurück zum Herrn, im Gegensatz zu Israel das sich weiterhin gegen den Herrn versündigte. Es begab sich dann eines Tages, das sich Josaphat mit Ahab, dem damaligen König von Israel verbündete und mit ihm gemeinsam gegen die Syrer in den Krieg zog. Josaphat hatte zuvor gebeten man möge den Herrn zu diesem Vorhaben befragen. Alle Propheten weissagten einen guten Ausgang der Schlacht. Alle bis auf einen, nämlich Micha. Dieser sagte Ahab voraus, das er in der Schlacht seinen Tod finden werde. Ahab verkleidete sich darauf hin um nicht als König von Israel erkannt zu werden, wo hingegen Josaphat in seinen königlichen Kleidern in die Schlacht zog. Die feindlichen Soldaten hatten Weisung erhalten sich in der Schlacht voll auf Ahab, den König von Israel zu konzentrieren. Da dieser ja verkleidet nicht zu erkennen war, gingen sie Anfangs auf Josapaht los. Josaphat aber vertraute dem Herrn und sucht die Hilfe bei ihm.

2Chr 18,31-32 Als nun die Obersten der Wagen Josaphat sahen, dachten sie: «Das ist der König von Israel!» und gingen auf ihn los zum Kampf. Aber Josaphat schrie, und der HERR half ihm; und Gott lockte sie von ihm weg. Als nun die Obersten der Wagen sahen, dass er nicht der König von Israel sei, wandten sie sich von ihm ab.

Josaphat blieb also verschont.

Dennoch sollte sich das Wort des Herrn erfüllen. Ahab, der sich in seiner Tarnung sicher fühlte, da er ja unerkannt blieb, sollte den Tod finden. Was Gott sagt, trifft auch ein.

2Chr 18,33-34 Aber ein Mann spannte seinen Bogen von ungefähr und traf den König von Israel zwischen den Fugen des Panzers. Da sprach er zu seinem Wagenlenker: Wende um und führe mich aus dem Heer; denn ich bin verwundet! Aber der Kampf ward heftiger an jenem Tag. Und der König von Israel stand auf seinem Wagen den Syrern gegenüber, bis zum Abend, und er starb zur Zeit des Sonnenuntergangs.

Von Josaphat hingegen lesen wir.

2Chr 19,1 Aber Josaphat, der König von Juda, kehrte in Frieden heim nach Jerusalem.

Als Josaphat vom Krieg zurück kam wurde zwar getadelt, aber es wurde auch das Gute nicht vergessen, dass er getan hatte.

2Chr 19,2-3 Und Jehu, der Sohn Hananis, der Seher, ging hinaus, ihm entgegen, und sprach zum König Josaphat: Solltest du also dem Gottlosen helfen und die lieben, welche den HERRN hassen? Deswegen ist der Zorn des HERRN wider dich entbrannt! Aber doch ist etwas Gutes an dir gefunden worden, weil du die Ascheren aus dem Lande ausgerottet und dein Herz darauf gerichtet hast, Gott zu suchen.

Von da an kümmerte sich Josaphat wieder mehr um die inneren Angelegenheiten seines Volkes. Er setzte überall Richter ein und ermahnte sie alle Rechtssachen dem Herrn gemäß zu regeln und sich nicht zu versündigen. Er setzte alles daran, Juda wieder zu dem Gott ihrer Väter zurückzuführen.

Soweit die Vorgeschichte.

Nun zu den eigentlichen Begebenheiten, die wir uns hier etwas näher ansehen wollen.

2Chr 20,1-2 Darnach kamen die Moabiter und die Ammoniter und mit ihnen etliche von den Meunitern, um Josaphat zu bekriegen. Und man kam und verkündigte Josaphat und sprach: Es kommt eine große Menge wider dich von jenseits des Toten Meeres, aus Syrien; und siehe, sie sind zu Hazezon-Tamar, das ist Engedi!

Schlechte Nachrichten wenn man erfährt, dass sich eine GROßE Menge gegen einen zum Krieg rüstet und ich denke uns wäre es auch nicht anders gegangen als Josaphat.

2Chr 20,3 Da fürchtete sich Josaphat...

Ich denke auch wir kommen immer wieder in Situationen bzw. erhalten Nachrichten wo Furcht in uns aufsteigt, wenn es auch nicht gleich so bedrohlich sein muss, wie im vorliegenden Fall.

Was ist nun das beste was man in solch einer Situation machen kann?

Genau das was Josaphat tat!

2Chr 20,3 ...und befleißigte sich, den HERRN zu suchen...

Er wandte sich an Gott!

Wir lesen weiter...

2 Chr 20,3-4 ...und ließ in ganz Juda ein Fasten ausrufen. Und Juda kam zusammen, den HERRN zu suchen; auch aus allen Städten Judas kamen sie, den HERRN zu suchen.

Er begnügte sich also nicht damit, dass er allein die Hilfe beim Herrn suchte, sondern er bezog das ganze Volk mit ein, gab entsprechende Anweisungen und das Volk tat wie ihm gesagt wurde.

Nun versammelten sie sich im Tempel und Josaphat betete zum Herrn.

2Chr 20,5-12 Josaphat trat unter die Gemeinde von Juda und Jerusalem im Hause des HERRN, vor dem neuen Vorhofe, und sprach: O HERR, Gott unsrer Väter, bist du nicht Gott im Himmel und Herrscher über alle Königreiche der Heiden? In deiner Hand ist Kraft und Macht, und niemand vermag vor dir zu bestehen! Hast nicht du, unser Gott, die Einwohner dieses Landes vor deinem Volk Israel vertrieben und hast es dem Samen Abrahams, deines Freundes, gegeben, auf ewige Zeiten? Sie haben sich darin niedergelassen und dir darin ein Heiligtum für deinen Namen gebaut und gesagt: Wenn Unglück, Schwert des Gerichts, Pestilenz oder Hungersnot über uns kommt und wir vor diesem Hause und vor dir stehen - da dein Name in diesem Hause wohnt -, und wir in unsrer Not zu dir schreien, so wollest du hören und helfen! Und nun siehe, die Ammoniter und Moabiter und die vom Gebirge Seir, durch deren Land zu ziehen du den Kindern Israel nicht erlaubtest, als sie aus Ägyptenland zogen, sondern von denen sie sich ferne hielten und die sie nicht vertilgen durften, siehe, diese lassen uns das entgelten und kommen, um uns aus deinem Erbe, welches du uns verliehen hast, zu vertreiben. Unser Gott, willst du sie nicht richten? Denn in uns ist keine Kraft gegen diesen großen Haufen, der wider uns kommt; und wir wissen nicht, was wir tun sollen, sondern unsre Augen sehen auf dich!

Wir sehen in diesem Gebet, das Josaphat nicht nur dem Herrn seine ganze Not bringt, sondern sich auch auf die Verheißungen Gottes beruft. Es ist denke ich unschwer zu erkennen, welch großes Vertrauen er zu Gott hatte. Sein vorbildliches Handeln und seine Echtheit, waren auch für sein Volk ein Zeugnis, so dass auch sie sich im vertrauen an Gott wandten.

2Chr 20,13 Und ganz Juda stand vor dem HERRN, samt ihren Kindern, Frauen und Söhnen.

Wie sieht es mit unserem Gebetsleben aus?

Haben auch wir ein solches Vertrauen zum Herrn?

Wie oft wissen wir nicht was wir tun sollen?

Mögen wir doch von Josaphat lernen wenn er sagt: „Unsere Augen sehen auf dich!“

Er wandte den Blick von seinen Problemen ab und blickte auf den Herrn.

Geht es uns nicht oft so, dass genau das so schwer ist, den Blick von Problemen auf Gott zu richten?

Lesen wir weiter was passiert!

2Chr 20,14-17 Da kam auf Jehasiel, den Sohn Sacharias, des Sohnes Benajas, des Sohnes Jehiels, des Sohnes Mattanjas, den Leviten aus den Kindern Asaphs, der Geist des HERRN mitten in der Gemeinde, und er sprach: Merket auf, ganz Juda und ihr Einwohner von Jerusalem und du, König Josaphat: So spricht der HERR zu euch: Ihr sollt euch nicht fürchten, noch vor diesem großen Haufen verzagen; denn der Kampf ist nicht eure Sache, sondern Gottes! Morgen sollt ihr gegen sie hinabziehen. Siehe, sie kommen auf der Steige Ziz herauf, und ihr werdet sie antreffen am Ende des Tales, vor der Wüste Jeruel. Aber es ist nicht an euch, daselbst zu streiten. Tretet nur hin und bleibet stehen und sehet das Heil des HERRN, mit welchem er euch hilft! O Juda und Jerusalem, fürchtet euch nicht und verzaget nicht! Morgen ziehet aus wider sie, der HERR ist mit euch!

Gott erhört also das Gebet Josaphats. Er sagt ihnen sie sollen sich nicht fürchten vor dem was vor ihnen liegt, denn nicht sie sollen kämpfen, sondern der Herr selbst wird für sie den Kampf führen.

Auch wir haben im Neuen Testament die Zusage von Gott, dass wir uns nicht fürchten müssen, sondern IHM vetrauen dürfen.

Joh 16,33 Solches habe ich mit euch geredet, dass ihr in mir Frieden habet. In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.

Ps 31,25 Seid getrost und unverzagt, alle, die ihr des HERRN harrt!

Wenn wir also dem Herrn vertrauen, dann brauchen wir keine Angst mehr zu haben. Wir wissen, dass Gott seine Kinder liebt und ihnen in allen Lagen zur Seite steht.

Gehen wir im Text weiter und schauen mal wie Josaphat und sein Volk auf diese Zusage des Herrn reagieren.

2Chr 20,18-19 Da beugte sich Josaphat mit seinem Angesicht zur Erde, und ganz Juda und die Einwohner von Jerusalem fielen vor dem HERRN nieder und beteten den HERRN an. Und die Leviten von den Söhnen der Kahatiter und von den Söhnen der Korahiter machten sich auf, den HERRN, den Gott Israels, hoch zu loben mit lauter Stimme.

Gerade eben noch mit Angst erfüllt, beginnen sie nun nach der Zusage des Herrn mit Lobpreis und Anbetung.

Ehrlich gesagt finde ich das schon sehr beeindruckend, sie hatten ja NUR eine Verheißung, aber sie GLAUBTEN und ZWEIFELTEN nicht daran, dass der Herr es auch so machen würde und sie drückten durch ihr Verhalten das aus, was in ihrem Herzen war.

Aber mit dem nicht genug, auch als sie dann am nächsten Tag in die Schlacht (die sie ja nicht zu führen hatten) zogen, stellten sie ihren Glauben an Gottes Zusage unter Beweis.

Wir erinnern uns an die Themen der letzten Wochen!

Glaube und Werke...

Sie glaubten Gott und dies führte zu ihren Werken bzw. zu ihrem Handeln.

Glaube = Ursache; Handeln = Wirkung bzw. Frucht des Glaubens.

Wie gesagt also sollte sich ihr Glaube noch mehr zeigen, als er es bereits schon tat.

2Chr 20,20-21 Und sie machten sich am Morgen früh auf und zogen nach der Wüste Tekoa. Und als sie auszogen, trat Josaphat hin und sprach: Höret mir zu, Juda und ihr Einwohner von Jerusalem: Vertrauet auf den HERRN, euren Gott, so könnt ihr getrost sein, und glaubet seinen Propheten, so werdet ihr Glück haben! Und er beriet sich mit dem Volk und stellte die, welche in heiligem Schmuck dem HERRN singen und ihn preisen sollten, im Zug vor die Gerüsteten hin, um zu singen: Danket dem HERRN, denn seine Güte währet ewiglich!

Ist das nicht ein Glaubensbeweis? Die unbewaffneten Sänger vorne in der ersten Reihe! Als sie nun begannen voll im Glauben und Vertrauen zu handeln, begann auch Gott zu handeln.

2Chr 20,22-23 Und als sie anfingen mit Jauchzen und Loben, ließ der HERR einen Hinterhalt kommen über die Ammoniter, Moabiter und die vom Gebirge Seir, die wider Juda gekommen waren, und sie wurden geschlagen. Und die Ammoniter und Moabiter stellten sich denen vom Gebirge Seir entgegen, sie zu vernichten und zu vertilgen. Und als sie die vom Gebirge Seir aufgerieben hatten, halfen sie selbst einander zur Vertilgung.

Gott hatte also die, die sich gegen Juda zusammengerottet hatten, gegeneinander Kämpfen lassen. Jetzt könnte man meinen es ist schon eine große Sache wie der Herr hier die feindlichen Armeen geschwächt hat. Nun könnte man meinen, Juda würde mit dem Rest der Feinde schon  fertig werden.

Aber wenn Gott etwas zusagt, dann führt er es auch ganz aus und er sagte Juda zu, dass es nicht ihre Sache sein wird zu kämpfen, und genau so kam es auch.

Nicht einen einzigen Feind mussten sie besiegen.

2Chr 20,24 Als aber Juda zu der Warte gegen die Wüste kam und sich gegen den Haufen wenden wollte, siehe, da lagen die Leichen auf dem Boden; es war niemand entronnen.

Aber mit dem Sieg über die Feinde, den Gott ihnen gegeben hatte, war es noch nicht genug, denn sie durften auch noch Kriegsbeute im Überfluss machen.

2Chr 20,25 Und Josaphat kam mit seinem Volk, um unter ihnen Beute zu machen, und sie fanden dort eine Menge Fahrhabe und Kleider und kostbare Geräte, und sie raubten so viel, dass sie es nicht tragen konnten. Und sie plünderten drei Tage lang, weil so viel vorhanden war.

Eines jedoch vergasen sie trotz all ihrer Freude nicht, nämlich Gott zu danken, dem sie den Sieg und die Beute zu verdanken hatten.

2Chr 20,26-28 Aber am vierten Tage kamen sie zusammen im «Lobetal»; denn daselbst lobten sie den HERRN. Daher heißt jener Ort Lobetal bis auf diesen Tag. Darnach kehrte die ganze Mannschaft von Juda und Jerusalem wieder um, und Josaphat an ihrer Spitze, um mit Freuden gen Jerusalem zu ziehen; denn der HERR hatte sie durch ihre Feinde erfreut. Und sie zogen zu Jerusalem ein unter Psalter- und Harfen- und mit Trompetenklang, zum Haus des HERRN.

Wenn man auch meinen sollte, dass Lob und Dank doch selbstverständlich sind, wollen wir uns nicht täuschen lassen. Denken wir zum Beispiel an die 10 Aussätzigen die Jesus gereinigt hatte. Nur einer kam zurück und gab Gott die Ehre dafür, dass er rein geworden war.

Wollen auch wir es nicht versäumen, dem Herrn allezeit zu danken, für all das Gute, das er uns immer wieder tut.

Lesen wir nun noch zum Schluss zwei Verse wie die ganze Sache mit Josaphat ausging.

2Chr 20,29-30 Und der Schrecken Gottes kam über alle Königreiche der Länder, als sie hörten, dass der HERR wider die Feinde Israels gestritten hatte. So blieb denn Josaphats Regierung ungestört, und sein Gott gab ihm Ruhe ringsum.

Zum Schluß sei noch erwähnt, das Josaphat sich später noch einmal mit einem gottlosen König namens Ahasja, der damals König von Israel war, zusammen tat um Schiffe zu bauen. Darauf hin weissagte Elieser gegen Josaphat, dass der Herr sein Werk zerstören würde, weil er sich mit Ahasja verbündet hatte. Wir ahnen es schon, dass es auch so kam. Die Schiffe zerschellten alle und keines erreichte sein Ziel.

So ihr Lieben, das war heute mal etwas länger als üblich, aber ich denke wir können einiges aus dieser Begebenheit für uns lernen.

Gott segne euch,

euer Wolfgang