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Jesus Christus, Hoherpreister nach der Ordnung Melchisedeks! (Teil 2)

Letzte Woche hatten wir ja das Thema „Jesus Christus, Hoherpriester nach der Ordnung Melchisedeks!" womit wir uns auch heute noch beschäftigen werden. Zunächst möchte ich noch einmal die Punkte von letzter Woche kurz zusammenfassen.

Jesus hatte sein Blut als „Lamm Gottes" vergossen.

Er musste in das himmlische Heiligtum eingehen, um dort als Hoherpriester eingesetzt, sein eigenes Blut als Opfer dar zu bringen.

Um als Hoherpriester eingesetzt zu werden, musste bereits ein Gebot des Mosaischen Gesetzes aufgehoben werden, da Jesus der Abstammung nach aus dem Stamme Juda hervorging und nicht aus dem Stamme Levi, die nach Mosaischem Gesetz die einzigen waren, die überhaupt Priester werden konnten.

Ferner sahen wir noch, dass Jesus der Bürge eines besseren Bundes ist, da er auf besseren Verheißungen beruht und auch dass durch Jesus der Weg zum Vater nun offen steht, was sich dadurch anzeigte, das der Vorhang im Tempel zerriss als Jesus starb.

Wir durften auch erkennen, dass Jesus, da er für immer lebt, ein unübertragbares Priesteramt empfangen hat und dass er, da er für immer lebt auch die seinen für immer erlösen bzw. erretten kann, da er sich selbst für immer für die seinen beim Vater einsetzt.

Soweit mal eine kurze Zusammenfassung vom letzten mal.

Heute wollen wir nun dort im Hebräerbrief weitermachen, wo wir letztes mal aufgehört hatten.

Hebr 8,1-2 Die Hauptsache aber bei dem, was wir sagten, ist: Wir haben einen solchen Hohenpriester, der zur Rechten des Thrones der Majestät im Himmel sitzt, einen Diener des Heiligtums und der wahrhaftigen Stiftshütte, welche der Herr errichtet hat, und nicht ein Mensch.

Die Stiftshütte, und später auch der Tempel waren ja Abbilder der himmlischen Realitäten. Sie wurden nach Gottes genauen Anweisungen von Menschen erbaut. Die wahrhaftige Stiftshütte, welche im Himmel ist, wurde von Gott selbst errichtet.

Hebr 8,3 Denn jeder Hohepriester wird eingesetzt, um Gaben und Opfer darzubringen; daher muss auch dieser etwas haben, was er darbringen kann.

Gäbe es kein Opfer darzubringen, dann wäre der Dienst des Hohenpriesters unnütz.

Hebr 8,4-5 Wenn er sich nun auf Erden befände, so wäre er nicht einmal Priester, weil hier solche sind, die nach dem Gesetz die Gaben opfern. Diese dienen einem Abbild und Schatten des Himmlischen, gemäß der Weisung, die Mose erhielt, als er die Stiftshütte anfertigen wollte: «Siehe zu», hieß es, «dass du alles nach dem Vorbild machst, das dir auf dem Berge gezeigt worden ist!»

Dies hatten wir ja vorhin bereits erwähnt.

Hebr 8,6-12 Nun aber hat er einen um so bedeutenderen Dienst erlangt, als er auch eines besseren Bundes Mittler ist, der auf besseren Verheißungen ruht. Denn wenn jener erste Bund tadellos gewesen wäre, so würde nicht Raum für einen zweiten gesucht.  Denn er tadelt sie doch, indem er spricht: «Siehe, es kommen Tage, spricht der Herr, da ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund schließen werde; nicht wie der Bund, den ich mit ihren Vätern gemacht habe an dem Tage, als ich sie bei der Hand nahm, um sie aus Ägyptenland zu führen - denn sie sind nicht in meinem Bund geblieben, und ich ließ sie gehen, spricht der Herr, sondern das ist der Bund, den ich mit dem Hause Israel machen will nach jenen Tagen, spricht der Herr: Ich will ihnen meine Gesetze in den Sinn geben und sie in ihre Herzen schreiben, und ich will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein. Und es wird keiner mehr seinen Mitbürger und keiner mehr seinen Bruder lehren und sagen: Erkenne den Herrn! denn es werden mich alle kennen, vom Kleinsten bis zum Größten unter ihnen; denn ich werde gnädig sein gegen ihre Ungerechtigkeiten und ihrer Sünden nicht mehr gedenken.»

Wir sehen hier, dass der neue Bund nicht mehr auf Gesetzen und Gesetzeswerken basiert, sondern auf Vergebung bzw. auf Gnade. Es handelt sich um den selben Bund, indem auch wir als Heiden, sprich als Nichtjuden, stehen. Die Bibel lehrt uns ja, dass Gott seinem Volk Verstockung widerfahren hat lassen, um sich der Heiden anzunehmen. Wenn aber die Zeit der Heiden erfüllt sein wird, wird er sich wieder seinem Volk zuwenden, welches dann aufgrund des selben Bundes das Heil erlangen wird.

Hebr 8,13 Indem er sagt: «Einen neuen», hat er den ersten für veraltet erklärt; was aber veraltet ist und sich überlebt hat, das wird bald verschwinden.

Diejenigen die sich mit der Geschichte ein wenig auskennen wissen, dass im Jahre 70 nach Christus der Opferdienst im Tempel aufhörte, weil dieser zerstört wurde. Es erfüllte sich damals das was Jesus seine Jüngern bereits voraus gesagt hatte.

Mt 24,1-2 Und Jesus ging hinaus und vom Tempel hinweg. Und seine Jünger traten herzu, um ihm die Gebäude des Tempels zu zeigen. Jesus aber sprach zu ihnen: Sehet ihr nicht dieses alles? Wahrlich, ich sage euch, hier wird kein Stein auf dem andern bleiben, der nicht zerbrochen wird!

Von da ab wurden die Juden auf die ganze Welt zerstreut und Israel von den Heiden zertreten, bis die Zeit der Heiden erfüllt sein würde. Nach dem zweiten Weltkrieg kam es dann zur Staatengründung Israels und von da an begann Gott sein Volk (die Juden) wieder zu sammeln. An Hand dieser Begebenheiten können wir sehen, dass wir uns bereits jetzt in einer Übergansphase befinden, wo die Zeit der Heiden erfüllt wird und Gott sich seines ursprünglichen Volkes wieder annimmt.

Hebr 9,1-8 Es hatte nun zwar auch der erste Bund gottesdienstliche Ordnungen und das irdische Heiligtum. Denn es war ein Zelt aufgerichtet, das vordere, in welchem sich der Leuchter und der Tisch und die Schaubrote befanden; dieses wird das Heilige genannt. Hinter dem zweiten Vorhang aber befand sich das Zelt, welches das Allerheiligste heißt; zu diesem gehört der goldene Räucheraltar und die Bundeslade, allenthalben mit Gold überzogen, und in dieser war der goldene Krug mit dem Manna und die Rute Aarons, die geblüht hatte, und die Tafeln des Bundes; oben über ihr aber die Cherubim der Herrlichkeit, die den Sühndeckel überschatteten, worüber jetzt nicht im einzelnen zu reden ist. Da nun dieses so eingerichtet ist, betreten zwar die Priester allezeit das vordere Zelt zur Verrichtung des Gottesdienstes; in das zweite Zelt aber geht einmal im Jahr nur der Hohepriester, nicht ohne Blut, das er für sich selbst und für die Versehen des Volkes darbringt. Damit zeigt der heilige Geist deutlich, dass der Weg zum Heiligtum noch nicht geoffenbart sei, solange das vordere Zelt Bestand habe.

Hebr 9,9-10 Dieses ist ein Gleichnis für die gegenwärtige Zeit, da noch Gaben und Opfer dargebracht werden, welche, was das Gewissen anbelangt, den nicht vollkommen machen können, der den Gottesdienst verrichtet, da er sich nur auf Speisen und Getränke und verschiedene Waschungen bezieht, auf fleischliche Verordnungen, welche bis zur Zeit der Zurechtbringung auferlegt sind.

Gegenwärtige Zeit heißt zwischen dem Auftauchen der Gemeinde Christi an Pfingsten bis 70 nach Christi Geburt, als der Opferdienst wie gesagt, wegen der Zerstörung des Tempels ein Ende nahm.

Hebr 9,11-14 Als aber Christus kam als ein Hoherpriester der zukünftigen Güter, ist er durch das größere und vollkommenere Zelt, das nicht mit Händen gemacht, das heißt nicht von dieser Schöpfung ist, auch nicht durch das Blut von Böcken und Kälbern, sondern durch sein eigenes Blut ein für allemal in das Heiligtum eingegangen und hat eine ewige Erlösung erfunden. Denn wenn das Blut von Böcken und Stieren und die Besprengung mit der Asche der jungen Kuh die Verunreinigten heiligt zu leiblicher Reinigkeit, wie viel mehr wird das Blut Christi, der durch ewigen Geist sich selbst als ein tadelloses Opfer Gott dargebracht hat, unser Gewissen reinigen von toten Werken, zu dienen dem lebendigen Gott!

Hebr 9,15-17 Darum ist er auch Mittler eines neuen Bundes, damit - nach Verbüßung des Todes zur Erlösung von den unter dem ersten Bunde begangenen Übertretungen - die Berufenen das verheißene ewige Erbe empfingen. Denn wo ein Testament ist, da muss notwendig der Tod des Testators erwiesen werden;   denn ein Testament tritt auf Todesfall hin in kraft, da es keine Gültigkeit hat, solange der Testator lebt.

Das Volk Gottes, findet also auch in Jesus Christus die Erlösung, weil er den Bund einsetzt, der aufgrund der Verheißungen basiert. Jesus selbst sagt in

Mt 5,17 Ihr sollt nicht wähnen, dass ich gekommen sei, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen! Ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen.

Wir sehen hier, dass auch denen unter dem alten Bund die Gott glaubten, die Erlösung durch Jesus angerechnet wird. Aber eben aufgrund der Verheißung durch den Glauben und nicht auf Grund von Werken. Wie wir ja auch bereits VOR dem ersten Bund bei Abraham die Rechtfertigung aus Glauben sehen.

Röm 4,3 Denn was sagt die Schrift? «Abraham aber glaubte Gott, und das wurde ihm zur Gerechtigkeit angerechnet.»

Hebr 9,18-23 Daher wurde auch der erste Bund nicht ohne Blut eingeweiht. Denn nachdem jedes einzelne Gebot nach dem Gesetz von Mose dem ganzen Volke vorgelegt worden war, nahm er das Blut der Kälber und Böcke mit Wasser und Purpurwolle und Ysop und besprengte sowohl das Buch selbst als auch das ganze Volk, wobei er sprach: «Dies ist das Blut des Bundes, welchen Gott euch verordnet hat!» Auch das Zelt und alle Geräte des Gottesdienstes besprengte er in gleicher Weise mit Blut; und fast alles wird nach dem Gesetz mit Blut gereinigt, und ohne Blutvergießen geschieht keine Vergebung. So ist es also notwendig, dass die Abbilder der im Himmel befindlichen Dinge durch solches gereinigt werden, die himmlischen Dinge selbst aber durch bessere Opfer als diese.

Hebr 9,24-25 Denn nicht in ein mit Händen gemachtes Heiligtum, in ein Nachbild des wahrhaften, ist Christus eingegangen, sondern in den Himmel selbst, um jetzt zu erscheinen vor dem Angesichte Gottes für uns; auch nicht, um sich selbst öfters zu opfern, gleichwie der Hohepriester jedes Jahr mit fremdem Blut ins Heiligtum hineingeht - denn sonst hätte er ja öfters leiden müssen von Grundlegung der Welt an!

Wir erinnern uns an Jesus als das „Lamm Gottes". Das Opfer wurde am Kreuz ein für alle mal dargebracht. Jesus selbst bestätigte dies noch am Kreuz unmittelbar vor seinem Tod.

Joh 19,30 Als nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht! Und er neigte das Haupt und übergab den Geist.

Hebr 9,26-28 Nun aber ist er einmal gegen das Ende der Weltzeiten hin erschienen zur Aufhebung der Sünde durch das Opfer seiner selbst; und so gewiss den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, darnach aber das Gericht, so wird auch Christus, nachdem er sich einmal zum Opfer dargebracht hat, um die Sünden vieler auf sich zu nehmen, zum zweitenmal ohne Sünde denen erscheinen, die auf ihn warten, zum Heil.

Eine nicht zu unterschätzende Aussage! Jesus wird zum zweiten mal erscheinen, zum HEIL denen DIE AUF IHN WARTEN!

Wie sieht es bei uns aus?

Warten wir wirklich auf das zweite kommen des Herrn?

Leben wir in der Erwartung seines Wiederkommens?

Hebr 10,1-3 Denn weil das Gesetz nur einen Schatten der zukünftigen Güter hat, nicht das Ebenbild der Dinge selbst, so kann es auch mit den gleichen alljährlichen Opfern, welche man immer wieder darbringt, die Hinzutretenden niemals vollkommen machen! Hätte man sonst nicht aufgehört, Opfer darzubringen, wenn die, welche den Gottesdienst verrichten, einmal gereinigt, kein Bewusstsein von Sünden mehr gehabt hätten? Statt dessen erfolgt durch dieselben nur alle Jahre eine Erinnerung an die Sünden.

Hier sehen wir, was wir auch schon beim Mosaischen Gesetz gesehen hatten, das es durch die Dinge des alten Bundes kein Erlösung gibt. Durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde, durch das Opfer ein beständiges Erinnern an die Sünde.

Hebr 10,4-6 Denn unmöglich kann Blut von Ochsen und Böcken Sünden wegnehmen! Darum spricht er bei seinem Eintritt in die Welt: «Opfer und Gaben hast du nicht gewollt; einen Leib aber hast du mir zubereitet. Brandopfer und Sündopfer gefallen dir nicht.

Hebr 10,7-10 Da sprach ich: Siehe, ich komme - in der Buchrolle steht von mir geschrieben -, dass ich tue, o Gott, deinen Willen.» Indem er oben sagt: «Opfer und Gaben, Brandopfer und Sündopfer hast du nicht gewollt, sie gefallen dir auch nicht» - die nach dem Gesetz dargebracht werden, und dann fortfährt: «Siehe, ich komme, zu tun deinen Willen», hebt er das erstere auf, um das andere einzusetzen. In diesem Willen sind wir geheiligt durch die Aufopferung des Leibes Jesu Christi ein für allemal.

Es war der Gehorsam Jesu, der sich immer dem Willen des Vaters unterworfen hat. Auch wir sollten immer diese Haltung bewahren und uns von Herzen dem Herrn unterordnen indem auch wir sagen: „Nicht wie ich will, sondern wie DU willst soll mir geschehen!"

Hebr 10,11-14 Und jeder Priester steht da und verrichtet täglich den Gottesdienst und bringt öfters dieselben Opfer dar, welche doch niemals Sünden wegnehmen können; dieser aber hat sich, nachdem er ein einziges Opfer für die Sünden dargebracht hat, für immer zur Rechten Gottes gesetzt und wartet hinfort, bis alle seine Feinde als Schemel seiner Füße hingelegt werden; denn mit einem einzigen Opfer hat er die, welche geheiligt werden, für immer vollendet.

Für immer vollendet! Kann es eine größere Sicherheit geben? Jesus hat alles getan, was zu unserer Errettung nötig war, so dass wir es nur im Glauben annehmen brauchen und nichts weiter hinzufügen können oder dürfen!

Hebr 10,15-17 Das bezeugt uns aber auch der heilige Geist; denn, nachdem gesagt worden ist: «Das ist der Bund, den ich mit ihnen schließen will nach diesen Tagen», spricht der Herr: «Ich will meine Gesetze in ihre Herzen geben und sie in ihre Sinne schreiben, und ihrer Sünden und ihrer Ungerechtigkeiten will ich nicht mehr gedenken.»

Hebr 10,18 Wo aber Vergebung für diese ist, da ist kein Opfer mehr für Sünde.

Es ist kein anderes Opfer mehr nötig und auch kein anderes Opfer mehr möglich. Dieses eine, von Jesus vollbrachte Opfer ist und bleibt das einzige das vor Gott zählt!

Apg 4,12 Und es ist in keinem andern das Heil; denn es ist auch kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, in welchem wir sollen gerettet werden!

Kol 1,16-23 Denn in ihm ist alles erschaffen worden, was im Himmel und was auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, seien es Throne oder Herrschaften oder Fürstentümer oder Gewalten: alles ist durch ihn und für ihn geschaffen; und er ist vor allem, und alles besteht in ihm. Und er ist das Haupt des Leibes, nämlich der Gemeinde, er, der der Anfang ist, der Erstgeborene aus den Toten, damit er in allem der Erste sei. Denn es gefiel Gott, dass in ihm alle Fülle wohnen sollte und alles durch ihn versöhnt würde zu ihm selbst - dadurch dass er Frieden machte durch das Blut seines Kreuzes - durch ihn, sowohl was im Himmel, als auch was auf Erden ist. Und euch, die ihr einst entfremdet und feindlich gesinnt waret in den bösen Werken, hat er aber nun versöhnt in dem Leibe seines Fleisches durch den Tod, um euch heilig und tadellos und unverklagbar darzustellen vor seinem Angesicht, wenn ihr nämlich im Glauben gegründet und fest bleibet und euch nicht abbringen lasset von der Hoffnung des Evangeliums, das ihr gehört habt, welches in der ganzen Schöpfung unter dem Himmel gepredigt wird, dessen Diener ich, Paulus, geworden bin.

So liebe Geschwister, soweit für heute. Nachdem die Themen der letzten Wochen doch recht umfangreich und zum Teil etwas schwer verständlich waren, werden wir nächste Woche wieder einmal einen „Freien Themen, Austausch und Gebets Abend" machen. Wir wollen uns da dann auch Zeit nehmen, eventuelle Fragen die noch im Raum stehen aufzugreifen und zu klären.

Gott segne euch,

euer Wolfgang