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Jesus Christus, Hoherpreister nach der Ordnung Melchisedeks! (Teil 1)

Letzte Woche ging es ja um Jesus als das „LAMM GOTTES". Wir sahen, das Jesus, als das von Gott selbst gegebene Opferlamm, am Kreuz sein Blut für unsere Übertretungen und Sünden vergossen hat. Jesus selbst, als er am Kreuz kurz vor seinem Tod ausruft: „ES IST VOLLBRACHT!" gibt uns  das untrügliche Wort, dass sein „einmaliges" Opfer nun vollendet war.

Worin bestand nun sein Opfer für uns?

Jes 53,5-12 ...er wurde durchbohrt um unserer Übertretung willen, zerschlagen wegen unserer Missetat; die Strafe, uns zum Frieden, lag auf ihm, und durch seine Wunden sind wir geheilt. Wir gingen alle in der Irre wie Schafe, ein jeder wandte sich auf seinen Weg; aber der HERR warf unser aller Schuld auf ihn. Da er misshandelt ward, beugte er sich und tat seinen Mund nicht auf, wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird, und wie ein Schaf, das vor seinem Scherer verstummt und seinen Mund nicht auftut. Infolge von Drangsal und Gericht wurde er weggenommen; wer bedachte aber zu seiner Zeit, dass er aus dem Lande der Lebendigen weggerissen, wegen der Übertretung meines Volkes geschlagen ward? Und man gab ihm bei Gottlosen sein Grab und bei einem Reichen seine Gruft, obwohl er kein Unrecht getan hatte und kein Betrug in seinem Munde gewesen war.  Aber dem HERRN gefiel es, ihn zu zerschlagen, er ließ ihn leiden. Wenn er seine Seele zum Schuldopfer gegeben hat, so wird er Nachkommen sehen und lange leben; und des HERRN Vorhaben wird in seiner Hand gelingen. An der Arbeit seiner Seele wird er sich satt sehen; durch seine Erkenntnis wird er, mein Knecht, der Gerechte, viele gerecht machen, und ihre Schulden wird er auf sich nehmen.  Darum will ich ihm unter den Großen seinen Anteil geben, und er soll Starke zum Raube erhalten, dafür, dass er seine Seele dem Tode preisgegeben hat und sich unter die Übeltäter zählen ließ und die Sünden vieler getragen und für die Übeltäter gebetet hat!

Jesus gab sein Leben, auf dass wir in ihm ewiges Leben haben!

Jesus erlitt Qualen, auf dass wir nicht die ewigen Qualen erleiden müssen!

Jesus wurde vom Vater verlassen, auf dass wir diese Verlassenheit nie erdulden müssen!

Jesus ist auferstanden, er hat den Tod besiegt, auf dass der Tod über uns keine Macht mehr hat!

Jesus hat sein Blut vergossen, auf das wir Vergebung erlangen!

Jesus hat der Gerechtigkeit Gottes genüge getan, damit wir mit Gott versöhnt werden können!

Jesus nahm den Zorn und das Gericht Gottes auf sich, damit wir die Liebe Gottes erfahren dürfen!

Dieses Opfer, war wie gesagt vollendet, als Jesus ausrief:

„ES IST VOLLBRACHT!"

Sein Dienst als „LAMM GOTTES" war vollendet.

Nun musste er, nachdem er auferstanden war seinen neuen Dienst antreten, nämlich seinen Dienst als „HOHERPRIESTER". Das Blut Jesu war bereits vergossen, aber Jesus musste erst noch in das himmlische Heiligtum eingehen, um sein Blut als Opfer darzubringen. Um dies recht verstehen zu können, müssen wir uns zunächst mit dem Priestertum und dem Opferdienst des alten Bundes auseinandersetzen. Die Bibel lehrt uns, dass die Dinge die uns im Alten Testament beschrieben sind, Abbildungen dessen sind, was in der unsichtbaren, himmlischen Welt existiert. Diese Zusammenhänge, werden im Hebräerbrief sehr ausführlich dargestellt.

Hebr 6,11-20    Wir wünschen aber, dass jeder von euch denselben Fleiß bis ans Ende beweise, entsprechend der vollen Gewissheit der Hoffnung, dass ihr ja nicht träge werdet, sondern Nachfolger derer, welche durch Glauben und Geduld die Verheißungen ererben.

Durch Glauben und Geduld ererben wir die Verheißungen!

Denn als Gott dem Abraham die Verheißung gab, schwur er, da er bei keinem Größeren schwören konnte, bei sich selbst und sprach: «Wahrlich, ich will dich reichlich segnen und mächtig vermehren!» Und da er sich so geduldete, erlangte er die Verheißung.

Er erlangte die Verheißung durch geduldiges abwarten und nicht Schwachwerden im Glauben!

Menschen schwören ja bei dem Größeren, und für sie ist der Eid das Ende alles Widerspruchs und dient als Bürgschaft. Darum ist Gott, als er den Erben der Verheißung in noch stärkerem Maße beweisen wollte, wie unwandelbar sein Ratschluss sei, mit einem Eid ins Mittel getreten, damit wir durch zwei unwandelbare Tatsachen, bei welchen Gott unmöglich lügen konnte, einen starken Trost haben, wir, die wir unsere Zuflucht dazu nehmen, die dargebotene Hoffnung zu ergreifen,

Das Ende allen Widerspruchs und eine Bürgschaft, die Gott selbst uns gibt!

und welche wir festhalten als einen sicheren und festen Anker der Seele, der auch hineinreicht ins Innere, hinter den Vorhang, wohin als Vorläufer Jesus für uns eingegangen ist, nach der Ordnung Melchisedeks Hoherpriester geworden in Ewigkeit.

Ein sicherer und fester Anker unserer Seele, der hineinreicht ins Innere. Das heißt bis ins Allerheiligste, bis in die Gegenwart Gottes. Jesus ist dorthin vorrausgegangen. Als Jesus am Kreuz starb, zerriss der Vorhang im Tempel.

Lk 23,45 Und die Sonne wurde verfinstert, und der Vorhang im Tempel riss mitten entzwei.

Das heißt, durch Jesus, ist der Weg zum Vater offen!

Hebr 7,1-10 Denn dieser Melchisedek - König zu Salem, Priester Gottes, des Allerhöchsten, der Abraham entgegenkam, als er von der Niederwerfung der Könige zurückkehrte, und ihn segnete, dem auch Abraham den Zehnten von allem gab, der zunächst, wenn man seinen Namen übersetzt, «König der Gerechtigkeit» heißt, dann aber auch «König von Salem», das heißt König des Friedens, ohne Vater, ohne Mutter, ohne Geschlechtsregister, der weder Anfang der Tage noch Ende des Lebens hat -, der ist mit dem Sohne Gottes verglichen und bleibt Priester für immerdar. Sehet aber, wie groß der ist, dem auch Abraham, der Patriarch, den Zehnten von der Beute gab! Zwar haben auch diejenigen von den Söhnen Levis, welche das Priesteramt empfangen, den Auftrag, vom Volke den Zehnten zu nehmen nach dem Gesetz, also von ihren Brüdern, obschon diese aus Abrahams Lenden hervorgegangen sind; der aber, der sein Geschlecht nicht von ihnen herleitet, hat von Abraham den Zehnten genommen und den gesegnet, der die Verheißungen hatte!     Nun ist es aber unwidersprechlich so, dass das Geringere von dem Höheren gesegnet wird; und hier zwar nehmen sterbliche Menschen den Zehnten, dort aber einer, von welchem bezeugt wird, dass er lebt. Und sozusagen ist durch Abraham auch für Levi, den Zehntenempfänger, der Zehnte entrichtet worden; denn er war noch in der Lende des Vaters, als dieser mit Melchisedek zusammentraf!

Dieser Melchisedek, von dem so gut wie nichts bekannt ist, außer dass „er lebt" nahm von Abraham den Zehnten. Abraham der ja der Vater aller Glaubenden ist, entrichtete so im Endeffekt auch den Zehnten für diejenigen seiner Kinder, die später einmal selbst von Gott als Priester eingesetzt werde sollten, und die Empfänger des Zehnten vom Volk waren. Dadurch, dass Melchisedek Abraham segnete, zeigte sich deutlich, dass er über Abraham war und somit auch über dem später dann aufkommenden levitischem Priestertum. Dieser Melchisedek sollte als Bild für den Priesterdienst dienen, den Jesus selbst im Himmel empfangen sollte.

Hebr 7,11-12 Wenn nun das Vollkommenheit wäre, was durch das levitische Priestertum kam - denn unter diesem hat das Volk das Gesetz empfangen -, wozu wäre es noch nötig, dass ein anderer Priester «nach der Ordnung Melchisedeks» auftrete und nicht einer «nach der Ordnung Aarons» bezeichnet werde? Denn wenn das Priestertum verändert wird, so muss notwendigerweise auch eine Änderung des Gesetzes erfolgen.

Hebr 7,13-18 Denn der, auf welchen sich jener Ausspruch bezieht, gehört einem andern Stamme an, von welchem keiner des Altars gepflegt hat; denn es ist ja bekannt, dass unser Herr aus Juda entsprossen ist, zu welchem Stamm Mose nichts auf Priester bezügliches geredet hat. Und noch viel klarer liegt die Sache, wenn nach der Ähnlichkeit mit Melchisedek ein anderer Priester aufsteht, welcher es nicht nach dem Gesetz eines fleischlichen Gebotes geworden ist, sondern nach der Kraft unauflöslichen Lebens; denn es wird bezeugt: «Du bist Priester in Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks.» Da erfolgt ja sogar eine Aufhebung des vorher gültigen Gebotes, seiner Schwachheit und Nutzlosigkeit wegen

Achtet einmal genau darauf, was hier ausgesagt wird. Es wird ein Gebot das ursprünglich Gültigkeit hatte aufgehoben!

Hebr 7,19-22 denn das Gesetz hat nichts zur Vollkommenheit gebracht -, zugleich aber die Einführung einer besseren Hoffnung, durch welche wir Gott nahen können. Und um so mehr, als dies nicht ohne Eidschwur geschah - denn jene sind ohne Eidschwur Priester geworden, dieser aber mit einem Eid durch den, der zu ihm sprach: «Der Herr hat geschworen und es wird ihn nicht gereuen: Du bist Priester in Ewigkeit» -; um so viel mehr ist Jesus auch eines bessern Bundes Bürge geworden.

Jesus selbst ist der Bürge des besseren Bundes!

Hebr 7,23-24 Und jene sind in großer Anzahl Priester geworden, weil der Tod sie am Bleiben verhinderte; er aber hat, weil er in Ewigkeit bleibt, ein unübertragbares Priestertum.

Weil Jesus hinfort nicht mehr sterben wird, sondern ewiges Leben hat, wird auch sein priesterlicher Dienst niemandem anderen übertragen!

Hebr 7,25 Daher kann er auch bis aufs äußerste die retten, welche durch ihn zu Gott kommen, da er immerdar lebt, um für sie einzutreten!

Diese Stelle wird in der Elberfelder Übersetzung noch viel deutlicher.

Hebr 7,25 Daher vermag er auch völlig zu erretten, die durch ihn Gott nahen, indem er immerdar lebt, um sich für sie zu verwenden.

Weil also Jesus für IMMER lebt und für IMMER diesen Dienst empfangen hat, kann er uns für IMMER erretten, weil er sich selbst für IMMER für uns beim Vater einsetzt! Wie unaussprechlich groß ist der Trost, die Hoffnung und die Gewissheit, die sich aus dieser Tatsache heraus ergibt!

Hebr 7,26-28 Denn ein solcher Hoherpriester geziemte uns, der heilig, unschuldig, unbefleckt, von den Sündern abgesondert und höher als der Himmel ist, der nicht wie die Hohenpriester täglich nötig hat, zuerst für die eigenen Sünden Opfer darzubringen, darnach für die des Volkes; denn das hat er ein für allemal getan, indem er sich selbst zum Opfer brachte. Denn das Gesetz macht Menschen zu Hohenpriestern, die mit Schwachheit behaftet sind, das Wort des Eidschwurs aber, der nach der Zeit des Gesetzes erfolgte, den Sohn, welcher für alle Ewigkeit vollendet ist.

So liebe Geschwister, soweit einmal für heute. Wir setzen das Thema nächste Woche fort und werden dann auch sehen, dass durch das Opfer Jesus, seinen Dienst und das Einsetzen des „neuen Bundes in seinem Blut" der alte Bund mit all seinen Gesetzen und Bestimmungen aufgehoben wurde.

Möge der Herr euch segnen,

euer Wolfgang