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Jesus nachfolgen

Wir hatten uns letzten Donnerstag Gedanken darüber gemacht ob wir Jesus nach folgen wollen und was es für uns heute, in unserem  Leben bedeutet wenn Jesus uns auffordert verleugne dich selbst, nimm dein Kreuz auf dich und folge mir nach. An diesem Punkt wollen wir heute noch ein wenig verweilen und uns ein paar weiterführende Stellen anschauen, die mit Nachfolge und mit Jüngerschaft zu tun haben.

In der heutigen Zeit, ist es unumgänglich, die Begriffe die man verwendet klar zu definieren, um Missverständnisse zu vermeiden. Wir leben in einer Christlichen Gesellschaft, so wollen es uns zu mindestens die Medien immer weiß machen. Allerdings stellt sich die berechtigte Frage, ob es nicht doch eher eine Pseudo Christliche, wenn nicht sogar Antichristliche Gesellschaft ist. Allein die neue Regelung zum Thema gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaft spricht denke ich Bände. Es ist nur ein Punkt von vielen die uns klar machen, wohin sich unsere Gesellschaft bewegt. Weg von der Bibel, weg von Gott, das ist der Trend unserer Gesellschaft. Es werden nicht mehr Biblische Maßstäbe als Richtlinien gesetzt, sondern Unmoral und Sünde auf Staatlicher Ebene gefördert. Derweil lesen wir schon in der Bibel, das dieser Trend ein Schnitt ins eigene Fleisch für die Gesellschaft ist.

Spr 14,34 Gerechtigkeit erhöhet ein Volk; aber die Sünde ist der Leute Verderben.

Verwundert es einen, wenn wir in der Bibel lesen wie Gott über die Menschen denkt?

Röm 3,10-18 wie geschrieben steht: «Es ist keiner gerecht, auch nicht einer; es ist keiner verständig, keiner fragt nach Gott; alle sind abgewichen, sie taugen alle zusammen nichts; es ist keiner, der Gutes tut, auch nicht einer! Ihre Kehle ist ein offenes Grab, mit ihren Zungen trügen sie; Otterngift ist unter ihren Lippen; ihr Mund ist voll Fluchens und Bitterkeit, ihre Füße sind eilig, um Blut zu vergießen; Verwüstung und Jammer bezeichnen ihre Bahn, und den Weg des Friedens kennen sie nicht. Es ist keine Gottesfurcht vor ihren Augen.»

Aber es wäre ein fataler Fehler, hier deswegen ein Urteil über diese Menschen zu sprechen, denn wir sollten nie vergessen, dass auch wir Teil dieser Menschen wären, hätte der Herr uns nicht aus seiner Güte und Gnade aus dieser Welt herausgerufen.

Auch Jesus sagt ja von sich

Joh 12,47 ...ich bin nicht gekommen, um die Welt zu richten, sondern damit ich die Welt rette.

Lk 19,10 denn des Menschen Sohn ist gekommen, zu suchen und zu retten, was verloren ist.

Mk 2,17 Und als Jesus es hörte, sprach er zu ihnen: Nicht die Starken bedürfen des Arztes, sondern die Kranken. Ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder zur Buße.

Die Welt wird einmal gerichtet werden, aber es ist nicht unsere Aufgabe diese Welt zu richten, sondern unsere Aufgabe ist es den Dienst Jesu fort zu setzen, für ihn dienstbar zu sein. Um noch einmal auf den Punkt mit der Begriffserklärung zu kommen und wie wichtig es ist Begriffe klar zu definieren.

Wer oder was ist ein Christ?

***Frage Runde***

Wenn man heute die Menschen bei uns fragen würde ob sie Christen sind, würden trotz Zuwachs anderer Religionen, viel mit ja Antworten. Hildor Janz, ein Musiker der eine Zeitlang mit Wilhelm Pahls unterwegs war um das Evangelium zu verbreiten sang einmal ein Lied, dessen Inhalt ich hier nur kurz wiedergeben möchte, da es schon viel aussagt.

Viele Menschen sagen sie sein Christen, doch wenn man sie dann fragt:
„Ist Gott in deinem Leben Herr?" dann sagen sie kein Wort!

Im Refrain kommt dann eine wunderbare Zusage:

Was könnte Gott aus deine Leben machen, wenn du ihn nur Herr sein ließest ganz und gar, vertrau dich ihm an und du wirst sehen, der Herr führt wunderbar!

Ich denke das drückt es recht klar aus, wie es in unsere Gesellschaft aussieht. Man nennt sich Christ, aber mit Christus hat man nichts zu tun!

Es geht ja heute um Nachfolge bzw. Jüngerschaft und wir wollen nun einmal schauen, wie die Bibel den Begriff Christen definiert, bzw. auf wen er angewendet wurde. Es ist auffällig, dass der Begriff Christen nur einmal in der Bibel erwähnt wird.

Apg 11,26 Es begab sich aber, dass sie ein ganzes Jahr in der Gemeinde beisammen blieben und eine beträchtliche Menge lehrten, und dass die Jünger zuerst in Antiochia Christen genannt wurden.

Christen im Biblischen Sinne, sind also nichts anderes als Jünger. Ein Jünger ist ein Schüler, der von seinem Meister lernt. Bei Jesus kommt noch die Bedingung des sich taufen lassen's dazu, um einer seiner Jünger zu werden. Neben dem Taufen aber eben auch zu halten, alles was er uns Geboten hat.

Mt 28,19-20 Gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker, indem ihr sie taufet auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes und sie halten lehret alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Weltzeit!

Nicht eine Kindestaufe, nicht eine Kirchenzugehörigkeit usw. machen einen Menschen zu einem Christen. Christ ist, wer an Jesus glaubt, Buße tut, sich Taufen lässt und dann dem Herrn Jesus gehorsam ist. Kurz gesagt, wer ein Jünger Jesu wird.

Eine Frage an euch, wollt ihr Gott verherrlichen und wenn ja, wie macht ihr das?

***Frage Runde***

Joh 15,8 Dadurch wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringet und meine Jünger werdet.

Joh 8,31 ...Wenn ihr in meinem Worte bleibet, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger,

Jeder Christ, bzw. Jünger Jesu sollte sich immer vor Augen halten, dass es reine Gnade ist, dass Gott uns in die Nachfolge Jesu gerufen hat. Jesus machte nie eine Geheimnis daraus, was es bedeutet bzw. kostet sein Jünger zu werden. Als ihm damals eine große Menge nachfolgte um von ihm zu lernen, waren sehr viele dabei, die unter falschen Voraussetzungen den weg begonnen hatten. Wie es endete, sehen wir an folgenden Stellen. Jesus erklärte dem Volk, dass er das wahre Brot, das vom Himmel herab kam sei, und dass jeder der sein Fleisch isst und sein Blut trinkt ewiges Leben habe. Dieses Bild verstanden viele nicht und reagierten entsprechend.

Joh 6,60-66 Viele nun von seinen Jüngern, die solches hörten, sprachen: Das ist eine harte Rede, wer kann sie hören? Da aber Jesus bei sich selbst merkte, dass seine Jünger darüber murrten, sprach er zu ihnen: Ist euch das ein Ärgernis? Wie denn, wenn ihr des Menschen Sohn dorthin auffahren sehet, wo er zuvor war? Der Geist ist es, der lebendig macht, das Fleisch nützt gar nichts. Die Worte, die ich zu euch geredet habe, sind Geist und sind Leben. Aber es sind etliche unter euch, die nicht glauben. Denn Jesus wusste von Anfang, wer die seien, die nicht glaubten, und welcher ihn verraten würde. Und er sprach: Darum habe ich euch gesagt: Niemand kann zu mir kommen, es sei ihm denn von meinem Vater gegeben! Aus diesem Anlass traten viele seiner Jünger zurück und wandelten nicht mehr mit ihm.

Es war also eine große Menge die ihm folgte und eh man sich's versieht sind sie alle weg. Alle bis auf 12! Jesus sagt nun aber nicht: „Bitte, bitte bleibt doch wenigstens ihr bei mir!" sondern genau das Gegenteil ist der Fall.

Joh 6,67 Da sprach Jesus zu den Zwölfen: Wollt ihr nicht auch weggehen?

Wir sehen wiederum Jesus zwingt niemanden ihm zu folgen! Auch hier ist es eine freiwillige Entscheidung, den Weg mit ihm zu gehen!

Joh 6,68-69 Da antwortete ihm Simon Petrus: Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte ewigen Lebens. Und wir haben geglaubt und erkannt, dass du der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes bist!

Diese 12 Jünger zogen ja mit Jesus umher und hörten alle seine Reden. Und trotzdem hatten sie sich entschlossen, den Weg mit ihm zu gehen. Ihm Nachzufolgen. Sind wir uns der Aussagen Jesu bewusst? Haben auch wir trotzdem freiwillig ja gesagt zu ihm: „Herr ich will dir folgen!"? An den nun folgenden Stellen möchte ich euch bitten, das Wort auf euch wirken zu lassen und euch einfach mal die Frage zu stellen, was will Jesus mir sagen, und bin ich bereit dazu, um seiner Liebe willen, zu meinem JA der Nachfolge zu stehen?

Mt 8,19-20 Und es trat zu ihm ein Schriftgelehrter, der sprach zu ihm: Meister, ich will dir folgen, wo du hin gehst. Jesus sagt zu ihm: Die Füchse haben Gruben, und die Vögel unter dem Himmel haben Nester; aber des Menschen Sohn hat nicht, da er sein Haupt hin lege.

Mt 8,21-22 Und ein anderer unter seinen Jüngern sprach zu ihm: HERR, erlaube mir, dass hingehe und zuvor meinen Vater begrabe. Aber Jesus sprach zu ihm: Folge du mir und lass die Toten ihre Toten begraben !

Lk 9,61-62 Und ein anderer sprach: HERR, ich will dir nachfolgen; aber erlaube mir zuvor, dass ich einen Abschied mache mit denen, die in meinem Hause sind. Jesus aber sprach zu ihm: Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt zum Reich Gottes.

Lk 14,26-27 So jemand zu mir kommt und hasst nicht seinen Vater, Mutter, Weib, Kinder, Brüder, Schwestern, auch dazu sein eigen Leben, der kann nicht mein Jünger sein.

Lk 14,27 Und wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachfolgt, der kann nicht mein Jünger sein.

Lk 14,33 So kann auch keiner von euch, der nicht allem entsagt, was er hat, mein Jünger sein.

Lassen wir uns nicht täuschen liebe Geschwister; Die Gnade die wir empfangen durften kostete uns nichts, aber die Nachfolge Jesu kann uns alles kosten. Dennoch sollten wir fest zu unserem JA stehen, denn der Herr lässt uns niemals allein und geht den Weg mit uns bis zum Ende der Zeit! Wann und wo und in welchen Umständen wir uns auch befinden möge:

ER IST DA; ER VERLÄSST UNS NICHT!!!

Welch ein Trost im Angesicht der Tatsache:

Apg 14,22 ...dass wir durch viele Trübsale in das Reich Gottes eingehen müssen.

Lasst uns nicht müde werden, sondern auf einander acht haben und uns gegenseitig Mut machen den Weg zu gehen, den der Herr für uns bestimmt hat. Lasst uns auch nie vergessen, wie der Weg war den Jesus für uns ans Kreuz gegangen ist.
In diesem Sinne wünsche ich euch allen Gottes reichen Segen und nun noch gute Gespräche. Möge der Herr euch behüten und bewahren auf all euren Wegen, in seiner Liebe und seinem Geist mit euch verbunden,

euer Wolfgang