Zurück zur Startseite

 

Impressum

Hingabe

Wir hatten letzte Woche gesehen, dass alles von Gott kommt, dass wir in allem von ihm abhängig sind, er aber von uns in nichts abhängig ist. Wir sahen auch, dass wir Gott nicht um alles bitten müssen, aber ihm für alles danken dürfen bzw. sollen. Ferner sahen wir, dass wenn alles von Gott kommt, wir ihm auch nichts geben können. Wir sollen, so lehrt es die Bibel, unsere Leiber als „OPFER“ hingeben . Dies, um es noch einmal ganz deutlich zusagen, nicht im Sinne das wir uns „abschlachten“ lassen, oder wie es in gewissen anderen Religionen der Fall ist, sich in die Luft zu sprengen, sondern in der Hingabe unseres Lebens. Dies geschieht in dem wir unseren Eigenwillen aufgeben, bzw. dahingeben und uns seinem Willen unterwerfen.

Wenn wir von Hingabe reden, so müssen wir erkennen, dass Gott, obwohl er einen Rechtsanspruch auf uns hat, uns dennoch nicht zur Hingabe zwingt. Es wäre sonst auch kein Geben, sondern ein Nehmen. Hingabe ist etwas, das freiwillig geschieht. Es ist wie wir letzte Woche bereits gesehen haben, Ausdruck unserer Dankbarkeit Gott gegenüber. Es ist wie in einer Liebesbeziehung zwischen Eheleuten, die sich auch einander hingeben sollen. Wird die Freiwilligkeit dabei verletzt, ist es nicht mehr gegenseitige Hingabe, sondern einseitige Vergewaltigung. Gott möchte aber seine Kinder nicht vergewaltigen, sondern er möchte, dass sie sich auf die Liebesbeziehung zwischen Vater und Kind einlassen. So wie Gott aus Liebe seinen Sohn, Jesus Christus, für uns hingegeben hat, sollen auch wir uns aus Liebe und Dankbarkeit ihm hingeben.

Wie gesagt also Hingabe ist freiwillig und niemals gezwungen.

Im 2 Korinther Brief finden wir ein Prinzip für materielles Geben, welches in gleicher Weiße auch für unser Leben gilt.

2Kor 9,7 ...nicht mit Unwillen oder aus Zwang; denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb!

Nicht aus Zwang!

Nicht mit Unwillen!

Sondern freiwillig und mit Freude, so ist Hingabe an Gott wohlgefällig.

Wir sahen letzte Woche bereits, dass Jesus selbst, zum Vater sagte:

Hebr 10,7 Da sprach ich: Siehe, ich komme - in der Buchrolle steht von mir geschrieben -, dass ich tue, o Gott, deinen Willen.

Auch an folgenden Stellen finden wir entsprechende Aussagen.

Joh 4,34 Jesus spricht zu ihnen: Meine Speise ist die, dass ich den Willen dessen tue, der mich gesandt hat, und sein Werk vollbringe.

Joh 5,30 Ich kann nichts von mir selbst tun. Wie ich höre, so richte ich, und mein Gericht ist gerecht; denn ich suche nicht meinen Willen, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat.

Joh 6,38 Denn ich bin vom Himmel herabgekommen, nicht damit ich meinen Willen tue, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat.

Nicht nur Jesus selbst lebte nach diesem Prinzip, sondern es war und ist auch sein Anliegen, dass seine Jünger die selbe Gesinnung haben sollten. Als die Jünger ihn damals baten, dass er sie das Beten lehren sollte, sagte Jesus ihnen:

Mt 6,9-10 So sollt ihr nun also beten: Unser Vater, der du bist in dem Himmel! Geheiligt werde dein Name. Es komme dein Reich. DEIN Wille geschehe wie IM HIMMEL, also auch AUF ERDEN.

Ganz deutlich sehen wir dies auch als Jesus vor seiner Verhaftung betete.

Lk 22,42 ...Vater, wenn du willst, so nimm diesen Kelch von mir! Doch nicht mein, sondern dein Wille geschehe!

Jesus hielt bis zum Tod am Kreuz an seiner Hingabe fest! Jesus lehrte es also seinen Jüngern und er selbst lebte und betete auch entsprechend.

Es gibt viele Stellen in der Bibel, wo uns „allgemein“ Gottes Wille mitgeteilt wird.

Ein Beispiel:

1Tim 2,1-4 So ermahne ich nun, dass man vor allen Dingen Bitten, Gebete, Fürbitten und Danksagungen für alle Menschen darbringe, für Könige und alle, die in hervorragender Stellung sind, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen können in aller Gottseligkeit und Ehrbarkeit; denn solches ist gut und angenehm vor Gott unsrem Retter, welcher will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.

Aussagen, die so klar und deutlich von Gottes Willen reden, dürfen wir Gott auch im Gebet „vorhalten“. Wir können also mit solchen Aussagen unsere Bitten im Gebet untermauern.

Anders sieht es aus, wenn es um den persönlichen, individuellen Plan für unser Leben geht. Da sind oft Entscheidungen zu treffen, wo wir nicht ganz sicher sind, WAS nun Gottes Wille ist. Genau an diesen Punkten spielt Hingabe eine sehr entscheidende Rolle. Wenn ich nun Gott immer nur in eine Richtung bestürme, dass er doch dies oder jenes tun soll, oder eine bestimmte Entscheidung die ich im Herzen bereits getroffen habe segnen soll, laufe ich schnell Gefahr, nicht mehr seinen Willen zu tun, sondern meinen. Hier ist es äußerst hilfreich, an dem Muster des Gebets festzuhalten, wie es Jesus uns lehrt.

DEIN WILLE GESCHEHE, WIE IM HIMMEL ALSO AUCH AUF ERDEN!

Wenn wir so im Glauben und Vertrauen beten finden wir Ruhe und Geborgenheit auch in Situationen, wo Gottes Willen nicht unseren Vorstellungen entspricht. Es befähigt uns, Situationen anzunehmen, in dem Bewusstsein, dass es GOTTES WILLE ist. Dies setzt aber eben voraus, dass wir bereit dazu sind, uns SEINEM WILLEN zu beugen. Wenn wir diese Einstellung in unserem Herzen haben, dann können wir davon reden, dass wir uns Gott hingeben. In dieser Haltung von Hingabe, ermöglichen wir es Gott uns zu führen und zu leiten. Man muss dann auch nicht immer alles verstehen was Gott vorhat oder gerade tut, sondern man kann ihm vertrauen, dass er es gut meint.

Jes 55,8-9 Denn also spricht der HERR: Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege; sondern so hoch der Himmel über der Erde ist, so viel höher sind meine Wege als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.

Jer 29,11 Denn ich weiß, was für Gedanken ich über euch habe, spricht der HERR, Gedanken des Friedens und nicht des Leides, euch eine Zukunft und eine Hoffnung zu geben.

Röm 8,28 Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alles zum Besten mitwirkt, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind.

Auch die Jünger verstanden nicht immer was Jesus tat wie wir am Beispiel der Fußwaschung sehen.

Joh 13,7 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Was ich tue, weißt du jetzt nicht, du wirst es aber hernach erfahren.

So wie Petrus es über sich ergehen lies, so sollten auch wir Gottes handeln zu lassen, auch wenn wir nicht verstehen können, was er gerade tut.

Vielleicht dürfen wir es später erkennen, vielleicht aber auch erst in der Ewigkeit.

Um es also noch einmal zusammen zufassen:

Röm 12,1 Ich ermahne euch nun, ihr Brüder, kraft der Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber darbringet als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer: das sei euer vernünftiger Gottesdienst!

Und wenn die Bibel hier auch von Brüdern spricht, denke ich dürfen sich Schwestern genauso angesprochen fühlen.

In diesem Sinne euch allen eine gesegnete Woche,

euer Wolfgang