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Gottes Wort, nicht mehr, aber auch nicht weniger!

Heute möchte ich mit euch einmal über das Versagen von Moses in der Wüste etwas nachdenken. Hierzu wollen wir erst einmal die Stellen 4 Moses 20,2-12 lesen.

4Mo 20,2-12 Und die Gemeinde hatte kein Wasser; darum versammelten sie sich wider Mose und wider Aaron. Und das Volk haderte mit Mose und sprach: Ach, dass wir umgekommen wären, als unsre Brüder vor dem HERRN umkamen! Und warum habt ihr die Gemeinde des HERRN in diese Wüste gebracht, dass wir hier sterben, wir und unser Vieh?   Warum habt ihr uns doch aus Ägypten an diesen bösen Ort geführt, da man nicht säen kann, da weder Feigenbäume noch Weinstöcke noch Granatäpfel sind, auch kein Wasser zu trinken? Und Mose und Aaron gingen von der Gemeinde weg zur Tür der Stiftshütte und fielen auf ihr Angesicht. Und die Herrlichkeit des HERRN erschien ihnen. Und der HERR redete mit Mose und sprach: Nimm den Stab und versammle die Gemeinde, du und dein Bruder Aaron, und redet mit dem Felsen vor ihren Augen, der wird sein Wasser geben. So sollst du ihnen Wasser aus dem Felsen verschaffen und die Gemeinde und ihr Vieh tränken. Da holte Mose den Stab vor dem HERRN, wie er ihm gesagt hatte. Und Mose und Aaron versammelten die Gemeinde vor dem Felsen; und er sprach: Höret doch, ihr Widerspenstigen: Aus diesem Felsen sollen wir euch Wasser verschaffen? Und Mose hob seine Hand auf und schlug den Felsen zweimal mit seinem Stab. Da floss viel Wasser heraus; und die Gemeinde und ihr Vieh tranken. Der HERR aber sprach zu Mose und Aaron: Weil ihr nicht auf mich vertraut habt, um mich vor den Kindern Israel zu heiligen, sollt ihr diese Gemeinde nicht in das Land bringen, das ich ihnen geben werde!

Wie kam es dazu, dass Moses hier dem Wort des Herrn nicht gehorchte?

Er verließ sich auf seine Erfahrung. Die Situation in der er war kannte er ja schon aus früherer Zeit. In 2 Mo 17,5+6 lesen wir.

2Mo 17,5+6 Der HERR sprach zu Mose: Gehe hin vor das Volk und nimm etliche Älteste von Israel mit dir und nimm den Stab, mit dem du den Fluss schlugest, in deine Hand und gehe hin. Siehe, ich will daselbst vor dir auf einem Felsen in Horeb stehen; da sollst du den Felsen schlagen, so wird Wasser herauslaufen, dass das Volk trinke. Mose tat also vor den Ältesten Israels.

Der Stab, den Moses in seiner Hand hielt war bei sehr vielen Zeichen die Gott tat im Spiel. Wir sehen das bei den Plagen über Ägypten, die Teilung des Meeres, jene gerade erwähnte Begebenheit mit dem Felsen oder aber auch z.B. in der Schlacht gegen die Amalekiter. Dennoch war es nicht der Stab der diese Dinge vollbrachte sondern Gott.

In unserem Bibeltext lesen wir nun eine andersartige Anweisung. Moses sollte zwar den Stab nehmen, aber zu dem Felsen sprechen. Gott wollte hier ein Wunder tun durch ein „gesprochenes Wort". Von Gott selbst lesen wir ja in der Schöpfung immer wieder folgende Aussage.

„Und Gott Sprach: Es werde...,und es ward....!"

Ich denke mir Gott wollte hier demonstrieren, dass er nicht auf Holzstäbe oder sonst was angewiesen ist, sondern das sein WORT macht hat auszuführen was immer ER möchte. Diesen Glauben den Moses hier hätte haben sollen finden wir bei dem römischen Hauptmann.

Mt 8,8 Der Hauptmann antwortete und sprach: Herr, ich bin nicht wert, dass du unter mein Dach kommst, sondern sprich nur ein Wort, so wird mein Knecht gesund werden.

An vielen Stellen der Bibel sehen wir welche Macht in Gottes Wort steckt.

Hebr 4,12+13 Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert, und es dringt durch, bis es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens; und keine Kreatur ist vor ihm unsichtbar, es ist aber alles bloß und aufgedeckt vor den Augen dessen, welchem wir Rechenschaft zu geben haben.

Jer 23,29 Ist mein Wort nicht wie ein Feuer, spricht der HERR, und wie ein Hammer, der Felsen zerschmeißt?

Jes 55,11 also soll das Wort, das aus meinem Munde geht, auch sein: es soll nicht leer zu mir zurückkehren, sondern ausrichten, was mir gefällt, und durchführen, wozu ich es sende!

Vertrauen wir der Kraft des Wortes Gottes?

Meinen wir, wir müssten noch viel außen rum packen wenn wir mit Menschen ins Gespräch kommen?

Meinen wir beim Evangelisieren käme es auf ein Showprogramm an, dass Menschen sich „wohlfühlen"; auf irgendwelche hervorragende Prediger die sehr wohlklingende Worte von sich geben?

Es ist schön, wenn jemand die Gabe hat das Wesentliche in schönen Worten auszudrücken, jedoch dürfen wir nicht der Versuchung anheimfallen Menschen überreden zu wollen, was heute leider oftmals der Fall ist.

Ein gutes Beispiel woraus wir achten sollten ist Paulus, der von sich selbst sagt:

1Kor 2,4+5 Und meine Rede und meine Predigt bestand nicht in überredenden Worten menschlicher Weisheit, sondern in Beweisung des Geistes und der Kraft, auf dass euer Glaube nicht auf Menschenweisheit beruhe, sondern auf Gotteskraft.

Ein schlichtes Wort vom Herrn gewirkt vermag weit mehr als tausend Worte menschlicher Überredungskünste.

Leider ist es heute so, dass bei vielen „christlichen" Veranstaltungen mehr die Überredungskünste praktiziert werden, als dass das Evangelium verkündigt wird.

Da wird das Thema Sünde, Schuld, ewiges Verderben, Gottes Gerechtigkeit usw. ziemlich unter den Tisch gekehrt, statt dessen verspricht man Menschen Dinge die nicht der Realität entsprechen.

Jesus versprach seinen Jüngern niemals ein Leben ohne Sorgen und Nöte.

Er sagte niemals „Glaubt an mich und alle eure Probleme sind gelöst!"

Er bereitet die, die ihm Nachfolgen wollten darauf vor, was es kosten „kann" ihm nachzufolgen.

Hören wir solche Botschaften wie Jesus sie predigte heute noch, oder geht es heute mehr und mehr um Mitgliedszahlen und Statistiken?

Ist es nicht so, dass heute meistens ein „falsches" bzw. einseitiges Gottesbild gepredigt wird.

Einer der beliebtesten Verse die man immer wieder hört ist Johannes 3,16.

Joh 3,16 Denn Gott hat die Welt so geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe.

Auch den folgenden Vers hört man recht gerne zitiert.

1Tim 2,4 (Gott) welcher will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.

Dann beginnt man den Menschen zu sagen „Gott Liebt dich!"

Die "angebrachtere" Wahrheit hingegen wäre dem Menschen zu sagen, dass er ein „Feind" Gottes ist solange er nicht Buße tut und umkehrt.

Die "angebrachtere" Wahrheit wäre dem Menschen zu sagen, dass „der Zorn Gottes", der auf allen Menschen ist die nicht erlöst sind, bleibt wenn er Jesus nicht glaubt.

Joh 3,36 Wer an den Sohn glaubt, der hat ewiges Leben; wer aber dem Sohne nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm.

Lasst uns darauf achten, das wir das Evangelium nicht abschwächen, indem wir meinen es menschengefälliger zu machen. Es ist und bleibt ein Botschaft von Gott, an der wir weder etwas zuzufügen noch etwas wegzulassen haben.

Manche Menschen werden die Botschaft des Evangeliums annehmen, die meisten jedoch werden sie ablehnen.

Möge der Herr es uns schenken, als seine Botschafter die Treue zu IHM und SEINEM WORT zu bewahren.

Möge ER uns davor bewahren sein Wort abzuschwächen um Menschen wohlgefällig zu sein.

Gal 1,10 Rede ich denn jetzt Menschen oder Gott zuliebe? Oder suche ich Menschen zu gefallen? Wenn ich noch Menschen gefiele, so wäre ich nicht Christi Knecht.

Möge der Herr uns davor bewahren in Situationen zu meinen man können nach einem bestimmten Schema verfahren, ähnlich wie Moses mit seinem Stab.

So viele Menschen es gibt, so unterschiedlich ist auch ihr Hintergrund und genauso unterschiedlich könne die Wege Gottes sein um Menschen in ihrer Situation erreichen.

Lasst uns Gott vertrauen und ihn bitten uns die richtigen Worte in den Mund zu legen und wie werden erfahren, dass sich sein Wort mächtig und als Wahrheit erweißen wird.

Gott segne euch,

Wolfgang