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Glaube, Geduld und Gottes Verheißungen

Als ich mir so Gedanken zu Thema machte, viel mir wieder einmal auf, was Geduld doch für ein wichtiges Thema in der Schrift ist. Dabei viel mir am meisten auf, dass wir Menschen meistens recht ungeduldig sind. Wir meinen immer es muss alles gleich passieren. Bei Gott sieht es anders aus, er hat Geduld, viel Geduld und wenn man’s genau nimmt, hat er auch „Alle Zeit der Welt!“ Er hat sogar soviel Geduld, dass er in der Schrift sogar als Gott der Geduld bezeichnet wird.

Röm 15,5 Der Gott der Geduld und des Trostes...

Geduld ist nicht nur eine Eigenschaft Gottes, sondern auch eine Frucht seines Geistes.

Gal 5,22 Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Gütigkeit, Treue, Sanftmut, Enthaltsamkeit.

Kol 3,12 Ziehet nun an als Gottes Auserwählte, Heilige und Geliebte, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld...

Geduld oder Ausharren, Glaube und Verheißungen, treten immer wieder zusammen in der Schrift auf. Verheißungen ergreift man durch Glauben und erlangt sie durch Geduld, bzw. Ausharren. Oft aber ist es so, dass wir vielleicht Glauben, aber ungeduldig werden, und dann an den Verheißungen zu zweifeln beginnen. Eine der größten Verheißungen ist das Wiederkommen des Herrn. Die Verheißung steht und die ersten Christen rechneten mit der baldigen Erfüllung. Gott lässt sich nun schon rund 2000 Jahre damit Zeit, diese Verheißung zu erfüllen.

Ist sie damit hinfällig?

Nein denn auch nach 2000 Jahren wissen die Gläubigen, dass Gott die Verheißung erfüllen wird. Er hat viel Geduld mit den Menschen, weil er will, dass allen geholfen wird und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. Ebenso verhält es sich ja mit unserer Errettung. Wir Glauben, dass wir errettet sind. Eines Tages, werden wir es nicht mehr Glauben, sondern wissen, dass wir errettet sind. Bis dahin heißt es in Geduld am Glauben festhalten.

Röm 8,24+25 Denn auf Hoffnung hin sind wir errettet worden. Eine Hoffnung aber, die man sieht, ist keine Hoffnung; denn was einer sieht, das hofft er doch nicht mehr! Wenn wir aber auf das hoffen, was wir nicht sehen, so warten wir es ab in Geduld.

Hebr 11,1 Es ist aber der Glaube ein Beharren auf dem, was man hofft, eine Überzeugung von Tatsachen, die man nicht sieht.

Für Gott sind Verheißungen Tatsachen!

Das zweite kommen Jesu zum Beispiel. Für Gott bereits Tatsache, für uns aber noch nicht sichtbar, aber durch Glauben ergreifbar, da durch sein Wort verheißen.

Nun gibt es ja viele verschiedene Verheißungen in der Schrift. Sie alle sind Wahrheit. Sie alle sind für Gott Tatsachen, denn er steht zu seinem Wort. Wir können sie im Glauben ergreifen, bleibt nur die Frage ob wir auch die Geduld aufbringen sie zu erlangen. Eine der Begebenheiten, die uns in der Bibel zum Thema Verheißungen, Glaube, Geduld und schließlich auch das Erlangen des Verheißenen zu finden ist, wollen wir uns nun einmal etwas näher ansehen.

Hebr 6,11-15 Wir wünschen aber, dass jeder von euch denselben Fleiß bis ans Ende beweise, entsprechend der vollen Gewissheit der Hoffnung, dass ihr ja nicht träge werdet, sondern Nachfolger derer, welche durch Glauben und Geduld die Verheißungen ererben. Denn als Gott dem Abraham die Verheißung gab, schwur er, da er bei keinem Größeren schwören konnte, bei sich selbst und sprach: «Wahrlich, ich will dich reichlich segnen und mächtig vermehren!» Und da er sich so geduldete, erlangte er die Verheißung.

Es geht also um Abraham und Isaak seinen von Gott verheißenen Sohn. Als Abraham zum erstenmal mit der Verheißung konfrontiert wurde und Gott ihm sagte er solle sein Land verlassen, war er 75 Jahre alt.

Er fasste sich in Geduld und auch seine Frau Sarah brachte Geduld auf und sie glaubten an die Verheißung des Nachkommen der einmal Erbe des Landes sein würde.

Die Jahre vergingen.

Als nach 11 Jahren immer noch nichts geschehen war, wollte Sarah der Verheißung auf menschlicher weiße Nachhelfen und sie schickte Hagar, ihre Magd, zu Abraham, damit er durch sie Nachkommen haben sollte. Obwohl diese Tatsächlich schwanger wurde und einen Sohn  bekam, sagte Gott zu Abraham dass dieser nicht das Kind der Verheißung ist, dass er ihm versprochen hatte. Es sollte ein Kind von Sarah sein.

Abraham glaubte weiterhin an die Verheißung.

Und wieder vergingen Jahre des Wartens.

Als nun eigentlich keine Hoffnung mehr war sollte sich die Verheißung erfüllen. Sarah war zu diesem Zeitpunkt bereits 89 und Abraham 99. Aus menschlicher Sicht nichts mehr zu machen, aber bei Gott sind all Dinge möglich und so war Sarah 90 und Abraham 100 Jahre, als Isaak geboren wurde.

Liebe Geschwister, wie gehen wir nun mit Verheißungen um?

Ist es nicht oft so, dass wir eine Verheißung für uns entdecken, zu beten beginnen und dann meinen es müsse sich alles nach UNSEREN Vorstellungen entwickeln?

Ist es nicht oft so, dass wir ungeduldig sind und wenn es zu lange dauert, wir die Verheißungen wieder fallen lassen?

Nehmen wir Gott beim Wort, dass er zu seinen Verheißungen steht?

Ich denke gerade bei Abraham können wir viel lernen. Er wartete 25 Jahre auf die Erfüllung der Verheißung.

Aber was noch wichtiger ist als die Geduld die er aufbrachte war sein Glauben. Sarah sah auf sich selbst und auf ihren Mann und ging von ihrem Verstand aus. Trotzdem erfüllte sich an ihr was der Herr vorhergesagt hatte.

Ist es nicht auch bei uns so, dass wir Gott oftmals durch unseren Verstand einschränken weil wir nicht glauben können?

Glauben wir wirklich, dass Gott alles möglich ist und das er mehr tun kann als wir uns jemals ausmalen können?

Wir ehren Gott, indem wir ihm vertrauen, indem wir seine Verheißungen im Glauben  ergreifen und nicht davon weichen auch wenn unser Verstand dagegen spricht.

Lasst uns doch festhalten an Gottes Wort, auch wenn wir nicht wissen wie Gott etwas tun wird was er verheißen hat.

Er steht zu seinem Wort!!!

Spr 3,5+6 Vertraue auf den HERRN von ganzem Herzen und verlass dich nicht auf deinen Verstand; erkenne ihn auf allen deinen Wegen, so wird er deine Pfade ebnen.

Möge der Herr uns auch hier Wachstum schenken, dass wir immer mehr lernen ihm zu vertrauen, auch wenn uns unser Verstand sagt „Unmöglich“!!!

Lk 1,37 Denn bei Gott ist kein Ding unmöglich.

Gott schenkt uns Möglichkeiten, die weit über unseren Verstand hinausgehen. Nur brauchen wir Glauben und Geduld.

Mt 17,20 ...Denn wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr Glauben hättet wie ein Senfkorn, so würdet ihr zu diesem Berge sprechen: Hebe dich von hier weg dorthin! Und er würde sich hinwegheben, und nichts würde euch unmöglich sein.

Mit dieser Verheißung möchte ich nun zum offenen Teil übergehen. Ich danke euch für eure Aufmerksamkeit und wünsche euch nun noch gute Gespräche. Möge der Herr euch alle segnen und euch sicher durch die Woche begleiten,

euer Wolfgang