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Was ist das für ein Gott, der solche Naturkatastrophen zulässt?

Ich habe nun kurzfristig beschlossen aus aktuellem Anlass auf die Flutkatastrophe einzugehen. Welche Rolle spielt Gott bei diesen Dingen. Wie kann Gott so etwas zulassen. Ich möchte euch helfen, Menschen die jetzt Fragen haben, in richtiger Form zu begegnen, und ihnen die Wahrheit zu zeigen.

Das erste auf das ich eingehen möchte ist, dass wir nie vergessen dürfen zwar die Wahrheit zu sagen wenn es um Gottes Wort geht, aber auch, gerade in den Chats jetzt bedenken müssen, dass unser Gegenüber je nachdem selbst persönlich durch diese Flutkatastrophe betroffen ist. Hier gilt es den richtigen Weg zu finden, Wahrheit zu verkünden, aber auch die Liebe rüber zu bringen.

Dies ist eine nicht gerade einfache Aufgabe, wie ich gestern selbst im Bibelchat erleben durfte. Ich wurde von einem 16 jährigem Mädchen angesprochen und nach kurzem Kennenlernen und den üblichen Fragen „Wie geht's?“ und so, kamen wir auf das Thema der Flutkatastrophe zu sprechen.

Die Fragen und Nöte die sie bewegten, waren die selben die uns in diesen Tagen immer und immer wieder begegnen, sei es im Chat, oder im direktem Gespräch mit den Menschen.

An dieser Stelle muss ich gestehen, dass ich glaube, dieses Mädchen mit der Wahrheit eventuell überfordert zu haben. Es ist auch nicht gerade leicht zu verdauen, wenn ein falsches oder einseitiges Gottesbild auf einmal auf den Kopf gestellt wird. Betet bitte auch für sie in den nächsten Tagen, dass der Herr ihr selbst begegnet und ihr hilft die Wahrheit zu akzeptieren.

Wollen wir uns nun einige der meist gestellten Fragen anschauen. Mir geht es darum einerseits das FALSCHE Verständnis von Gott zu betrachten das viele Menschen haben, andererseits Antworten aufzuzeigen, die sich allein auf die Wahrheit der Bibel gründen.

Die erste Frage die ich mir stellen muss ist:

Worauf baut mein Gesprächspartner sein Gottesbild auf?

Viele Menschen, auch Christen, haben oft ein falsches Bild von Gott. Es kommt meistens daher, dass eine Seite von Gottes Eigenschaften überbetont wird und die anderen Seiten eben nicht mehr gepredigt werden, oder eben nur noch am Rande mal so nebenbei erwähnt werden.

Worauf baut sich unser Gottesbild?

Unser Gottesbild darf sich einzig und allein auf die Aussagen der Bibel stützen. Sie ist die von Gott geoffenbarte Wahrheit an uns Menschen, die uns zeigt wie Gott ist. Es gilt auch zu bedenken, dass es nicht ausreicht nur das Neue Testament herzunehmen. Wenn wir wissen wollen wie Gott ist, müssen wir die GANZE Bibel betrachten. Altes- und Neues Testament.

Joh 17,17 Heilige sie in deiner Wahrheit! Dein Wort ist Wahrheit.

Mt 24,35 Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.

2Petr 1,19 Und wir halten nun desto fester an dem prophetischen Wort, und ihr tut wohl, darauf zu achten als auf ein Licht, das an einem dunklen Orte scheint, bis der Tag anbricht und der Morgenstern aufgeht in euren Herzen;

2Tim 3,16-4,4 Jede Schrift ist von Gottes Geist eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes vollkommen sei, zu jedem guten Werke ausgerüstet. Ich beschwöre dich vor Gott und Christus Jesus, der Lebendige und Tote richten wird bei seiner Erscheinung und bei seinem Reich: Predige das Wort, tritt dafür ein, es sei gelegen oder ungelegen; überführe, tadle, ermahne mit aller Geduld und Belehrung! Denn es wird eine Zeit kommen, da sie die gesunde Lehre nicht ertragen, sondern sich nach ihren eigenen Lüsten Lehrer anhäufen werden, weil sie empfindliche Ohren haben; und sie werden ihre Ohren von der Wahrheit abwenden und sich den Fabeln zuwenden.

Liebe Geschwister, wir müssen die ganze Bibel nehmen um Gott richtig zu erkennen. Wir dürfen nichts hinzu fügen, aber auch nichts weg lassen.

Offb 22,18-19 Ich bezeuge jedem, der die Worte der Weissagung dieses Buches hört: Wenn jemand etwas hinzufügt, so wird Gott ihm die Plagen zufügen, von denen in diesem Buche geschrieben ist; und wenn jemand etwas hinwegnimmt von den Worten des Buches dieser Weissagung, so wird Gott wegnehmen seinen Anteil am Baume des Lebens und an der heiligen Stadt, von denen in diesem Buche geschrieben steht.

Wollen wir uns nun ein paar Eigenschaften Gottes ansehen, die uns in der Bibel offenbart werden.

Liebe!

1Jo 4,8 Wer nicht liebt, kennt Gott nicht; denn Gott ist Liebe.

Joh 3,16 Denn Gott hat die Welt so geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe.

1Tim 2,4 welcher will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.

Gerechtigkeit!

5Mo 32,3-4 Denn ich will den Namen des HERRN verkündigen: Gebt unserm Gott die Ehre! Er ist ein Fels: Vollkommen ist sein Tun; ja alle seine Wege sind gerecht. Gott ist wahrhaftig ohne Falsch; gerecht und fromm ist er.

Neh 9,33 Du bist gerecht in allem, was über uns gekommen ist; denn du hast Treue bewiesen; wir aber sind gottlos gewesen.

Ps 11,7 Denn gerecht ist der HERR, er liebt Gerechtigkeit; die Redlichen werden sein Antlitz schauen.

Ps 25,8 Der HERR ist gut und gerecht, darum weist er die Sünder auf den Weg;

Ps 116,5 Der HERR ist gnädig und gerecht, und unser Gott ist voll Erbarmen.

Heiligkeit!

3Mo 11,44 Denn ich, der HERR, bin euer Gott; darum sollt ihr euch heiligen und sollt heilig sein; denn ich bin heilig...

1Petr 1,15 sondern wie der, welcher euch berufen hat, heilig ist, werdet auch ihr heilig in eurem ganzen Wandel.

1Petr 1,16 Denn es steht geschrieben: «Ihr sollt heilig sein! Denn ich bin heilig.»

Offb 4,8 Und die vier lebendigen Wesen, von denen ein jedes sechs Flügel hat, sind ringsherum und inwendig voller Augen; und sie hören Tag und Nacht nicht auf zu sagen: Heilig, heilig, heilig ist der Herr, Gott der Allmächtige, der da war, und der da ist, und der da kommt!

Offb 15,4 Wer sollte dich nicht fürchten, Herr, und deinen Namen preisen? Denn du allein bist heilig. Denn alle Völker werden kommen und vor dir anbeten; denn deine gerechten Taten sind offenbar geworden.

Barmherzigkeit!

1Mo 19,19 Siehe doch, dein Knecht hat vor deinen Augen Gnade gefunden, und du hast mir große Barmherzigkeit erwiesen, dass du meine Seele am Leben erhieltest...

1Petr 1,3 Gelobt sei der Gott und Vater unsres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten,

Lk 6,36 Darum seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist.

Geduldigkeit, Gütigkeit, Langmütigkeit!

Röm 2,4 Oder verachtest du den Reichtum seiner Güte, Geduld und Langmut, ohne zu erkennen, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?

Liebe Geschwister es wäre noch etliche Eigenschaften Gottes anzusprechen, doch würde es für heute den Rahmen sprengen. Wir können es aber gern als Thema für das kommende Jahr im Auge behalten. Wir haben also hier nun ein paar Eigenschaften Gottes gesehen, wie sie uns in seinem Wort offenbart werden. Leider ist es eben heute so, dass viele Menschen sich ihr EIGENES Gottesbild machen. Sie nehmen sich das heraus was ihnen passt. Dies führt dazu, dass Menschen oft geschockt sind, wenn sie mit den anderen Seiten von Gottes Wesen konfrontiert werden.

Eines der Hauptprobleme ist die Überbetonung der Liebe Gottes.

Gott ist ein liebender Gott, daran gibt es gar keinen Zweifel, aber den „LIEBEN GOTT“ den sich die Menschen immer wieder in ihrem Wunschdenken zusammenreimen kennt die Bibel nicht.

Gott kann nicht seine Eigenschaften gegeneinander ausspielen und das tut er auch nicht. Er kann nicht aufgrund von Liebe seine Gerechtigkeit aufgeben. Er kann nicht aufgrund der Sünde der Menschen seine Heiligkeit aufgeben.

Gott ist eben nicht nur lieb, geduldig, barmherzig usw. sondern auch heilig, gerecht, usw.!

Einer der wichtigsten Punkte bei dem viele Menschen immer wieder Schwierigkeiten haben ist auch die Souveränität Gottes. Gott hat alles erschaffen und er kann im Endeffekt alles tun und lassen was ihm beliebt, ohne irgend jemandem Rechenschaft geben zu müssen.

Es sind stellen wie die folgenden die uns dies bezeugen.

Röm 9,15-24 Denn zu Mose spricht er: «Welchem ich gnädig bin, dem bin ich gnädig, und wessen ich mich erbarme, dessen erbarme ich mich.» So liegt es nun nicht an jemandes Wollen oder Laufen, sondern an Gottes Erbarmen. Denn die Schrift sagt zum Pharao: «Eben dazu habe ich dich erweckt, dass ich an dir meine Macht erweise und dass mein Name verkündigt werde auf der ganzen Erde.» So erbarmt er sich nun, wessen er will, und verstockt, wen er will. Nun wirst du mich fragen: Warum tadelt er dann noch? Wer kann seinem Willen widerstehen?  Nun ja, lieber Mensch, wer bist denn du, dass du mit Gott rechten willst? Spricht auch das Gebilde zu seinem Bildner: Warum hast du mich so gemacht? Hat nicht der Töpfer Macht über den Ton, aus derselben Masse das eine Gefäß zur Ehre, das andere zur Unehre zu machen? Wenn aber Gott, da er seinen Zorn erzeigen und seine Macht kundtun wollte, mit großer Geduld die Gefäße des Zorns getragen hat, die zum Verderben zugerichtet sind, damit er auch den Reichtum seiner Herrlichkeit an den Gefäßen der Barmherzigkeit kundtäte, die er zuvor zur Herrlichkeit bereitet hat, wie er denn als solche auch uns berufen hat, nicht allein aus den Juden, sondern auch aus den Heiden, was dann?

Liebe Geschwister, ein weiter Punkt ist, dass Gott den Plan für seine Schöpfung schon fertig hat, und glaubt mir, er wird ihn auch erfüllen. Bis ins kleinste Detail!

Jes 46,9-10 Gedenket der Anfänge von Ewigkeit her, dass Ich Gott bin und keiner sonst, ein Gott, dem keiner zu vergleichen ist. Ich verkündige von Anfang an den Ausgang und von alters her, was noch nicht geschehen ist. Ich sage: Mein Ratschluss soll zustande kommen, und alles, was mir gefällt, will ich tun.

Wenn wir einen Blick in die Offenbarung tun, sehen wir Gerichte auf diese Welt zukommen, die im Vergleich zur aktuellen Flutkatastrophe, ungleich größer sein werden. Da werden mit einem Schlag ein drittel der  gesamten Menschen dahingerafft. Letztlich wird einmal die gesamte Erde zugrunde gehen.

Gott machte damals bei Noah keinen Späßchen. Er kündigte das Gericht an und lediglich 8 Menschen der damaligen Weltbevölkerung überlebten. Genauso wird er auch mit seinen kommenden Gerichtsdrohungen keinen Spaß verstehen. Gott will von den Menschen ernstgenommen werden. Aber er weiß auch heute schon, dass sich die Menschheit nicht darauf einstellt und Buße tut.

Mt 24,35-39 Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen. Um jenen Tag aber und die Stunde weiß niemand, auch die Engel im Himmel nicht, sondern allein mein Vater. Wie es aber in den Tagen Noahs war, so wird es auch bei der Wiederkunft des Menschensohnes sein. Denn wie sie in den Tagen vor der Sündflut aßen und tranken, freiten und sich freien ließen bis zu dem Tage, da Noah in die Arche ging, und nichts merkten, bis die Sündflut kam und sie alle dahinraffte, so wird auch die Wiederkunft des Menschensohnes sein.

Danken wir dem Herrn, dass noch Gnadenzeit besteht.

Danken wir ihm, dass noch Rettung möglich ist.

Danken wir ihm, dass sein Wort noch verkündet wird, und Menschen das Angebot Gottes, das er uns in Jesus Christus macht ergreifen dürfen.

Bevor ich nun zum Schluss komme, möchte ich noch ganz kurz einen Gedanken mit einbringen.

Bei dem Gespräch gestern hörte ich immer wieder die Klage durch, dass diese Menschen ihr Leben nicht zu Ende leben durften.

Erstens sei hier erwähnt, dass alle Menschen sterben müssen.

Zweitens, dass Kinder Gottes auch leben, selbst wenn sie sterben!

Joh 11,25 Jesus spricht zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt;

Drittens, dass der Mensch keinen RECHTSANSPRUCH auf Leben hat, siehe hierzu das OHK Skript „Hat der Mensch ein Recht auf Leben?“

Lk 12,20 Aber Gott sprach zu ihm: Du Narr! diese Nacht wird man deine Seele von dir fordern...

Pred 8,8 Kein Mensch hat Macht über den Wind, dass er den Wind zurückhalten könnte; so gebietet auch keiner über den Tag des Todes...

Ps 31,15-16 Ich aber, HERR, hoffe auf dich und spreche: Du bist mein Gott! Meine Zeit steht in deinen Händen...

In diesem Sinne wünsche ich euch allen nun noch eine gesegnete Zeit und gute Gespräche. Möge der Herr euch auch 2005 stets Nahe sein.

In IHM und seiner Liebe mit euch verbunden,

euer Wolfgang