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Der Tod seiner Heiligen ist wertgehalten vor dem HERRN. Ps 116,15

Wenn ein Kind Gottes stirbt, dann ist dies vom Herrn „wertgehalten". Andere Bibelübersetzungen sprechen auch von „kostbar" oder „teuer". Kostbar, teuer und wertgehalten deswegen, weil Jesus den Preis dafür bezahlt hat, das Kinder Gottes die Ewigkeit in der Gegenwart Gottes verbringen dürfen.

Jesus Christus ist es, der die Kinder Gottes freigekauft hat durch sein Opfer am Kreuz, durch sein vergossenes Blut, durch sein Sterben und seine Auferstehung.

Bereits wenn ein Sünder zur Buße gelangt, so lesen wir, herrscht Freude im Himmel.

Lk 15,7 Ich sage euch, also wird Freude sein im Himmel über einen Sünder, der Buße tut, mehr als über neunundneunzig Gerechte, die der Buße nicht bedürfen.

Was hier bei der Buße bereits beginnt, findet im Tod der Kinder Gottes seinen Fortgang. Für Gott bedeutet es, das eines seiner Kinder, das noch als Pilger in der Fremde lebte, nach Hause kommt. Auch für die Kinder Gottes bedeutet „sterben" nicht das Ende, sondern ein Heimgehen zum geliebten Vater. Was Kinder Gottes auf Erden glauben wird dann zur Gewissheit und was Kinder Gottes hoffen kommt zur Erfüllung. Wenn wir uns diese Tatsachen vor Augen halten, werden wir bei dem Verlust durch den Tod eines geliebten Bruders oder einer geliebten Schwester im Herrn, Trost finden.

Es ist wichtig, dass wir uns in solchen Situationen das Wort Gottes vor Augen halten, denn allzu leicht werden die Zusagen Gottes durch Trauer verdrängt.  

Jesus selbst sagt uns zu:

Mt 11,28 Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken!

Auch von David lesen wir:

Ps 119,50 Das ist mein Trost in meinem Elend, dass dein Wort mich erquickt.

Wenn uns also Trauer trifft uns unser Herz sich nach Trost sehnt, so finden wir diesen beim Herrn.

Der Herr selbst sagte zu seinen Jüngern, das er den Vater bitten wird und dieser einen „anderen Tröster" oder auch „Beistand" senden wird.

Joh 14,16-18 Und ich will den Vater bitten, und er wird euch einen andern Beistand geben, dass er bei euch bleibe in Ewigkeit, den Geist der Wahrheit, welchen die Welt nicht empfangen kann, denn sie beachtet ihn nicht und kennt ihn nicht; ihr aber kennet ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein. Ich lasse euch nicht als Waisen zurück, ich komme zu euch.

Gerade der Heilige Geist ist es, der das Wort Gottes in uns lebendig werden lässt.

Der Friede Gottes, das Wissen über die Ewigkeit bei ihm, das Wissen über seine Zusagen in seinem Wort sind es, die uns Trost und Hoffnung geben.

Phil 4,6-7 Sorget um nichts; sondern in allem lasset durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden. Und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und Sinne bewahren in Christus Jesus!

Jemand der von diesem Bewusstsein durchdrungen war ist Paulus. Nur durch dieses Bewusstsein, durch die Hoffnung, die er durch den Heiligen Geist in sich hatte, konnte er Aussagen treffen, wie wir sei in folgenden Versen finden.

Phil 1,21-23 Denn für mich ist Christus das Leben, und das Sterben ist mein Gewinn. Wenn aber das Leben im Fleische mir Gelegenheit gibt zu fruchtbarer Wirksamkeit, so weiß ich nicht, was ich wählen soll. Denn ich werde von beidem bedrängt: Ich habe Lust, abzuscheiden und bei Christus zu sein, was auch viel besser wäre...

2Kor 4,16-5,6 Darum werden wir nicht entmutigt; sondern wenn auch unser äußerer Mensch zugrunde geht, so wird doch der innere Tag für Tag erneuert. Denn unsere Trübsal, die zeitlich und leicht ist, verschafft uns eine ewige und über alle Maßen gewichtige Herrlichkeit, uns, die wir nicht sehen auf das Sichtbare, sondern auf das Unsichtbare; denn was sichtbar ist, das ist zeitlich; was aber unsichtbar ist, das ist ewig. Denn wir wissen, dass, wenn unsere irdische Zeltwohnung abgebrochen wird, wir einen Bau von Gott haben, ein Haus, nicht mit Händen gemacht, das ewig ist, im Himmel. Denn in diesem Zelt seufzen wir vor Sehnsucht darnach, mit unsrer Behausung, die vom Himmel ist, überkleidet zu werden, - sofern wir bekleidet und nicht nackt erfunden werden. Denn wir, die wir in der Leibeshütte sind, seufzen und sind beschwert, weil wir lieber nicht entkleidet, sondern überkleidet werden möchten, damit das Sterbliche verschlungen werde vom Leben. Der uns aber hierzu bereitet hat, ist Gott, der uns das Unterpfand des Geistes gegeben hat. Darum sind wir allezeit getrost und wissen, dass, solange wir im Leibe wohnen, wir nicht daheim sind bei dem Herrn. Denn wir wandeln im Glauben und nicht im Schauen. Wir sind aber guten Mutes und wünschen vielmehr, aus dem Leibe auszuwandern und heimzukehren zu dem Herrn. Darum setzen wir auch unsere Ehre darein, wir seien daheim oder wallen, dass wir ihm wohlgefallen.

Röm 14,8 Leben wir, so leben wir dem Herrn, sterben wir, so sterben wir dem Herrn; ob wir nun leben oder sterben, so sind wir des Herrn.

Lasst es uns nie vergessen, dass unser Herr den Tod besiegt hat und er für all die Seinen diesen Sieg im Triumph ausruft und ihnen ewiges Leben verheißt.

Joh 5,24 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen.

Auch im ersten Korintherbrief lesen wir über diesen triumphalen Sieg.

1Kor 15,55 «Der Tod ist verschlungen in Sieg! Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg?»

Auch die folgenden Aussagen Jesus sollten uns Trost und Hoffnung spenden.

Joh 14,1-3 Euer Herz erschrecke nicht! Vertrauet auf Gott und vertrauet auf mich! In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen; wo nicht, so hätte ich es euch gesagt. Ich gehe hin, euch eine Stätte zu bereiten. Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, auf dass auch ihr seid, wo ich bin.

AUF DASS AUCH IHR SEID, WO ICH BIN!

Diese Aussage von Jesus finden wir noch ein zweites mal, nämlich in Jesus Gebet für seine Jünger.

Joh 17,24 Vater, ich will, dass, wo ich bin, auch die bei mir seien, die du mir gegeben hast, dass sie meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast; denn du hast mich geliebt vor Grundlegung der Welt!

Jedes mal wenn ein Kind Gottes „heimgehen" darf, ist dies auch eine Gebetserhörung des Vaters auf die Bitte des Sohnes, Jesus Christus, hin.

ICH (JESUS) WILL, DASS, WO ICH BIN, AUCH DIE BEI MIR SEIEN, DIE DU MIR GEGEBEN HAST, DASS SIE MEINE HERRLICHKEIT SEHEN...!

Lieber Herr Jesus, ich bitte dich, hilf du uns, dass uns bewusst ist, dass die, die zu dir nach Hause gehen dürfen es nun besser haben, dass sie deine Herrlichkeit sehen dürfen, dass sie nun keinen Schmerz und kein Leid mehr plagt, sondern dass die in deiner Ruhe und deiner Gegenwart sind. Hilf du uns auch sie loszulassen und gib uns deinen Trost in deinem Wort. Lass uns bewusst sein, dass es für Kinder Gottes niemals eine ewige Trennung gibt, sondern das uns die, die du zu dir nimmst, nur vorausgehen und das wir sie aufgrund deiner Gnade eines Tages wiedersehen werden, um dann für alle Zeit mit ihnen bei dir in deinem herrlichen Reich und deiner ewigen Gegenwart sein werden. Danke Herr Jesus, dass du es uns nicht nur ermöglicht hast, sondern es uns auch in deinem Wort offenbart hast, so dass wir bereits hier und heute aus deinem Wort Trost empfangen dürfen. Hab Dank für alles, Amen.

2Thes 2,16-17 Er selbst aber, unser Herr Jesus Christus, und Gott, unser Vater, der uns geliebt und einen ewigen Trost und eine gute Hoffnung durch Gnade gegeben hat, tröste eure Herzen und stärke euch in jedem guten Wort und Werk!

Gott segne euch,

euer Wolfgang