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Das Licht der Welt

Am Anfang des Johannes Evangeliums lesen wir in

Joh 1,1-10 Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles ist durch dasselbe entstanden; und ohne dasselbe ist auch nicht eines entstanden, was entstanden ist. In ihm war Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht begriffen. Es wurde ein Mensch von Gott gesandt, der hieß Johannes. Dieser kam zum Zeugnis, um zu zeugen von dem Licht, damit alle durch ihn glaubten. Nicht er war das Licht, sondern er sollte zeugen von dem Licht. Das wahrhaftige Licht, welches jeden Menschen erleuchtet, sollte in die Welt kommen. Es war in der Welt, und die Welt ist durch ihn geworden, aber die Welt erkannte ihn nicht.

Ich denke die meisten von uns kennen diese Stelle der Schrift wo von Jesus Christus berichtet wird und von Johannes dem Täufer der von Ihm Zeugnis ablegte und ihn dann auch dem Volk Offenbarte als der, der er ist, nämlich der von Gott verheißene Messias. In diesen paar Zeilen steckt so eine Fülle an Informationen das man allein damit schon einen Abend füllen könnte. Aber wir wollen uns heute nur einmal kurz anschauen was dort alles ausgesagt wird.

Jesus war von Anfang an, also von Ewigkeit her. Durch ihn wurde alles erschaffen. Wenn also „alles“ dann schließt es schon einmal aus das er selbst erschaffen wurde. Weiter heißt es er war bei Gott und er selbst war Gott. Dann heißt es in ihm war Leben. Die, die letzte Woche dabei waren mögen sich vielleicht noch erinnern. Menschen haben Leben, Jesus sagt ich bin das Leben!

Es heißt hier auch das Jesus, der ja das Leben ist, das wahrhaftige Licht ist, das alle Menschen erleuchtet. Wir lesen auch das dieses Licht, Jesus Christus in diese Welt kommen sollte und das er als das Wahrhaftige Licht in der Finsternis leuchten sollte. Nicht nur sollte, sondern es auch tat, jedoch die Welt ihn nicht erkannte.

Er leuchtete in der Finsternis als das wahrhaftige Licht!

Es ist interessant sich einmal Gedanken über Finsternis zu machen. Was ist Finsternis? Wenn es bei uns Nacht ist dann ist es finster. Wenn ich in einem Raum bin der keine Fenster hat dann ist es auch Finster. In einer Höhle, in einem Bergwerk, in einem Keller alles Orte wo es finster ist. Finsternis ist um es auf einen Punkt zu bringen Abwesenheit von Licht, oder auch Trennung von Licht.

Jeder kennt doch die Sache mit dem Schatten. Wenn man im Sommer draußen ist und die Sonne scheint und es einen Schatten gibt, dann nur weil etwas zwischen dem Licht und dem Schatten steht. Durch die Abwesenheit des Lichtes entsteht Finsternis. Nun haben wir gelesen das Jesus Christus, der selbst das Licht ist, in der Finsternis leuchtete.

Wieso Finsternis? Jesus ist das Licht der Welt, die Welt aber ist Finsternis. Warum? Weil sie eben von Gott getrennt ist. Wodurch? Durch die Sünde. Der natürliche Mensch ist von Gott getrennt und lebt in der Finsternis.

In Jes 59,1-2 lesen wir

Jes 59,1-2 Siehe, die Hand des HERRN ist nicht zu kurz zum Retten und sein Ohr nicht zu hart zum Hören; sondern eure Schulden sind zu Scheidewänden geworden zwischen euch und eurem Gott, und eure Sünden verbergen sein Angesicht vor euch, dass er euch nicht erhört!

Hier sehen wir deutlich das die Sünde von Gott trennt, vom Licht trennt. Wenn wir nun in der Finsternis wandeln, was hat das für Auswirkungen? Jeder der schon mal im Finsteren gelaufen ist kennt einige Dinge die damit zu tun haben. Mann sieht den Weg nicht auf dem man geht, man sieht das Ziel nicht auf das man zu geht, man erkennt Hindernisse erst wenn es zu spät ist, Gruben erst dann wenn man unten liegt usw. man tappt mehr oder weniger blind durch die Gegend.

Weil man nun nicht weiß was vor einem liegt ist ein Schreiten in der Finsternis auch immer von Unsicherheit, ja sogar von Angst geprägt. Wie fühlen wir uns wenn wir den Weg unseres Lebens nicht kennen, das Ziel unseres Lebens nicht kennen? Wenn wir immer Gefahr laufen Hindernisse zu spät zu erkennen?

Jetzt ist es aber auch so, das wenn man im Finsteren ist, Dinge tut die man im Licht nicht tun würde. Warum? Weil es ja niemand sieht! Genauso wie ein Einbrecher der im Dunkeln seinen kriminellen Geschäften nachgeht, weil es ja keiner sieht. Was meint ihr wie der erschrickt wenn auf einmal das Licht angeht. Wie wird er sich verhalten wenn auf einmal alle sein tun offenbar wird? Er wird flüchten vor dem Licht. Er hat Angst vor dem Licht.

Genauso verhalten sich die Menschen wenn sie mit dem wahrhaftigen Licht, mit Jesus, mit Gott konfrontiert werden. Sie haben Angst sich dem Licht auszusetzen, sie flüchten vor dem Licht weil sie wissen das alles was sie in der Finsternis getan haben nun offenbart wird. Sie fühlen sich ertappt.

Ps 90,8 Du hast unsre Missetaten vor dich hingestellt, unsre verborgenen Sünden in das Licht deines Angesichts.

Ein altes Sprichwort sagt „Einsicht ist der erste Weg zur Besserung!” man könnte auch sagen „Sündenerkenntnis ist der erste Schritt zur Vergebung!” Erst wenn ein Mensch mit dem Licht Gottes konfrontiert wird, seine Sünden aufgedeckt werden, er selbst kapituliert und sich eingesteht das er ein Sünder ist, dann erst kann er Vergebung empfangen. Wenn er ein Geständnis ablegt vor Gott und ihn um Vergebung bittet, sprich ihm seine Sünden bekennt und Buße tut.

Nun ist es ja schon in unserer Rechtsprechung so, das ein Geständnis sich strafmildernd vor Gericht auswirkt. Das heißt wenn ein Angeklagter seine Schuld zu gibt, wird seine Strafe geringer ausfallen als wenn ihn der Staatsanwalt überführen muss. Wenn der Angeklagte dann auch noch Reue zeigt, zugibt das sein Tun verkehrt war, und er um Verzeihung bittet, kann es sogar vorkommen das ihm ganz vergeben wird.

Genau so ist es mit Gott. Wer mit seinem Licht, mit Jesus, mit seinem Heiligen Geist in Berührung kommt, wer dann seine Schuld zugibt, wer in Reue umkehrt und um Vergebung bittet, der kann Begnadigung erlangen. Nicht weil er ohne Schuld ist und keine Strafe verdient hätte, sondern weil Jesus Christus diese Strafe bereits getragen hat. Neulich hörten wir ja davon das der Sünde Sold der Tod ist. Und eben diesen nahm Jesus als Stellvertreter auf sich.

Er gab sein Leben für uns hin, auf das wir begnadigt werden konnten. Wer nun an ihn glaubt, an sein Werk das er für uns die Strafe getragen  hat der kommt nicht mehr ins Gericht, wie wir in Joh 5,24 lesen.

Joh 5,24 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen.

Wer nun so mit Gott versöhnt ist, wer wiedergeboren ist und Jesus Christus nachfolgt wird nicht länger in der Finsternis wandeln. Jesus sagt in

Joh 8,12 ...Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern er wird das Licht des Lebens haben.

In Mt 5,14 sagt Jesus zu seinen Jüngern Ihr seid das Licht der Welt....

Das ist sehr interessant. Jesus sagt also wir haben das Licht des Lebens und er sagt auch das wir das Licht der Welt sind.

Wie nun, ist er es, oder sind wir es? Bereits bei unserem Eingangstext lesen wir in

Joh 1,10 Es (das Licht) war in der Welt...

Wenn es also heißt war, dann spricht Johannes hier von der Vergangenheit. Wer die Bibel kennt weiß das Jesus zum Vater in den Himmel zurück gekehrt ist. Was für eine Konsequenz hat dies nun für uns?

In Joh 9,5 sagt Jesus

Joh 9,5 Solange ich in der Welt bin, bin ich das Licht der Welt.

Im hohen Priesterlichen Gebet in Joh 17,11 lesen wir

Joh 17,11 Und ich bin nicht mehr in der Welt, sie (seine Jünger) aber sind in der Welt...

Weiter lesen wir in

Joh 17,15 Ich bitte nicht, dass du sie aus der Welt nehmest, sondern dass du sie bewahrest vor dem Argen.

Wir lesen weiter in

Joh 17,18-24 Gleichwie du mich in die Welt gesandt hast, so sende auch ich sie in die Welt. Und ich heilige mich selbst für sie, damit auch sie geheiligt seien in Wahrheit. Ich bitte aber nicht für diese allein, sondern auch für die, welche durch ihr Wort an mich glauben werden, auf dass sie alle eins seien, gleichwie du, Vater, in mir und ich in dir; auf dass auch sie in uns eins seien, damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast Und ich habe die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, ihnen gegeben, auf dass sie eins seien, gleichwie wir eins sind. Ich in ihnen und du in mir, auf dass sie zu vollendeter Einheit gelangen, damit die Welt erkenne, dass du mich gesandt hast und sie liebst, gleichwie du mich liebst. Vater, ich will, dass, wo ich bin, auch die bei mir seien, die du mir gegeben hast, dass sie meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast; denn du hast mich geliebt vor Grundlegung der Welt!

Um es also noch einmal zusammen zu fassen. Jesus sagt Ich bin das Licht der Welt, solange ich in der Welt bin. Er verlässt die Welt und geht zurück in den Himmel und sagt zu den Jüngern ihr seid das Licht der Welt. Er sagt auch das er ihnen seine Herrlichkeit gegeben hat. Er sendet seine Jünger so in die Welt wie er vom Vater gesandt wurde. Das heißt die Menschen die an Jesus Christus glauben, die ihm nachfolgen sendet er als Licht in diese Welt. Wie können wir nun Licht sein?  Die Grundlage ist und bleibt Jesus Christus selbst. Er sagt ich in ihnen. Oder wie Paulus sagt Christus in mir, die Hoffnung der Herrlichkeit.

Wie geht dies nun von statten? Bei der Wiedergeburt empfangen wir den heiligen Geist. Dieser möchte uns nun verändern. Er gibt uns eine neue Gesinnung, das neue Leben oder die neue Kreatur in Christus. Zuerst beginnt eine Veränderung in unserem Inneren, eine Erneuerung die von Gott selbst vorgenommen wird. Dieser Prozess dauert den Rest unseres Lebens an und wird in der Bibel als Heiligung bezeichnet. Diese Veränderte Natur, wird nach außen sichtbar. Wie? Indem wir uns nicht mehr dieser Welt anpassen, indem die Bibel, Gottes Wort und seine Maßstäbe für uns verbindlich sind.

In Kol 3,5-17 lesen wir wie dies geschieht.

Kol 3,5-17 Tötet nun eure Glieder, die auf Erden sind: Unzucht, Unreinigkeit, Leidenschaft, böse Lust und die Habsucht, welche Götzendienst ist; um welcher Dinge willen der Zorn Gottes über die Kinder des Unglaubens kommt; in welchen auch ihr einst wandeltet, als ihr darin lebtet; nun aber leget das alles ab, Zorn, Grimm, Bosheit, Lästerung, hässliche Redensarten aus eurem Munde. Lüget einander nicht an, - da ihr ja den alten Menschen mit seinen Handlungen ausgezogen und den neuen angezogen habt, der erneuert wird zur Erkenntnis, nach dem Ebenbild dessen, der ihn geschaffen hat; wo nicht mehr Grieche und Jude ist, Beschneidung und Vorhaut, Ausländer, Scythe, Knecht, Freier, sondern alles und in allen Christus. Ziehet nun an als Gottes Auserwählte, Heilige und Geliebte, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld, ertraget einander und vergebet einander, wenn einer wider den andern zu klagen hat; gleichwie Christus euch vergeben hat, also auch ihr. Über dies alles aber [habet] die Liebe, welche das Band der Vollkommenheit ist. Und der Friede Christi herrsche in euren Herzen, zu welchem ihr auch berufen seid in einem Leibe. Seid auch dankbar! Das Wort Christi wohne reichlich unter euch; lehret und ermahnet euch selbst mit Psalmen, Lobgesängen und geistlichen Liedern; singet Gott lieblich in euren Herzen. Und was immer ihr tut in Wort oder Werk, das tut im Namen des Herrn Jesus und danket Gott und dem Vater durch ihn.

Dieses neue Leben, dieses Umgestaltet werden in das Bild dessen der uns geschaffen hat wirkt der heilige Geist in uns. Es ist Gott selbst der es in uns wirkt.

Phil 2,13 denn Gott ist es, der in euch sowohl das Wollen als auch das Vollbringen wirkt, nach Seinem Wohlgefallen.

Jesus sagt wir haben das Licht, Jesus sagt wir sind das Licht, und er sagt in

Mt 5,16 So soll euer Licht leuchten vor den Leuten, dass sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.

Welche Werke? Die, die Gott selbst vorbereitet.

Eph 2,10 Denn wir sind sein Werk, erschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, welche Gott zuvor bereitet hat, dass wir darin wandeln sollen.

Kol 1,21 Und euch, die ihr einst entfremdet und feindlich gesinnt waret in den bösen Werken, hat er aber nun versöhnt in dem Leibe seines Fleisches durch den Tod

Eph 5,11 Und habt keine Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis, decket sie vielmehr auf

Liebe Geschwister wir sehen dass die Finsternis in dieser Welt immer mehr zunimmt, weil die Gottlosigkeit, die Sünde in dieser Welt immer mehr überhand nimmt. Aber lasst uns nicht verzagen, denn wo die Finsternis am größten wird, können wir als Lichter in dieser Welt um so mehr leuchten. Der Unterschied zwischen uns, die wir zu Jesus Christus gehören und den Menschen die in der Finsternis leben wird immer deutlicher werden.

Jesus sagte schon es kann nicht im verborgenen bleiben. Nur wenn wir uns selbst verstecken werden wir unsere Leuchtkraft verlieren. Lasst uns Zeugen Jesu in dieser Welt sein und sein Werk weiterführen, seine Botschaft, das Evangelium das uns anvertraut ist in die Welt tragen, in diese Finsternis tragen, bis er wieder kommt um die Seinen zu sich zu nehmen.

In diesem Sinne euch allen Gottes reichen Segen

euer Wolfgang