Zurück zur Startseite

 

Impressum

Die wunderbare Brotvermehrung

Der Text über den wir uns heute ein wenig Gedanken machen wollen ist Mathäus  Kapitel 14 die Verse 15 bis 21.

Mt 14,15-21 Und als es Abend geworden, traten seine Jünger zu ihm und sprachen: Der Ort ist öde, und die Stunde ist schon vorgeschritten; entlass das Volk, damit sie in die Dörfer gehen und sich Speise kaufen! Jesus aber sprach zu ihnen: Sie haben nicht nötig hinzugehen; gebt ihr ihnen zu essen! Sie sprachen zu ihm: Wir haben nichts hier als fünf Brote und zwei Fische. Er sprach: Bringt sie mir hierher! Und er befahl dem Volk, sich in das Gras zu lagern, nahm die fünf Brote und die zwei Fische, sah zum Himmel auf, dankte, brach und gab den Jüngern die Brote, die Jünger aber gaben sie dem Volk. Und sie aßen alle und wurden satt; und sie hoben auf, was übrig blieb an Brocken, zwölf Körbe voll. Die aber gegessen hatten, waren etwa fünftausend Männer, ohne Frauen und Kinder.

Nun wollen wir uns einmal Schritt für Schritt den Text ansehen.

Mt 14,15 Und als es Abend geworden, traten seine Jünger zu ihm und sprachen: Der Ort ist öde, und die Stunde ist schon vorgeschritten; entlass das Volk, damit sie in die Dörfer gehen und sich Speise kaufen!

Als erstes finden wir eine Beschreibung der Situation in der sich die Menschen befinden. Sie waren an einem öden Ort und es wurde bereits Abend. Während Jesus verkündigte kamen seine Jünger zu ihm und erinnerten ihn daran, dass die Leute schon den ganzen Tag in der Gegend rumstanden und noch nichts gegessen hatten. Ich weiß nicht ob sie nur erbarmen mit den Menschen hatten, oder ob ihnen selber der Magen knurrte. Auf jeden Fall legten sie ihm nahe, dass es doch genug sei und er doch jetzt das Volk entlassen sollte. Sie freuten sich vielleicht schon heimlich darauf sich gemütlich an ein Lagerfeuer zu setzen und sich ihren Proviant schmecken zu lassen.

Mt 14,16 Jesus aber sprach zu ihnen: Sie haben nicht nötig hinzugehen; gebt ihr ihnen zu essen!

Jesus hatte eine andere Sicht der Dinge, denn er wusste was er vor hatte. So kam es, dass es wohl nichts mit dem gemütlichen Feierabend werden sollte, sondern vielmehr Dienst angesagt war und er gab ihnen den Auftrag die Leute zu speisen.

Mt 14,17 Sie sprachen zu ihm: Wir haben nichts hier als fünf Brote und zwei Fische.

Irgendwie denke ich mir müssen sie Jesus für verrückt gehalten haben, denn sie machten nicht spontan was er sagte, sondern überlegten ganz menschlich, ganz natürlich. Sie sahen die riesige Menschenmenge an, sahen ihren Proviant an und dachten sich das reicht nicht mal um einen hohlen Zahn zu füllen.

Mt 14,18 Er sprach: Bringt sie mir hierher!

Ich kann mir gut vorstellen wie die Spannung stieg. Jesus sagt zu ihnen bringt mir her was ihr habt. Es ist schon erstaunlich, dass Jesus das einsetzte was da war. Er hätte es ja auch aus dem Nichts schaffen können. Aber nein, er wollte dass sie ihm die Sachen, die sie hatten ihm anvertrauten, und wollte ihnen zeigen was er daraus machen konnte. Sie wurden sozusagen an seinem Werk beteiligt. Nicht das Jesus es nötig gehabt hätte, aber er wollte ihnen dieses Vorrecht schenken. Jesus braucht auch von uns nichts, oder hat es nötig, das wir ihm was geben. Aber er möchte auch uns dieses Vorrecht einräumen, das er damals seine Jüngern einräumte. Er möchte uns an seinem Werk teil haben lassen.

Mt 14,19 Und er befahl dem Volk, sich in das Gras zu lagern, nahm die fünf Brote und die zwei Fische, sah zum Himmel auf, dankte, brach und gab den Jüngern die Brote, die Jünger aber gaben sie dem Volk.

Als ich neulich die Zeitung aufschlug, dachte ich zuerst ich seh nicht recht. Eine reisen große Zeile, so richtig fett gedruckt: DER MENSCH LEBT NICHT VOM BROT ALLEIN! Na ja es stellte sich jedoch schnell heraus, dass es doch nur wieder ein Bibelzitat Missbrauch war, denn es ging um das Jubiläum von NUTELLA! Und auch in unserem Vers könnte man denken: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern auch von Fisch!

Jesus aber sagte in

Mt 4,4 ...Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das durch den Mund Gottes ausgeht...

Das Wort Gottes, ist in unsere Hände gegeben und Jesus möchte uns gebrauchen, um es den hungernden zu geben, um sein Evangelium zu verbreiten.

Mt 14,20+21 Und sie aßen alle und wurden satt; und sie hoben auf, was übrig blieb an Brocken, zwölf Körbe voll. Die aber gegessen hatten, waren etwa fünftausend Männer, ohne Frauen und Kinder.

Liebe Geschwister, wenn wir uns Jesus ganz zur Verfügung stellen, und nicht nur uns selbst, sondern auch das, was wir haben, werden wir staunen was er daraus machen kann.

Um es noch einmal kurz zusammen zu fassen.

Es gab eine bestimmte Situation. Die Menschen hatten Not bzw. Hunger. Er gab seinen Jüngern einen Auftrag. Sie brachten ein was sie geben konnten und stellten sich ihm zum Dienst zur Verfügung. Jesus gebrauchte ihre Gaben und sie selbst und lies sie an seinem Werk teil haben.

Dies sind Dinge, die auch heute noch volle Gültigkeit haben. Die Not der Menschen ist, das sie ohne Vergebung ihrer Schuld leben müssen. Warum? Weil sie das Evangelium noch nicht gehört haben. Viele stecken in irgend welchen kirchlichen Traditionen fest, manche in Sekten und wieder andere sind einfach nur enttäuscht.

Röm 10,12-15 Denn es ist kein Unterschied zwischen Juden und Griechen: alle haben denselben Herrn, der reich ist für alle, die ihn anrufen; denn «wer den Namen des Herrn anrufen wird, der soll gerettet werden». Wie sollen sie ihn aber anrufen, wenn sie nicht an ihn glauben? Wie sollen sie aber glauben, wenn sie nichts von ihm gehört haben? Wie sollen sie aber hören ohne Prediger? Wie sollen sie aber predigen, wenn sie nicht ausgesandt werden? Wie geschrieben steht: «Wie lieblich sind die Füße derer, die das Evangelium des Friedens, die das Evangelium des Guten verkündigen!»

Lk 10,2 Und er sprach zu ihnen: Die Ernte ist groß, aber der Arbeiter sind wenige. Darum bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte sende!

Gehen wir nun zum offenen Teil über. Wer jetzt Gedanken zum Thema weitergeben möchte, Fragen hat oder einfach berichten möchte was er so mit dem Herrn diese Woche erlebt hat, hat nun Gelegenheit dazu.

In diesem Sinne danke ich euch für eure Aufmerksamkeit und wünsche euch nun noch einen gesegneten Abend

euer Wolfgang