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Bekenne, was du erkannt hast!

Heute geht es um erkennen, kennen und bekennen und um ein viertes Wort, das ich hier noch nicht verraten möchte. Wenn wir uns diese Begriffen einmal ansehen, dann erkennen wir sehr schnell, dass sie den selben Wortstamm haben, nämlich „kennen“.

Ein Bekannter ist jemand den ich kenne.

Wenn ich nun etwas oder jemanden bekenne, dann setzt dies voraus, dass ich die Sache oder die Person kenne. Um aber etwas zu kennen, muss ich es vorher erkannt haben.

Es ergibt sich also eine gewisse Reihenfolge: erkennen, kennen, bekennen. Wenn wir nun in die Bibel sehen, finden eine ganze Reihe von Dingen die wir bekennen sollen. Wie gesagt, ist dies aber erst möglich wenn Erkennen und Kennen vorausgeht. Zwei Dinge wollen wir uns in diesem Zusammenhang heute einmal etwas näher anschauen. Das erste ist das Bekennen von Sünde, das zweite das wir uns dann anschauen wollen ist das Bekennen des Herrn, bzw. eben auch des Glaubens.

Beginnen wir zunächst mit Bekennen von Sünde.

1Jo 1,8-10 Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so verführen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns; wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigeit. Wenn wir sagen, wir haben nicht gesündigt, so machen wir ihn zum Lügner, und sein Wort ist nicht in uns.

Warum machen wir Gott zum Lügner wenn wir sagen wir haben nicht gesündigt?

Röm 5,12 Darum, gleichwie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod, und so der Tod zu ALLEN Menschen hindurchgedrungen ist, weil sie ALLE gesündigt haben

Röm 3,23 Denn es ist kein Unterschied: ALLE haben gesündigt und ermangeln der Herrlichkeit Gottes

Wenn also Gott sagt alle Menschen haben gesündigt, dann bilden wir keine Ausnahme.

Alle heißt alle.

Jeder der nun behaupten würde er hätte nicht gesündigt, würde folglich Gott als Lügner hinstellen. Aber nicht nur das, so lesen wir in 1 Johannes 1,8, sondern er würde sich auch selbst verführen und die Wahrheit wäre nicht in ihm.

Wieso verführen?

Verführen dahingehend, das er zu der „falschen“ Auffassung käme, er hätte weder Vergebung, noch Gnade, noch einen Erlöser nötig.

Warum ist die Wahrheit nicht in ihm?

Die Wahrheit, ist Gottes Wort.

Joh 17,17 ...Dein Wort ist Wahrheit.

Jesus ist das fleischgewordene Wort Gottes.

Joh 1,1 Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.

Joh 1,14 Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns; und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.

Auch sagt Jesus von sich.

Joh 14,6 ...Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.

Wenn also jemand sagt, er habe nicht gesündigt, dann sagt uns die Schrift ganz deutlich, das dieser Mensch Jesus Christus nicht in sich hat. Diese Aussage leuchtet um so mehr ein, dass wir Jesus nur in uns haben können, wenn wir uns bekehrt und Buße getan haben. Um sich aber zu bekehren und Buße tun zu können, muss man erst einmal seine Sünden, bzw. seine Sündhaftigkeit erkannt haben.

Wie aber nun erkennt ein Mensch seine Sünden?

Sündenerkenntnis geschieht durch die Konfrontation mit dem Wort Gottes.

Röm 7,7 ...Aber die Sünde hätte ich nicht erkannt, außer durch das Gesetz; denn von der Lust hätte ich nichts gewusst, wenn das Gesetz nicht gesagt hätte: Lass dich nicht gelüsten!

Als Petrus an Pfingsten nach der Ausgießung des Heiligen Geistes zum Volk predigte, wurde viele der Anwesenden mit dem Wort Gottes konfrontiert. Sie wurden mit Jesus Christus, mit der Wahrheit konfrontiert. Der Heilige Geist überführte sie und sie durften die Wahrheit, oder eben Jesus Christus erkennen. Im Lichte dieser Wahrheit des Evangeliums erkannten sie ihre Sündhaftigkeit, ihr Verlorensein, ihre Erlösungsbedürftigkeit.

Apg 2,37-38 Da sie aber das hörten, ging's ihnen durchs Herz, und fragten Petrus und die andern Apostel: Ihr Männer, was sollen wir tun? Petrus sprach zu ihnen: Tut Buße und lasse sich ein jeglicher taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden, so werdet ihr empfangen die Gabe des Heiligen Geistes.

Sie durften ihre Sünden erkennen!

Sie durften die Wahrheit erkennen!

Sie durften Jesus Christus erkennen!

Nun, da sie ihre Sündhaftigkeit erkannt hatten, konnten und durften sie ihre Sünden Gott bekennen, Buße tun und so Vergebung ihrer Schuld empfangen.

Nun sagt die Bibel, das wer Jesus erkannt hat, auch den Vater erkannt hat. Eine der trostreichsten Stellen der Schrift verdeutlicht uns das Ganze Ausmaß dieser Erkenntnis auf sehr eindrückliche Art und Weiße.

Gal 4,9 Nun aber, da ihr Gott erkannt habt, ja vielmehr von Gott erkannt seid...

Nicht nur dass wir Gott erkennen durften, sondern noch viel mehr dürfen wir die Gewissheit haben dass Gott uns erkannt hat.

Geschwister, wir sind kein Niemand mehr für ihn!

Er hat uns erkannt!

Er kennt uns!

Und nicht nur das!

Um nun auf das anfangs erwähnte vierte Wort zu kommen.

Er hat uns anerkannt, nämlich als seine Kinder.

Durch seine Anerkennung, macht Gott sich selbst zu unserem Vater, und als diesen dürfen wir ihn wiederum anerkennen, kennen lernen und ihn dann auch vor den Menschen bekennen.

Jesus Christus, der Sohn Gottes, der Gott ist, ist nun unser Bruder geworden, aber nicht nur das, sondern er ist auch unser Retter, unser Herr, unser Vermittler, unser Hoher Priester und unser Fürsprecher geworden.

Als all dies dürfen wir Jesus Christus erkennen, kennen und anerkennen.

Jesus stellt aber auch eine Bedingung an seine Anerkennung, nämlich dass wer ihn wahrhaftig anerkannt hat, ja vielmehr anerkennt, dies auch vor Menschen bezeugen soll.

Mt 10,32-33 Jeder nun, der mich bekennt vor den Menschen, den will auch ich bekennen vor meinem himmlischen Vater; wer mich aber verleugnet vor den Menschen, den will auch ich verleugnen vor meinem himmlischen Vater.

Diese Aussage, stellt ein sehr große Tragweite da.

Stell dir vor was wäre, wenn Jesus zum Vater sagen müsste: „Den kenne ich nicht und habe ihn auch nie gekannt!“

Lasst uns eines nie vergessen, auch wenn die Schrift an vielen Stellen „nur“ vom Glauben redet, so geht es doch nicht ohne Bekenntnis zum Herrn.

Röm 10,9-10 Denn wenn du mit deinem Munde Jesus als den Herrn bekennst und in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn von den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet; denn mit dem Herzen glaubt man, um gerecht, und mit dem Munde bekennt man, um gerettet zu werden

Glaube und Bekenntnis gehören zusammen.

Jesus ermahnt uns eindringlich ihn vor den Menschen zu bekennen, und uns nicht vor den Menschen zu fürchten.

Lk 12,4-12 Ich sage aber euch, meinen Freunden: Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten und nachher nichts weiteres tun können. Ich will euch aber zeigen, wen ihr fürchten sollt: Fürchtet den, welcher, nachdem er getötet, auch Macht hat, in die Hölle zu werfen! Ja, ich sage euch, den fürchtet! Verkauft man nicht fünf Sperlinge um zwei Pfennige? Und nicht ein einziger von ihnen ist vor Gott vergessen. Aber auch die Haare eures Hauptes sind alle gezählt. Darum fürchtet euch nicht! Ihr seid mehr wert als viele Sperlinge. Ich sage euch aber: Ein jeglicher, der sich zu mir bekennen wird vor den Menschen, zu dem wird sich auch des Menschen Sohn bekennen vor den Engeln Gottes; wer mich aber verleugnet hat vor den Menschen, der wird verleugnet werden vor den Engeln Gottes. Und einem jeglichen, der ein Wort gegen den Menschensohn reden wird, dem wird vergeben werden; wer aber gegen den heiligen Geist lästert, dem wird nicht vergeben werden. Wenn sie euch aber vor die Synagogen und vor die Fürsten und Obrigkeiten führen, so sorget nicht, wie oder womit ihr euch verteidigen oder was ihr sagen sollt; denn der heilige Geist wird euch in derselben Stunde lehren, was ihr sagen sollt.

Wir sollen erfüllt sein mit Gottesfurcht, nicht mit Menschfurcht.

Liebe Geschwister, wenn Menschenfurcht ein Problem für uns ist, dürfen und sollen wir mit Gott darüber reden. Auch Geschwister dürfen wir um Gebet bitten.

Es gilt gerade hier Gott zu vertrauen.

Spr 29,25 Menschenfurcht ist ein Fallstrick; wer aber auf den HERRN vertraut, hat nichts zu fürchten.

Obwohl wir von Paulus ja oft lesen, dass er immer freimütig das Wort Gottes verkündigte und für das Evangelium eintrat, war es auch ihm ein Anliegen, dass für ihn gebetet wird.

Eph 6,18-20 Bei allem Gebet und Flehen aber betet jederzeit im Geist, und wachet zu diesem Zwecke in allem Anhalten und Flehen für alle Heiligen, auch für mich, damit mir ein Wort gegeben werde, so oft ich meinen Mund auftue, freimütig das Geheimnis des Evangeliums kundzutun, für welches ich ein Botschafter bin in Ketten, auf dass ich darin freimütig rede, wie ich reden soll.

Herr ich bitte dich, nimm du die Menschenfurcht von uns und schenke uns Freimütigkeit um von dir zu reden. Entzünde du dein Feuer ganz neu in unseren Herzen und mach du uns zu Bekennern, die sich nicht aus Feigheit und Menschenfurcht zurückziehen. Erfülle du uns mit deinem Heiligen Geist und gib du uns die Worte, die wir reden sollen. Halte uns fest bei dir, denn ohne dich Herr können wir nichts tun. Hilf du uns salziges Salz und leuchtendes Licht für diese Welt zu sein. Hilf uns, dass durch uns die Menschen deine Herrlichkeit erkennen dürfen. Prüfe uns Herr und verändere du uns nach deinem Sinn. Stelle uns an den Ort wo du uns haben möchtest Herr und hilf uns Botschafter von dir zu sein, die von dir befähigt sind, anderen den Weg zu dir zu weißen, denn du selbst hast uns als Botschafter deiner selbst eingesetzt um Menschen zu ermahnen, dass sie sich mit Gott versöhnen lassen sollen. Ich danke dir Herr, dass wir wissen dürfen, dass du bei uns alle Tage bei uns bist bis an Ende der Welt und wir nichts zu fürchten brauchen. Hab dank für alles.

Amen

Gott segne euch

euer Wolfgang