Zurück zur Startseite   Impressum

Begnüget euch mit dem Vorhandenen!

Liebe Geschwister, heute wollen wir uns einmal ein paar Gedanken zur Genügsamkeit machen.

Wenn wir uns einmal ins Alte Testament begeben und dort nach den 10 Geboten für das Volk Israel sehen entdecken wir, dass es im zehnten Gebot heißt:

2Mo 20,17 Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus; du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, noch seinen Knecht, noch seine Magd, noch sein Rind, noch seinen Esel, noch alles, was dein Nächster hat.

Obwohl, und das wissen ja die meisten von euch denke ich, Jesus des Gesetzes Ende ist, finden wir im Neuen Testament identische Aussagen. So heißt es zum Beispiel im Brief an die Hebräer:

Hebr 13,5 ...Begnüget euch mit dem Vorhandenen!...

Auch im ersten Brief an Timotheus lesen wir die Ermahnung, dass es uns genügen soll, wenn wir die Dinge haben die Lebenswichtig sind.

1Tim 6,8 Wenn wir aber Nahrung und Kleidung haben, soll uns das genügen!

Wenn wir uns die Aussage von Paulus einmal genau anschauen und sie mit den Worten Jesus in den Evangelien vergleichen werden wir feststellen, dass wir uns um diese Dinge keine Sorgen machen sollen.

Mt 6,24-34 Niemand kann zwei Herren dienen; denn entweder wird er den einen hassen und den andern lieben, oder er wird dem einen anhangen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon. Darum sage ich euch: Sorget euch nicht um euer Leben, was ihr essen und was ihr trinken sollt, noch um euren Leib, was ihr anziehen sollt. Ist nicht das Leben mehr als die Speise und der Leib mehr als die Kleidung? Sehet die Vögel des Himmels an! Sie säen nicht und ernten nicht, sie sammeln auch nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater nährt sie doch. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie? Wer aber von euch kann durch sein Sorgen zu seiner Länge eine einzige Elle hinzusetzen? Und warum sorgt ihr euch um die Kleidung? Betrachtet die Lilien des Feldes, wie sie wachsen. Sie arbeiten nicht und spinnen nicht; ich sage euch aber, dass auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist wie deren eine. Wenn nun Gott das Gras des Feldes, das heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird, also kleidet, wird er das nicht viel mehr euch tun, ihr Kleingläubigen? Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen, oder was werden wir trinken, oder womit werden wir uns kleiden? Denn nach allen diesen Dingen trachten die Heiden; aber euer himmlischer Vater weiß, dass ihr das alles bedürft. Trachtet aber zuerst nach dem Reiche Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch solches alles hinzugelegt werden. Darum sollt ihr euch nicht sorgen um den andern Morgen; denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen. Jedem Tage genügt seine eigene Plage!

Wie verhalten wir uns?

Vertrauen wir auf unseren Himmlischen Vater der weiß, dass wir all diese Dinge brauchen oder verhalten wir uns wie Heiden die Gott nicht kennen und machen uns Sorgen um die Dinge des täglichen Lebens?

Vertrauen wir wirklich dem Herrn, dass ER für uns sorgt?

Lasst uns doch einmal eine kurzen Blick in das Gleichnis vom Sämann werfen.

Mt 13,22 Unter die Dornen gesät aber ist es bei dem, welcher das Wort hört; aber die Sorge um das Zeitliche und der Betrug des Reichtums ersticken das Wort, und es bleibt ohne Frucht.

Im Markus Evangelium finden wir es noch ausführlicher beschrieben.

Mk 4,18-19 Andere sind, bei denen unter die Dornen gesät wurde; das sind die, welche das Wort hörten; aber die Sorgen dieser Weltzeit und der Betrug des Reichtums und die Begierden nach andern Dingen dringen ein und ersticken das Wort, und es wird unfruchtbar.

Die Sorgen der Welt, der Betrug des Reichtums und die Begierden nach anderen Dingen dringen ein...!

Wo dringen diese Dinge ein?

In das Herz der Menschen!

Die Auswirkungen sind katastrophal, sie ERSTICKEN DAS WORT und machen es UNFRUCHTBAR!

Ein ersticktes, unfruchtbares Wort ist für diesen Menschen ein getötetes Wort.

Man sorgt sich statt zu vertrauen!

Man begehrt statt sich mit dem Vorhanden zu begnügen!

Man bildet sich ein man bräuchte dies und das und jenes und würde danach glücklicher sein und merkt es nicht einmal, dass man in Wirklichkeit ein Gefangener seiner Begierden geworden ist!

Ich möchte euch an dieser Stelle einmal exemplarisch eine Erfahrung  aus meinem eigenen Glaubensleben mitteilen.

Vor ein paar Jahren hielt ein Bruder bei uns aus der Gemeinde einen Vortrag und bat mich ihn auf Video mit zu filmen. Das Ganze funktionierte auch recht gut, bis auf eine mäßige Tonqualität, das wir nur das in der Kamera eingebaute Mikrofon zur Verfügung hatten. Es kam der Gedanke auf, ob man nicht vielleicht doch ein mal für solche Veranstaltungen ein Funkmikrophon anschaffen sollte. Am nächsten Tag flatterte mir ein Quelle Prospekt ins Haus und wir ihr euch sicherlich schon denken könnt war genau in diesem Prospekt ein Funkmikrophon nebst Verstärker usw. im Angebot. Wir hatten eh eine Bestellung bei Quelle zu machen, so kam der Gedanke auf eines mitzubestellen. Seltsamer Weiße aber hatte ich keine Frieden darüber sondern ich war innerlich hin und her gerissen. Einmal dachte ich: "Ja es ist eine gute Sache!" dann wieder "Ne, du hast des Geld nicht übrig!". Letztlich kam ich zu der Einsicht, dass wenn Gott möchte und der Meinung ist ich brächte ein Funkmikrophon, dann würde er auch dafür sorgen, dass eines da ist wenn ich es brauche, so bestellte ich keines und überlies es dem Herrn. Das schönste an der ganzen Sache war, dass ich wieder meinen Frieden hatte und mich die ganze Sache nicht mehr belastete. Zwei Tage später kam mein Bruder, der von der ganzen Sache nichts wusste, bei uns auf Besuch vorbei. Während wir so bei einer Tasse Kaffee zusammensaßen erzählte er mir, dass er von einem Bekannten am Vortag ein Funkmikrophon mit Verstärker für 20 Euro bekommen habe und er es meinem Vater und mir, sollten wir es einmal brauchen, jederzeit gerne leihen würde. Was will man da noch sagen außer: "Preist den Herrn!".

Liebe Geschwister lasst uns doch vertrauen, dass der Herr für alles sorgt was wir brauchen! Er wird uns nicht alles geben was wir wollen, aber das was wir wirklich brauchen, dafür sorgt er, wenn wir uns auch an seine Anweisungen halten.

...trachtet zuerst nach dem Reiche Gottes und seiner Gerechtigkeit...

...sorget um nichts; sondern in allem lasset durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden...

...jeder, der bittet, empfängt; und wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird aufgetan werden...

...wer zweifelt, gleicht der Meereswoge, die vom Winde hin und her getrieben wird. Ein solcher Mensch denke nicht, dass er etwas von dem Herrn empfangen werde...

Wenn wir um etwas bitten, von dem wir meinen es zu brauchen und der Herr gewährt es uns nicht, dann dürfen wir auch vertrauen, dass ER besser weiß was wir brauchen und was für uns besser ist, denn nicht alles was WIR wollen ist auch gut und dienlich für uns! Bitten wir doch den Herrn uns vor der Versuchung des Begehrens zu bewahren und uns zu helfen einerseits mit dem was vorahnden zufrieden zu sein und andererseits bei den Dingen die wirklich notwendig sind IHM zu vertrauen.

Vergessen wir nicht was Jesus seinen Jüngern sagte, als sie ihn baten ihnen das Beten beizubringen!

Mt 6,8 Darum sollt ihr ihnen nicht gleichen! Denn euer Vater weiß, was ihr bedürft, ehe ihr ihn bittet.

Wir müssen Gott nicht "vollquatschen" und ihn überzeugen was wir so alles nötig haben, denn ER weiß was wir wirklich brauchen! Alle die selbst Kinder haben wissen, dass es nicht gut für ein Kind ist wenn man ihm ALLE WÜNSCHE erfüllt, sondern als Elternteil entscheidet man ob es sinnvoll oder auch gut für ein Kind ist was es möchte, denn Kindern fehlt anfangs der Überblick und die Reife für manche Entscheidung. So dürfen unsere Kinder auch sicher sein, dass sie im normal Fall alles bekommen was sie "wirklich" brauchen. Sie brauchen sich im Regelfall keine Sorgen um Essen und Kleidung zu machen oder das sie ein Dach über dem Kopf haben, denn IHRE Eltern wissen was sie brauchen, noch ehe sie bitten. Lernen wir doch aufs neue von unseren Kindern was es heißt seinen Eltern zu vertrauen und lasst uns nicht vergessen, das Gott weit mehr zu tun vermag als wir bitten oder erwarten.

Mt 7,7-11 Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan! Denn jeder, der bittet, empfängt; und wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird aufgetan. Oder ist unter euch ein Mensch, der, wenn sein Sohn ihn um Brot bittet, ihm einen Stein gäbe, oder, wenn er um einen Fisch bittet, er ihm eine Schlange gäbe? Wenn nun ihr, die ihr arg seid, euren Kindern gute Gaben zu geben versteht, wie viel mehr wird euer Vater im Himmel denen Gutes geben, die ihn bitten!

Das Thema lautet ja "Begnüget euch mit dem Vorhandenen!". Es wäre sehr schön, wenn nun der Eine oder Andere den Mut findet aus seinem eigenen Leben über Situationen zu berichten, was er so mit dem Herrn in diesem Bereich schon erleben durfte.

Der Herr segne euch,

Euer Wolfgang