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Ausdruck des Dankes

Wir hatten uns in der letzten Woche Gedanken zum Thema „DANKEN“ gemacht. Wir sahen das Gott letztlich der Geber aller Gaben ist und das wir darum auch, wie es die Bibel uns lehrt, IHM ALLEZEIT für ALLES DANKEN sollen. Wir hatten 5 Begriffe, die immer wieder im Zusammenhang mit GABEN auftauchen.

Geber, Gabe, Empfänger, Bitten und Danken.

Heute nun wollen wir die Gedanken von letzter Woche etwas vertiefen und weiterführen.

Die Bibel lehrt uns, das wir für alles Danken sollen, obwohl wir nicht für alles Bitten müssen, da Gott uns aus seiner Liebe heraus sehr viele Dinge bereits einfach so zur Verfügung stellt und er weiß was wir brauchen.

Muss ich Gott zum Beispiel um Luft bitten?

Nein! Aber ich darf ihm dafür danken!

Muss ich Gott darum bitten das mein Herz schlägt?

Nein! Aber auch dafür darf ich ihm danken, dass er es bei unserer Erschaffung so gemacht hat, dass unser Herz von allein schlägt!

Ich denke an diesen beiden einfachen Beispielen sehen wir bereits ganz deutlich, dass wenn wir ALLES von ihm erbitten müssten, wir es nicht weit bringen würden.

Aber wir dürfen auch, ich sage einmal ERAHNEN, wie viel wir IHM zu VERDANKEN bzw. eben auch zu DANKEN haben. Wir müssen uns immer ganz klar vor Augen halten, dass WIR in ALLEM von IHM abhängig sind. Genauso wichtig ist es aber zu erkennen, das GOTT von UNS in NICHTS abhängig ist. Deswegen hat Gott auch zwei Dinge nicht nötig!

Nämlich uns um etwas zu BITTEN oder uns für etwas zu DANKEN! Jesus machte dies seinen Jüngern sehr deutlich klar!

Lk 17,10 Also auch ihr, wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen war, so sprechet: Wir sind unnütze Knechte; wir haben getan, was wir zu tun schuldig waren!

Die Bibel lehrt uns zwar, dass wir für unseren Dienst den wir für Gott tun DÜRFEN sogar LOHN empfangen werden, auch LOB wird uns zugestanden, aber eines lehrt uns die Bibel nie, nämlich das Gott uns DANKT.

Würde Gott uns um etwas bitten müssen bzw. auch wenn er uns Dank schuldig wäre, wären die Machtpositionen zwischen Gott und Menschen, zwischen Schöpfer und Geschöpf, zwischen Gaben Geber und Gaben Nehmer, nicht mehr gewahrt.

Röm 11,33-36 O welch eine Tiefe des Reichtums, der Weisheit und der Erkenntnis Gottes! Wie unergründlich sind seine Gerichte und unausforschlich seine Wege! Denn «wer hat des Herrn Sinn erkannt, oder wer ist sein Ratgeber gewesen? Oder wer hat ihm etwas zuvor gegeben, dass es ihm wiedervergolten werde?» Denn VON IHM und DURCH IHN und ZU IHM sind ALLE Dinge; ihm sei Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.

Wenn nun ALLES von ihm kommt, wie können wir dann unsere Dankbarkeit gegenüber Gott ausdrücken.

Was ist die Konsequenz wenn wir Gott dankbar sind?

Als Gott beschlossen hatte den neuen Bund einzusetzen lesen wir folgendes.

Hebr 10,5-10 Darum spricht er bei seinem Eintritt in die Welt: «Opfer und Gaben hast du nicht gewollt; einen Leib aber hast du mir zubereitet. Brandopfer und Sündopfer gefallen dir nicht. Da sprach ich: Siehe, ich komme - in der Buchrolle steht von mir geschrieben -, dass ich tue, o Gott, deinen Willen.» Indem er oben sagt: «Opfer und Gaben, Brandopfer und Sündopfer hast du nicht gewollt, sie gefallen dir auch nicht» - die nach dem Gesetz dargebracht werden -, und dann fortfährt: «Siehe, ich komme, zu tun deinen Willen», hebt er das erstere auf, um das andere einzusetzen. In diesem Willen sind wir geheiligt durch die Aufopferung des Leibes Jesu Christi ein für allemal.

Auch in Röm 12,1 ermahnt Paulus uns, unsere Leiber hinzugeben.

Röm 12,1 Ich ermahne euch nun, ihr Brüder, kraft der Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber darbringet als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer: das sei euer vernünftiger Gottesdienst!

Dass soll nicht heißen das wir uns abschlachten lassen sollen, sondern vielmehr das wir mit dem Leib, den Gott uns bereitet hat, ihm dienstbar werden sollen.

Wir sollen SEINEN WILLEN tun, nicht unseren.

Der eine oder andere von euch, der schon einmal die Christliche Literatur auf der Homepage etwas näher durchstöbert hat, ist eventuell schon einmal über ein Gebet der Hingabe gestolpert. Ich möchte in diesem Zusammenhang einmal Zeugnis ablegen, wie dieses Gebet entstanden ist.

Als ich zum Glauben kommen durfte, schenkte Gott mir eine Gabe, die ich bis dahin noch nicht hatte, nämlich schreiben zu seiner Ehre. Das ganze begann exakt eine Woche vor meiner Bekehrung und ich bekam eine Sicht von Gott geschenkt, die mein Leben seit damals total verändert hat. Es war mitten in der Nacht, so um 2 halb 3, als ich mal für „Kleine Jungs“ musste. Ich saß also am Stillen Örtchen und dachte an nichts. Plötzlich war ein Text in meinen Gedanken.

„Herr mein Gott ich danke dir, dass du gemacht hast Pflanz und Tier, dass du mir gebest Speis und Trank, dafür Herr, schuld ich dir Dank!“

Zunächst nur diese 4 Zeilen (wenn man sie in Versform schreibt sind es 4), mehr nicht. Aber dieser Gedanke, dieser Text, war so schlagartig da, wie aus dem nichts. Ich stellte mir die Frage: „Soll ich ihn aufschrieben oder gehe ich wieder in min Bett?“ Ich beschloss dann ich aufzuschreiben, wegen der Befürchtung, ihn sonst am nächsten Morgen nicht mehr zu wissen. Also ging ich in die Küche, nahm ein Blatt Papier und einen Stift und begann zu schreiben. Während ich diese 4 Zeilen zu Papier brachte, waren auf einmal die nächsten 4 Zeilen in meine Gedanken. Also schrieb ich die auch noch auf und während ich diese Zeilen schrieb kamen die nächsten usw. Das Ende war dann eben jenes Gebet, das ich euch hier nun einmal mitteilen möchte. Als ich es am nächsten Morgen las, wurde mir eines ziemlich deutlich, nämlich das es nicht „meine“ Gedanken oder Worte waren, nicht mein Stil usw. Ich konnte damals das ganze noch nicht zu ordnen, denn es war für mich eine außergewöhnliche und vollkommen neue Erfahrung. Dennoch sollte eben genau dieses Gebet einen Wendepunkt in meinem Leben einläuten.

Herr mein Gott ich danke dir!

Herr mein Gott ich danke dir, dass du gemacht hast Pflanz und Tier, dass du mir gebest Speis und Trank, dafür Herr schuld ich dir Dank

Herr mein Gott ich danke dir, dass du wachest über mir, dass du mich behütest Tag und Nacht, denn du allein hast alle Macht

Herr mein Gott ich danke dir, für jedes Wort das kommt von dir, ich bitte dich um deine Gnad, Herr erleuchte meinen Pfad

Herr mein Gott ich danke dir, dass den Weg du ebnest mir, was außer mir könnt ich dir geben, zum Dank fürs Ewige Leben

Darum mein Herr lass mich dein Diener sein, so wandle ich im hellen Schein, will freudig deinen Willen tun, will danken dir und nicht mehr ruhen, bis das der Tag erwacht, da du dich offenbarst mit aller Macht, dein herrlich Reich zu uns hernieder geht, und so erfüllt wird was geschrieben steht, und dank deiner Gnad ich weiß und bet, mein Name im Buch des Lebens steht.

Darum bitte ich dich und dafür danke ich dir.

Gelobt und gepriesen sei der allmächtige Gott in der Höhe, im Namen des Vaters, des Sohnes, und des heiligen Geistes,

Amen.

 

Allerdings muss ich noch eines mit anfügen, wo es heißt „ich weiß und bet“ stand ursprünglich „hoff und bet“. Nachdem ich später das Evangelium richtig verstehen durfte und auch Heilsgewissheit bekam, konnte ich dieses Wort ändern. Anfänglich ging es mir noch wie David im alten Bund. Ihr erinnert euch noch an das Thema Heiliger Geist von neulich wo David Gott bat ihm wegen seiner Sünde, den Heiligen Geist nicht zu nehmen und ihn nicht zu verwerfen. Ich wusste, Gott hat mit mir etwas begonnen, etwas angefangen... Der Vers, durch den mir letztlich Heilsgewissheit zu Teil wurde war Philipper 1,6

Phil 1,2-6 Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unsrem Vater und dem Herrn Jesus Christus! Ich danke meinem Gott, so oft ich euer gedenke, allezeit, in jedem Gebet für euch alle, indem ich das Gebet mit Freuden tue - wegen eurer Gemeinschaft am Evangelium vom ersten Tage an bis jetzt, und weil ich davon überzeugt bin, dass der, welcher in euch ein gutes Werk angefangen hat, es auch vollenden wird bis auf den Tag Jesu Christi.

Hier noch ein Vers, der uns Gewissheit schenkt.

1Thes 5,23-24 Er selbst aber, der Gott des Friedens, heilige euch durch und durch, und euer ganzes Wesen, der Geist, die Seele und der Leib, werde unsträflich bewahrt bei der Wiederkunft unsres Herrn Jesus Christus! Treu ist er, der euch beruft; er wird es auch tun.

Um also noch einmal zusammen zu fassen:

Der Ausdruck unseres Dankes an Gott soll nicht nur aus Worten bestehen, sondern aus HINGABE. Hingabe im Sinne von sich Selbst, seine Ziele, seine Gesinnung usw. dem Willen Gottes unter zu ordnen. Das ist es auch was es ausmacht Jesus als HERRN anzuerkennen und zu bekennen. Diese Art des Bekenntnisses durch unser LEBEN kann man nur durch die Gabe des Heiligen Geistes.

1Kor 12,3 Darum tue ich euch kund, dass niemand, der im Geiste Gottes redet, sagt: «Verflucht sei Jesus!» - es kann aber auch niemand sagen: «Herr Jesus!» als nur im heiligen Geist.

So ihr lieben, kommende Woche werden wir den Gedanken weiterführen und einmal schauen, was Unterordnung und Hingabe für uns in unserem Leben bedeuten.

In diesem Sinne euch allen Gottes Segen

euer Wolfgang